S*****mLiebe Mitbären,
nach langer, langer Pause soll wieder mehr Leben ins Forum kommen. Eine Maßnahme ist das Thema des Monats:
Der Juli 2017 könnte als der Monat in die deutsche Gerschichte eingehen, in der die Weichen für hetero- und homosexuelle Paare gestellt wurden, eine gleichwertige Ehe eingehen zu können. Hintergrund ist eine breite Akzeptanz für die "Ehe für alle" in der Bevölkerung, wenn man den Statistiken Glauben schenken darf, sowie die Entscheidung der Kanzlerin, den Fraktionszwang aufzuheben, der bisher bei den über 20 vorangegangen Anläufen alle Bemühungen im Keim erstickt hatte.
So, nun haben wir tatsächlich die Ehe für alle - sollte nicht doch Bayern den Bundesgerichtshof anrufen. Die Konservativen schäumen, der fundamentalistische Klerus und seine Devotees jeder Genese zählen die Tage bis zur kurz bevorstehenden Apokalypse. Und nun? Sind wir tatsächlich am Ziel angekommen? Haben wir alles erreicht? Was meint Ihr?
Wie denken die Bären und ihre Freunde darüber? Dazu eine erste Umfrage:
(1. Umfrage)
Die Diskussion ist hiermit eröffnet.
Created01/08/2017edited once00 S*****mMeiner Meinung nach stellt die Ehe für alle eine weitere Möglichkeit hin zu einer egalitären Gesellschaft dar, da vor dem Gesetz kein Unterschied mehr gemacht wird, wer wen liebt.
Freilich gibt es genug Heten und Nicht-Heten, die die Ehe per se als verschnarcht ansehen. Nun, es wird ja keiner gezwungen, zu heiraten, bei den meisten homosexuellen Paaren noch weniger als bei den heterosexuellen, weil dort nicht "unverhofft" Nachwuchs unterwegs ist. Denn Hand aufs Herz - viele Heten heiraten aus Notwendigkeit bzw. gesellschaftlicher Konvention.
Darüber kann man denken, wie man möchte, aber ich finde, sobald Kinder im Spiel sind, sollte man alles daran setzen, ihnen eine tolle Kindheit und den bestmöglichen Start ins Leben zu geben. Dass das auch in anderen Familienmodellen gelingen kann, steht klar außer Frage. Aber die spießige Ehe aus zwei Leuten mit/ohne Kinder hat einen Vorteil. Im ersten Moment gibt es weniger nervige Diskussionen, und auf Dauer glaube ich schon, dass es ein wichtiger Schritt zur Akzeptanz von Nicht-Heten ist.
Was das Finanzielle angeht, so sollten Familien bzw. Alleinerziehende mit Kindern vom Staat durchaus besser gestellt werden als kinderlose Paare. Ich erlebe es in meinem Umfeld immer wieder, wie arbeitsintensiv es ist, Kinder zu vollwertigen Erwachsenen zu machen, und das geht halt nicht so im Vorbeigehen. Da ist Einsatz gefragt, und das geht zu Lasten der Arbeitszeit. Aber das gilt natürlich für jede Verbindung, die Kinder erzieht. Insofern finde ich es super, dass nun auch Kinder adoptiert werden können. Ob nun einer für ein paar Jahre ganz aus dem Berufsleben aussteigt oder beide halb, dürfte letztendlich keine große Rolle spielen, wage ich zu sagen.
Ich persönlich freue mich sehr, dass die Ehe nun für alle offensteht. Es ist ein Angebot, das man annehmen oder nicht annehmen kann. Auf jeden Fall sind damit Pflichten und, zum Glück, auch Rechte verbunden.
S*****mOkay, ein wenig Monat ist noch übrig: