K*******uGuten Morgen und einen schönen ersten Juni-Tag gewünscht !
Ich hoffe, auch das Juni - Tagebuch wird wieder interessant und lebhaft und freue mich auf Eure Beiträge. Bernd - Wurstfisch hat den Mai ja gerade mit einem Rundum-Schlag was den Fußball betrifft beendet und ich finde der Beitrag sollte auch dort bleiben. ich werde ihn nicht hierher übertragen, was nicht heißt, wir könnten ihn hier nicht diskutieren. Er schreibt ganz schön provokativ, aber das kennen wir ja von unserem Wurstfisch und haben auch manchmal Spaß daran. Also, wer möchte lese ihn im Mai-Tagebuch und poste gerne hier seinen Kommentar dazu. Fußballfans die das nicht lesen möchten blättern einfach nicht zurück auf den Mai. Was andere Themen und vor Allem die Politk betrifft wird auch dieser Monat sicher wieder spannend, schreibt auch dazu hier gerne Eure Beiträge oder macht einen neuen Thread auf !
Created01/06/2025edited once T*****eVor Jahren war ich zu einem Spiel des BVB in Dortmund, natürlich nicht auf der Südwand. Ich war damals über das Publikum erstaunt, weder überwogen Bildungsferne noch Hooligans. Meine Erwartungen gingen damals eher in Richtung Extreme.
Es ist beim Fußball wie beim CSD, in den Medien werden schrille Typen gezeigt, nicht "Normalos".
T***b
Interview mit dem Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages Omid Nouripour aus der „Jüdischen Allgemeinen“:
Herr Nouripour, aus der Bundesregierung kommen deutlichere Ermahnungen an die Adresse der israelischen Regierung. Reiben Sie sich manchmal die Augen, wenn Sie die Aussagen aus der CDU mit denen von vor einigen Monaten vergleichen?
Ja. Ich wundere mich sehr. Und ich bin besorgt.
Außenminister Johann Wadephul schließt sogar Einschränkungen bei Waffenlieferungen nicht mehr aus. Und er betont, es könne keine deutsche »Zwangssolidarität« mit Israel geben…
Das ist fatal. Was will Wadephul uns damit sagen? Wer hat ihn denn zur Solidarität gezwungen? Eine solche Wortwahl ist geeignet, die deutsche Staatsräson zu relativieren. Denn wie kann man auf der einen Seite von »Zwangssolidarität« sprechen und auf der anderen von »Staatsräson«? Für mich passen die beiden Begriffe nicht zusammen. Wenn wir zur Solidarität gezwungen wären, wären wir nicht mehr solidarisch. Die Wortwahl des Außenministers war nicht in Ordnung. Hätte Annalena Baerbock so etwas gesagt, wäre sie heftig am Pranger gestanden.
Wollte Wadephul womöglich zum Ausdruck bringen, dass man jede Handlung Israels schweigend mittragen muss, um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, unsolidarisch zu sein?
Aber auch das ist keine gute Sprache. Kritik an der Art der Kriegsführung der israelischen Regierung hat es schon immer gegeben – wie das unter Freunden natürlich geboten ist. Da gibt es doch keine Verbote. Ich finde, hier werden Pappkameraden aufgestellt.
Sind Postulate wie »Staatsräson« und »Nie wieder ist jetzt« in Wahrheit nicht ziemlich hohle Konstrukte?
Ja, nämlich dann, wenn sie sich nicht im Handeln widerspiegeln. An diesem Handeln muss sich jeder, der hierzulande Staatsverantwortung trägt, messen lassen. Mich besorgt, was sich gerade alles sehr schnell verändert. Die demokratischen Parteien haben stets einen Konsens gehabt, dass die deutsche Verpflichtung gegenüber Israel unverbrüchlich ist. Daraus ist die Logik der Staatsräson erwachsen.
Einige argumentieren nun, ihre Kritik gelte nur der Regierung Netanjahu, nicht Israel als Ganzem …
Die Kriegsführung der Netanjahu-Regierung in Gaza darf man nicht kommentarlos stehen lassen. Die humanitäre Situation der Zivilbevölkerung ist katastrophal. Es bereitet mir aber große Sorgen, wenn ich Berichte lese und Reden höre, die den Kontext des Krieges weglassen. Der Terroranschlag vom 7. Oktober wird zum Teil einfach ausgeblendet. Das gleiche gilt für das Schicksal der Geiseln. Dabei ist es die Hamas, die den Krieg in Gaza sofort beenden könnte. Verschwiegen wird oft auch, dass die Hamas es darauf anlegt, dass die Menschen in Gaza unerträglich leiden. Denn das dient den perversen politischen Zielen dieser Terrororganisation.
Erleben wir gerade das vorläufige Ende der deutschen Solidarität mit Israel?
Dazu darf es nicht kommen. Und doch schrumpft diese Solidarität in besorgniserregendem Tempo. Deutschland hat eine Verantwortung und Verpflichtung, und die muss gelten. Wir feiern in diesem Jahr 60 Jahre deutsch-israelische Beziehungen. Die Annäherung der Israelis an Deutschland nach der Schoa war keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Segen für unser Land. Dieses Zusammenwachsen muss immer und immer wieder gewürdigt und gepflegt werden. Nur gemeinsam können wir Sicherheit, Frieden und Freiheit erreichen.
Sie haben also kein Verständnis für die Kritiker?
Doch. Die Lage für die Menschen in Gaza ist verheerend, die Bilder von dort sind unerträglich. Da ist Kritik notwendig. Diese darf aber nicht zu einer Täter-Opfer-Umkehr führen. Man darf nicht nur auf die israelische Kriegsführung schauen, sondern muss den Kontext dieses Krieges beachten. Dazu gehört der Terror der Hamas sowie die Vielzahl an Bedrohungen, denen Israel ausgesetzt ist. Das Land wird täglich aufs Neue beschossen - aus dem Libanon, aus dem Jemen, auch aus Gaza. Und jeden Tag hält irgendein Funktionär des islamistischen Gottesstaates im Iran eine Rede übe
T***bGaza. Und jeden Tag hält irgendein Funktionär des islamistischen Gottesstaates im Iran eine Rede über die angestrebte Zerstörung Israels. Die Menschen in Israel haben das Recht, sich selbst zu schützen und zu verteidigen. Und es ist unsere Aufgabe, ihnen dabei zu helfen.
Auch aus den Reihen Ihrer Partei wurden zuletzt Forderungen nach Sanktionen gegen Israel laut. Ihre Nachfolgerin im Grünen-Vorsitz, Franziska Brantner, will Kriegsgüter an Israel nur dann liefern, wenn diese nicht »völkerrechtswidrig« in Gaza eingesetzt werden können. Teilen Sie diese Einschätzung?
Franziska Brantner beschreibt richtigerweise die Rechtslage. Es ist grundsätzlich so, dass sich jedes Land, das von Deutschland Waffen erhält, verpflichten muss, sich an das Völkerrecht zu halten. Das gilt und es galt schon immer, auch für Israel. Jenseits davon gibt es aber noch eine andere Debatte, die da heißt: Waffen liefern wir nur noch, wenn sie nicht in Gaza eingesetzt werden können. Ich würde gerne mal wissen, welche Waffensysteme das sein sollen. Denn grundsätzlich wäre technisch alles in Gaza einsetzbar. Wenn wir anfangen, über gute und schlechte Waffen für Israel zu räsonieren, sind wir schnell an dem Punkt, an dem wir gar keine Waffen mehr liefern. In dem gerade beschriebenen Sicherheitsumfeld und angesichts der anhaltenden Bedrohung des jüdischen Staates ist das eine schlechte Idee.
Sie lehnen also Auflagen für den Einsatz von Kriegsgütern aus Deutschland ab?
Die Auflagen sind das bestehende deutsche Recht. Nehmen Sie als Beispiel etwa die Überwachungsdrohnen des Typs Her. Israel hat sie Deutschland vor Jahren zur Verfügung gestellt. Wollen wir den Israelis jetzt sagen: Ihr erhaltet eure eigenen Überwachungsdrohnen nicht zurück, um Angriffsplanungen der Hamas rechtzeitig zu erkennen? Das wäre absurd.
Ihre Partei ist traditionell sehr restriktiv bei Rüstungsexporten …
Ja, und das ist auch richtig so. Wir haben auf Parteitagen aber für zwei angegriffene Staaten Ausnahmen beschlossen: Zum einen für die Ukraine, zum anderen für Israel. Und das bleibt auch richtig. Nochmal: Die Kritik an der Kriegsführung der israelischen Regierung in Gaza ist notwendig und gerechtfertigt. Aber Israel muss sich auch militärisch zur Wehr setzen können.
Frau Brantner hat im »Spiegel«-Interview Sanktionen gegen israelische Verantwortliche verlangt, auch wegen deren Politik im Westjordanland. Ihre Parteifreundin, die Europaabgeordnete Hannah Neumann, fordert die Aussetzung von Israels Teilnahmen an EU-Programmen. Manche europäische Grüne stellen die Zusammenarbeit der EU mit Israel ganz in Frage. Was ist Ihre Haltung?
Die breite Position im Europaparlament, das Assoziierungsabkommen mit Israel auszusetzen, halte ich für grundfalsch. Dieses Abkommen beinhaltet schließlich auch den zivilgesellschaftlichen Austausch, zum Beispiel Programme für den Austausch von Studierenden, oder für die Forschungszusammenarbeit. Mit einem solchen Schritt würden jene bestraft, die seit Jahr und Tag in Israel gegen die Regierung Netanjahu auf die Straße gehen.
Welche Hebel haben Deutschland und Europa, um auf die israelische Seite einwirken zu können?
Mit der jetzigen israelischen Regierung nicht besonders viele. Wir müssen dennoch benennen, was wir für falsch erachten. Das Ergebnis kann aber nicht sein, dass wir unsere Solidarität aufkündigen oder die Sicherheitskooperation mit Israel gänzlich einstellen.
Sollte Deutschland einen Palästinenserstaat vorzeitig anerkennen, wie Spanien, Irland und Norwegen es getan haben und Frankreichs Regierung es nun ebenfalls erwägt?
Frieden wird nur mit zwei Staaten möglich sein, das ist meine feste Überzeugung. Was aber hat es den Palästinensern gebracht, dass viele Staaten auch ohne Friedenslösung und ohne Verhandlungen einseitig den Staat Palästina anerkannt haben? Daraus ist doch keine Linderung für das Leid der Menschen in Gaza erwachsen. Ein solcher Schritt hilft den Palästinensern nicht, im Gegenteil: Er spielt doch der Netanjahu-Regierung eher in die Hän
T***bspielt doch der Netanjahu-Regierung eher in die Hände.
Ist die von den Europäern ersehnte Zweistaatenlösung nicht utopisch angesichts der Lage? Beide Seiten, Israelis und Palästinenser, haben sich in den letzten Jahren ja eher davon weg bewegt.
Wir sind von einer Zweistaatenlösung zunehmend entfernt, das stimmt. Es stellt sich daher umso mehr die Frage, ob und wie ein jüdischer, demokratischer Staat in Frieden existieren kann, wenn er dauerhaft in Feindschaft zu seinen palästinensischen Nachbarn steht. Kann der Status quo für die Ewigkeit bestehen? Ich denke nicht.
Was könnte Deutschland, abgesehen von hehren Worten, für die Verwirklichung der Zweistaatenlösung tun?
Es würde schon helfen, wenn man immer wieder anspricht, dass man das Ziel trotz veränderter Realität nicht aufgibt. Und natürlich wird es keine Zweistaatenlösung ohne Sicherheitsgarantien für Israel geben können. Wie diese aussehen und was Deutschland dazu beitragen kann, muss man dann sehen.
Über kaum ein außenpolitisches Thema wird in Deutschland so heftig gestritten wie über Israel und den Nahostkonflikt. Woran liegt das?
Es hat sicher auch viel mit Antisemitismus zu tun. Es gibt einen rechten Antisemitismus, der in Deutschland bestens bekannt ist. Es gibt einen linken Antisemitismus, der früher unter dem Deckmantel des «Antiimperialismus« verborgen war und heute als »Antikolonialismus« daherkommt. Und es gibt den Antisemitismus, den so mancher Einwanderer aus muslimischen Staaten, die sich im Kriegszustand mit Israel befinden, mitbringt. Ich weiß als ein im Iran aufgewachsener Mensch aus eigener Erfahrung, wovon ich rede. All das ergibt gerade eine explosive Melange. Eine befreundete Holocaustüberlebende sagte mir neulich, der 7. Oktober habe den Antisemitismus globalisiert. Und die sozialen Medien dienen als Brandbeschleuniger
Es geht also in der Debatte nicht nur um Israel, sondern auch um Juden?
Eindeutig. Das kann nur übersehen, wer es nicht sehen will.
Aber hat sich die Kritik an Israel in den politischen Parteien zuletzt nicht massiv verstärkt?
Ja. Es geht aber nicht nur um Parteien, sondern auch darum, wie wir gesellschaftliche Debatten führen. Mein Eindruck ist: Aufgeregtheit zählt heutzutage leider mehr als differenzierte Analyse. Und damit auch mehr als die Frage, wie wir den Menschen in Gaza wirksam helfen können.
Die Linkspartei, das Bündnis Sahra Wagenknecht und auch NGOs wie Amnesty International haben deutlich weniger Hemmungen als Sie, was Kritik an Israel angeht. Hat die deutsche Linke seit dem 7. Oktober ein Problem?
Nicht erst seit diesem Tag. Daniel Cohn-Bendit schrieb schon vor Jahrzenten über den linken Antisemitismus. Das ist also keine neue Erkenntnis. Aber aktuell sehen wir, wie Judenhass in der Breite salonfähig wird; die neuesten Zahlen des Beauftragten der Bundesregierung verdeutlichen das. Die verschiedenen Spielarten des Antisemitismus reichen einander förmlich die Hand. Der Krieg in Gaza ist nur ein neuerlicher Anlass, um den Hass offen zu zeigen. Plötzlich sind sich wieder alle einig, wer angeblich an allem schuld ist. Für Antisemiten ist es nicht der Terror der Hamas.
Angesichts der Verve, mit der die Auseinandersetzung oft geführt wird: Verliert Deutschland gerade Maß und Mitte?
Man muss leider konstatieren, dass der Beifall lauter ist, wenn Politiker rhetorisch auf den Putz hauen, als wenn sie differenziert und sachlich argumentieren. Von der Aufmerksamkeitsökonomie profitieren nicht die, die in Ruhe nach Lösungen suchen, sondern nur die Marktschreier. Es ist nicht verwunderlich, dass auch hierzulande die Stimmen gegen den deutschen Beistand für Israel immer lauter werden. Da rutscht etwas. Deshalb ist es umso notwendiger, dass wir immer wieder betonen: Deutschland ist in der Pflicht, jüdisches Leben überall und jederzeit zu schützen. Israel ist das einzige Land der Welt, das sich seiner Existenz nicht sicher sein kann, wenn es seinen regionalen Nachbarn auch nur einen Moment militärisch unterlegen ist.
T***bDer mit Spannung erwartete Antrittsbesuch von Friedrich Merz bei Donald Trump lief zufriedenstellend, ja sogar gut ab. Man muss kein Freund konservativer Politik sein, aber Merz trat souverän auf und beeindruckte sogar mit seinem guten Englisch den amerikanischen Präsidenten. Bei dem ist man bei seinen Launen nie sicher, ob er einen Gast gut oder schlecht behandelt.
Ich fand sehr gut, dass Merz den morgigen D-Day erwähnte und die Rolle der Alliierten bei der Befreiung Europas lobte. Wahrscheinlich wollte er seinen Gastgeber auf diese Weise bitten, doch auch in der Ukraine ähnlich zu handeln. Insgesamt ein guter Auftritt von Merz. Ob er seine Ziele erreichen wird, bleibt unklar, denn Trump ist einfach nicht einzuschätzen, da er je nach Laune heute so und morgen so handelt.
K*******uIch hab mir heute nachmittag bei bügeln auch die Live-Übertragung angesehen und teile Deine Einschätzung, arden !
K*******uWenn ich heute morgen im Deutschlandfunk höre, dass die Trump-Administration zwei Richterinnen des internationalen Gerechtshofes mit Sanktionen belegt hat bekommt das Alles was ich gestern positiv gesehen habe schon wieder einen anderen Stellenwert. Rußland, die USA und Israel sind entgegen den meisten europäischen Ländern nicht Mitglieder des CIJ Den Haag, bei Rußland kann ich das verstehen, bei demokratisch regierten Staaten nicht !
K*******uIch möchte hier noch mal Allen ein schönes Wochenende wünschen und bitten, unsere kleine Community nicht zu vergessen !
Liebe Grüße
Euer Admin Franz - snoopi-el
Created06/06/2025edited once K*******uja, "Der kleine Prinz" geht immer und passt auch immer. Gerade denke ich daran, dass jetzt die Pfingstfeiertage kommen ! War da nicht was mit "heiliger Geist" Ich glaube davon könnten wir Alle auch ein bißchen vertragen. Wer allerdings meint da helfen "geistige Getränke" der irrt glaube ich, da knallt man sich nur die Rübe dicht ! Also bleibt vernünftig und habt schöne Tage !
K*******uüber Vielfalt und Aktualität kann man ja auch unterschiedliche Vorstellungen haben und ich stelle wieder fest, bei uns kommt Alles vor, in der Literatur der Mann - Geburtstag, der auch in den Medien wieder viel Erinnerung an die Familie Mann gebracht hat aber auch die neuen Probleme in der Politik wo uns auch die Situation in den USA viel beschäftigt. Ich kann da einfach nicht so zu Berichten über meinen oder unseren Alltag kommen, wie seht Ihr das? Sind wir zu hochtrabend was unsere Literatur-Themen anbelangt, fehlen uns die Berichte aus dem Alltag, geht es zu Viel um die Politik ? Ich hab da etwas Schwierigkeiten den richtigen Mittelweg zu finden !
Created07/06/2025edited once Lenchen66 yrsSo, jetzt habe ich eine anstrengende Woche voller Terminen von Arbeit bis Genuss hinter mich gebracht und werde morgen in das Pfingstwochenende mit einem Ausflug ganz in den Süden Brandenburgs einläuten.
Gemeinsam mit Freunden laufe ich eine Strecke über die ich eine Gruppe unter dem Namen queeres-wandern führen möchte, die im Sonntagsclub hier in Berlin angegliedert ist.
Ich hoffe, Ihr alle habt auch etwas schönes an den Tagen vor und genießt diese.
K*******uIch bin gerade im Ammerland bei meinem Partner Rolf, wir sind von Emden über Landstraßen an der Ems entlang und dann vor Leer-Ostfriesland in Richtung Süden zu den Fehngebieten und ins Ammerland abgebogen und vor einer Stunde hier angekommen. Rolf muss morgen ein paar Stunden arbeiten und ich werde mich um das Essen kümmern. Wir werden sicher auch Zeit haben am Nachmittag noch etwas in der Nähe des großen Baumschulen-Geländes von Rolfs Bruder spazieren zu gehen und es uns am Abend gemütlich machen. Ich fahre am Montag abend mit der Bahn zurück nach Emden.
E*******eDas WE ist hier leider verregnet. Anscheinend soll es am Montag freundlicher werden. Leider werde ich wohl auch dann zu Hause bleiben. Für den Flachsmarkt auf Burg Linn in Krefeld habe ich leider keine Begleitug gefunden und als Rollstuhlfahrer ist dieses Gelände leider nicht alleine zu bewältigen.
K*******u"Guten Morgen!" mag ich kaum sagen nachdem ich dies gelesen habe, Lenchen! Ist es Absicht, dass Du das Ganze zwei Mal eingestellt hast, ober ein Versehen, der Stimmung heute morgen verschuldet ? Wir könnne es um es Allen hier deutlich zu machen auch so stehen lassen, schreib mir bitte wie Du es Dir vorstellst !
Ich habe mir bisher, hier im linksliberalen und seit vielen Hundert Jahren fremden Menschen gegenüber aufgeschlossenen und hilfsbereiten Emden kaum vorstellen können was Du da beschreibst. Ich hätte mir als ich 1990-1994 öfter in Sachsen-Anhalt beruflich eingesetzt war alles Mögliche vorstellen könnnen was die Weiterentwicklung der damlas neuen Bundesländer angeht, aber auf so Etwas wäre ich niemals gekommen !
Lenchen66 yrsDas war ein Versehen, dass ich gerade korregiert habe. Entschuldigung und lass(t) Dir(Euch) bitte nicht die Stimmung verderben.
Noch liegt ja ein schöner Pfingsttag vor uns allen.
K*******uDanke für Deine schnelle Antwort und die Löschung, Lenchen, ich habe den Hinweis darauf auch entfernt. Ich hoffe auch das es noch für uns Alle ein schöner 2. Pfingsttag wird aber natürlich spukt mir das was Du geschrieben hast und auch was von Jamel bei wikipedia steht und was ich bisher auch nur am Rande mitbekommen habe nun im Kopf herum. Ich kann es einfach nicht fassen und die Menschen die so denken nicht mehr verstehen !
Lenchen66 yrsGeht mir genau so. Aber das beweist ja nur, dass wir uns da nicht zurückziehen und Angst haben dürfen.
Dann würden die, die so "denken" (denken sie?), gewinnen.
T***bWenn die Einheit erst vor fünf Jahren vollzogen worden wäre, hätte ich als Grund die Abschottung des Ostens vor dem westlichen Einfluss nennen können. Denn je provinzieller eine Bevölkerung ist, desto spießiger ist sie auch. Queere und ausländische Menschen sind in diesem Plan nicht vorgesehen und stoßen auf heftigste Ablehnung.
Vielleicht sind aber auch die wirtschaftlichen Verhältnisse schuld, das noch immer existierende Wohlstandsgefälle. Dazu kommt, dass aufgeschlossene Leute die Provinz verlassen und zumeist unzufriedene Menschen bleiben. Oder es gibt eine kollektive seelische Störung, die mit der versäumten Verarbeitung von zwei Diktaturerfahrungen zusammenhängt.
Diese Erklärungen dürften aber kaum ausreichen. Die Zustände sind jedenfalls skandalös.
Lenchen66 yrsIch habe mir auch Gedanken über das wieso gemacht, sah aber nur gepflegte Grundstücke mit meist mehr als einem großen Auto in den besagten Orten.
Es ist wohl die Angst vor dem Schließen von Braunkohletagebau und Großkraftwerk.
Aber auch vorausschauender Faschismus nicht wirklich eine Entschuldigung.
Was ich aber bei unseren monatlichen Wanderungen schon festgestellt habe ist die Tatsache, dass die Brandenburger Orte und auch oft Nachbarorte, oft politisch und kulturell sehr unterschiedlich sind.
Ja, ich weiß, es geht oft um gefühlte und nicht wirklich nachweisbare Abwertung und Schlechterbehandlung.
Created09/06/2025edited once K*******uIhr seid da einfach näher dran, es hat keinen Zweck wenn ich da hier "vom anderen Ende der Welt" spekuliere. Ich überlege ja hier im äußersten Nordwesten unsere Landes auch, woher es kommt das unsere einst so liberalen und aufgeschlossenen niederländischen Nachbarn, zu Denen ich hier von der Emsmündung, dem Dollart, aus hinsehen kann, gerade unregierbar sind weil sie einen Rechtspopulisten gwählt habe, wo man eigentlich hätte wissen können, dass mit Dem "kein Staat zu machen ist.
Was die Einschätzung der bisher bestandenen Regierung in den Niederlanden und Der auch bei uns im Westdeutschland als "unfähig" gesehenen sog. Ampel angeht, scheint mir das, auch wenn die im Gegensatz zu Holland linsk-gün war, trotzdem ziemlich ähnlich zu sein. Der Unterschied bei uns zwischen Ost und West ist, wie ihr auch schreibt, m.E. in einem durch das in 40 Jahre Diktatur gewachsene Mißtrauen gegen die Herrschenden zu sehen. Dieses gibt es zwar auch im Westen es ist, denke ich, bei Allen unseren europäischen Nachbarn vorhanden, aber wo Menschen lange in einer Diktatur gelebt haben doch noch mehr.
Das hat man in Deutschland die vergangenen 35 Jahre nichts wirklich aufgearbeitet, nicht nur von Seiten der Politik sondern besonders auch von der Wirtschaft und den Unternehmen her. Wenn die in der Werbung bis hin zu Fußball ein Bild von voll integrierten Frauen und Männer afrikanischer oder arabischer Abstammung mit traditionelle Outfit zeigen, sehen die Menschen das dies nicht mit ihrem Alltag überein stimmt, wo sie was nicht funktioniert bei der Integration ja täglich direkt erleben und fühlen sich nicht mehr ernst genommen.
Lenchen66 yrsDa stimme ich Dir zu und widerspreche doch. Sicher ist unser Land, und des selbst hier in Berlin, nicht so offen wie es zu wünschen ist und verschiedene Kulturen, und damit meine ich nicht nur die türkische oder italienische sondern auch afrikanische und vietnamesische, leben eher nebeneinander als miteinander.
Trotzdem wundern sich nur noch wenige über Wetterfrösche mit türkisch klingenden Namen oder Nachrichtensprcher*Innen mit japanisch oder arabisch klingenden Namen.
Ich versuche das schon lange in meiner queeren Wandergruppe zu ändern, aber wie auch andere Angebote stoßen diese bei Menschen, die zu oft die Antwort "Nein, wo kommst Du wirklich her" hören auf Misstrauen.
Lenchen66 yrsSpannend, dass sich hier im Tagebuch, wo ich eigentlich nur ein Alltagserlebnis vorstellen wollte, so eine Diskussion entspannt.
K*******uJa, es sind ganz unterschiedliche Menschen und Situationen. Anläßlich der Beerdigung meiner alten Freundin in Frankfurt a. M. sprach ich auf dem Weg zum Urnengrab mit einem sehr netten indischen Ehepaar die ihre Nachbarn waren und Beide im EDV-Bereich in höherer Position bei einer Bank oder Versicherung arbeiten. Der Ehemann entschuldigte seine schlechten Deutschkenntnisse damit, dass er im Beruf täglich nur englisch sprechen würde und es "sich daher nicht so lohne" sich mit der deutschen Sprache zu beschäftigen. Ich hätte ihm ja gerne erzählt wie schön unsere Sprache ist, aber dafür hatten wir dann keine Zeit mehr und ich weiß auch nicht ob ich das so hinbekommen hätte.
Da scheint die Integration in einfache handwerkliche Berufen oder in der Gastronomie auch sprachlich, weil es da auch eine Notwendigkeit ist die Landessprache zu kennen, oft besser zu klappen. Meine zwei Nachbarn die Kurden aus dem Irak sind, können sehr gut deutsch und haben so weit ich das sehe auch einen Teil deutsche Freunde und Bekannte. Ich musste bei dem Ibrahim, der auch mir wohl bei handwerklichen Dingen in meiner Wohnung hilft, schon lachen wenn er sogar Plattdeutsch versuchte, was von der Betonung nicht so ganz hinkam. Er hat auch kein Problem damit das Rolf und ich schwul sind und wir können darüber auch einen Spaß machen.
Was ich mit der Werbung meinte, waren jetzt die Werbevideos zur dem Pokal-Finale gestern Abend. Da wurden u.a. junge Damen mit Kopftuch und viele Menschen arabischer oder anderer Herkunft strahlend vor Begeisterung für Fußball gezeigt anscheinend um die Integrations-Bedeutung des Sports zu zeigen, mit der es glaube ich nicht so weit her ist, wie man den Fernsehzuschauern weiß machen will. Nach der Einstellung zu uns fragt man bei Gruppen arabischer oder türkischer junger Sportfans wohl besser nicht !
Created09/06/2025edited once Lenchen66 yrsIch danke Dir, lieber Franz, weil Du genau das erzählst, was ich denke und zu leben versuche. Wir können nur bei uns anfangen und selbst allen Menschen offen begegnen.
Dann ändert sich die Welt und selbst die doch sehr beharrliche dutsche Gesellschaft mit und mit.
T***bIn vielen Ländern gibt es einen Rechtsruck. Nicht zu begreifen, aber trotzdem wahr. Die Gründe mögen verschieden sein, aber das Ergebnis bleibt gleich.
Früher habe ich in Grenznähe zur DDR mit einem Fernsehempfang Ost gewohnt. Dabei hat mich immer interessiert, wie unterschiedlich Menschen diesseits und jenseits der Grenze durch ihren Staat und dessen Ideologie geprägt werden können. Als dann die Grenze geöffnet wurde, erlebte ich das als eine einzige glückselige Offenbarung.
Davon ist nichts geblieben, nur Ernüchterung. Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ein späteres Ergebnis der sozialistischen Erziehung eine Hinwendung zu rechten Ideologien sein könnte, dann hätte ich ihn für verrückt erklärt.
Eine Reise nach Dresden und Fahrten durch sächsische Dörfer mit Wahlplakaten wie „Bikini statt Burka“ stimmten mich unangenehm ein. In Dresden hatte ich kaum für möglich gehaltene Erlebnisse mit rassistischen Äußerungen, obwohl der einzige Farbige, den ich da sah, ein Tänzer in der Semperoper war.
Wenn ich in Hamburg mit der S-Bahn fahre und sehe, wie selbstverständlich in dieser Stadt Menschen aller Rassen gut miteinander umgehen, dann bin ich froh, hier und nicht in Dresden zu leben.
Lenchen66 yrsJa, lieber Arden, aber Dresden gibt es auch in den westlichen Bundesländern und ganz ohne sozialistische Erziehung.
Ich bin auch froh in Berlin zu Leben, sehe aber den Alltagsrassismus auch hier.
Created09/06/2025edited once T***bAlles richtig, liebes Lenchen, natürlich hast du recht. Der Weg von der, sagen wir einmal, CDU zur AfD, scheint mir allerdings ideologisch kürzer zu sein als der von der SED.
Lenchen66 yrsDenk mal an die Unterbringung vietnamesischer oder kubanischer Arbeiter*Innen. Oder die Tatsache, dass schwangere Vietnamesinnen abtreiben oder ausreisen mussten.
Ist der Weg, der praktische, nicht der theoretische, dann wirklich weiter?
K*******uIch hab das auch nie verstanden, dass meine Freunde aus Sachsen-Anhalt die einen Großteil ihres Lebens in der DDR verbracht hatten, für die Menschen aus Vietnam welche bei ihnen gearbeitet haben ein bestimmes verächtliches Wort hatten (was ich hier nicht einsetzen muss) und es auch Jahre später noch benutzt haben, obwohl die Welt sich für Sie so geändert hat und auch Sie gerne asiatisch essen gehen. Hier bei uns war man als diese Bootsflüchtlinge damals kamen doch ganz begeistert von diesen Menschen und ihrer Integrationsfähigkeit und es gab kaum Probleme.
Created10/06/2025edited once K*******uAber ich glaube jetzt doch, ich sollte den Thread mal wieder als Tagebuch für den Monat Juni zurück holen. Ich habe keine Problem damit wenn hier mal eine Unterhaltung zu irgend einem Thema beginnt und beteilige mich ja auch gerne an so Etwas, aber wenn wir nun weiter fortfahren die Geschichte der DDR aufzuarbeiten oder über die Migrations-Problematik zu schreiben sollte man zu den Themen vielleich extra Threads aufmachen.
Doch keine Angst, ich werde nun keine Umsetzung vornehmen oder mir irgenwelche neuen Thread ausdenken, es bleibt Alles so stehen wie es ist und wenn zum letzten Thema noch was zu schreiben ist sollte das auch weiter hier erscheinen. Ich bitte, nur für die Zukunft daran zu denken mal was Neues auf zu machen, wenn da mal ein paar Beiträge in einem neuen Thread sollen, schreibt mich gerne an.
Nachdem es nun doch 2 Absätze geworden sind aber zurück zum Juni - Tagebuch. Jetzt haben wir mit Pfingsten erst mal eine Serie von Feiertagen hinter uns, die sicher auch mancher Berufstätige für sog. Brückentage genutzt hat, aber dafür wird auch bald die Ferien und Urlaubszeit beginnen. Da dies besonders für Familien mit Kindern der Fall ist sind wir als Menschen die "etwas anders leben" davon wohl nicht so sehr betroffen.
Ich kenne es auch. dass dort wo sich Viele von uns im Urlaub treffen, wie z.B. Ibiza oder Gran Canarie die Hauptzeiten im Frühjahr und Herbst sind. Der Juni war für Urlaub auf Ibiza immer besonders beliebt und ich vermute das dies auch heute noch der Fall ist. Leider ist dieser Monat für meinen Partner ein Monat wo er sehr viel arbeit hat und Urlaub nicht möglich ist und wir werden da wohl nicht hinkommen wenn es bei ihm Alles so bleibt.
Created10/06/2025edited 3 times Lenchen66 yrsDas kann sehr unterschiedlich sein..
Mir fällt dazu die Begebenheit ein, die ich mit einer Kollegin, vor Gästen, hatte. Sie schälte Karotten an der Ausgabe, ich bediente die Kasse. Sie sagt, ganz verträumt, bei einem beeindruckenden Exemplar der Gattung Möhre: "Da könnte man ja auf ganz andere Gedanken Kommen." Darauf ich, lächelnd: "Ich dachte, für Euch cis Frauen spielt die Größe keine Rolle..." Sie, mit großen, empörten Augen: "Wer erzählt denn so einen Mist..." und wurde rot bei meinem und des Kunden lachen...
Wirklich so ähnlich passiert...
Lenchen66 yrsWäre dieses Bild auch mit Männern möglich? Würde irgend jemand es dann witzig finden?
Wenn nicht, ist es nicht witzig.
K*******uZu Woodstock - Zeiten wäre das Frisur-mäßig ja gegangen, Lenchen, bei den heutigen Pottdeckel-Frisuren der Jungs weniger, aber Männer die nicht richtig zuhören können, die kenne ich auch genug ! Ich denke, da würde ein auf Kerle bezogener Text auch als Witz funktionieren.
Wie sagte der große Erich Kästner mal so schön doppeldeutig " Alle mal herhören, auch Die die schwer hören", und das möchte man heute mitunter, genau so wie zu seiner Zeit den Menschen zurufen !
T***b
Ja, vor allen Dingen Stegner, Mützenich und Co. sollten Kästners Worte beherzigen. Ich denke, Frieden wollen wir alle. Nur Putin ist daran nicht interessiert. So langsam müssten die Genossen aber doch begriffen haben, was die Stunde geschlagen hat.
T***bJa danke, Wurstfisch. Hier sieht man, dass ich älter bin. Als mit den Beatles die ersten Langhaarfrisuren aufkamen, waren die älteren Leute entsetzt. „Schickt sie doch ins Arbeitslager, diese Penner!“ So hieß es damals in den sechziger Jahren nicht selten.
Nun, Kästner war bekannterweise ein Gegner der Nazis und auch ganz bestimmt dieser ewig gestrigen Leute. Er ist erst in den siebziger Jahren gestorben und hat sich über die Nachkriegspolitik mit dem Verdrängen der Geschichte sehr geärgert.
Wenn er nun sagt, Leute sollten hören und vor allen Dingen die, die schwer hören, so gibt es durchaus eine Verbindung zu den ewig gestrigen SPD-Leuten, die einfach nicht hören (verstehen) wollen, dass Putin trotz vieler Versuche nichts von einem Frieden wissen (hören) will.
Lenchen66 yrsIhr seid ja alle viel zu politisch*lächel
Ich auch.
Ich sehe den Vorstoß der SPDler nicht so einseitig wie Ihr.
Ich finde die Herstellungt einer eigenen europäischen Verteidigungsfähigkeit auch als unverzichtbar an.
Trotzdem sollte auch, bezogen auf eine Zeit nach Putin, eine diplomatische Lösung denkbar bleiben. Alle Gruppen von Menschen, Völker, Nationen, Staaten, nennt es wie ihr wollt, sind keine monolithischen Blöcke sondern bestehen aus wiedersprüchlichen Individuen.
Denk- oder Wiederspruchsverbote dienen nur den Vereinfachern oder Populisten wie Putin, Erdogan, Trump, Nethanjahu, Orban, Meloni, Weidel und so weiter.
T***bEs wäre zu schön, wenn du recht hättest, Lenchen. Es geht auch nicht um Denk- und Widerspruchsverbote, sondern um eine realistische Betrachtung. Ganz zu Beginn des Krieges dachte ich, Putin sei allein mit seinen dunklen Gedanken. Jetzt wissen wir, dass selbst ein Königsmord die Situation nicht automatisch entspannen würde.
Oder Netanjahu. Hinter ihm sind mit Smotrich und Ben-Gvir Leute, gegen die ist er eine Friedenstaube. Die Palästinenser waren vor dem 7. Oktober nicht kompromissbereit und sind es danach noch viel weniger.
Und bei uns? Wir haben den Rechten das wohl größtmögliche Übel unserer Geschichte zu verdanken. Die augenblickliche Regierung ist das letzte Bollwerk vor dem endgültigen Durchbruch der AfD. Da sollten keine unrealistischen Spielchen von träumenden SPD Genossen dazu beitragen, diese Partei noch mehr zu stärken als es nötig wäre.
Wenn das Manifest auch nur einen Hauch einer realistischen Chance hätte, würde ich es mit Hingabe unterstützen. Denn Frieden ist auch mir tausendmal lieber als Krieg.
Lenchen66 yrsDie Reise von Herrn Stegner hatte ich nicht auf dem Schirm. Das ist allerdings die größtmögliche Idiotie.
Ich hatte da letztens eine Diskussion mit jemandem, der auf Verhandlungen um jeden Preis und dem reduzieren der Waffenlieferungen an die Ukraine setzte. da Europa ja gerade nur so viel liefern würde um den Krieg am laufen zu halten.
Für mich ist da ganz klar die Lösung die Waffenlieferungen so zu verstärken, das die Ukraine Russland aus allen Gebieten vertreiben kann.
K*******uSehe ich auch so und da kommt das Problem mit den Trump - USA jetzt, wo keiner in Europa weiß wie wir damit dran sind ! Es ist schon eine furchtbare Sch.. Schwierigkeit wollte ich sagen !
T***bJetzt ist es also passiert. Während ich gegen viele Dinge im Gazakrieg (Aushungern der Bevölkerung) bin, sehe ich den Angriff auf den Iran anders. Auf die Meinung meines vor dem Holocaust aus Deutschland geflohenen Bekannten habe ich mich immer verlassen. Vorweg: Er war in der „Peace now“ Bewegung und ging schon damals vor seinem Tod gegen die Rechten in Israel auf die Straße.
An seine Worte muss ich auch jetzt denken: „Viele von uns Juden in Deutschland waren damals so blauäugig, Hitlers Vorhaben (Auslöschung allerJuden) nicht zu glauben. Sie endeten in Auschwitz.
Wenn jetzt der Iran (hat keine Grenzen zu Israel) sagt, er wolle Israel vernichten, dann nehme ich das sehr ernst und wir müssen etwas dagegen tun.“
Ich denke, auch für Europa wäre es übrigens sehr ungünstig, wenn der Iran im Besitz der Atombombe wäre.
Heute am Morgen hörte ich allerdings im Deutschlandfunk den israelischen Historiker Moshe Zimmermann, der aus der gleichen politischen Richtung kommt. Der sah in der Konfrontation hauptsächlich Netanjahus Schuld und meinte, es sei ein großer Fehler, zum augenblicklichen Zeitpunkt den Iran anzugreifen.
Lenchen66 yrsIch denke, Netanjahu geht es darum mit immer neuen Fronten Neuwahlen zu verhindern und damit die ja immer noch anhängigen Verfahren gegen ihn.
Die Absichten des Iran sind klar, die Möglichkeiten nicht so sehr. Allerings ist die Frage, ob sich Israel auf internationale Unterstützung/ internationale Atomkontrolle mit einer irrlichternden amerikanischen Regierung verlassen kann.
T***bDu schreibst: „Die Absichten des Iran sind klar, die Möglichkeiten nicht so sehr“.
Genau! Darum geht es. Hat der Iran erst die Bombe, dann sind nicht nur die Absichten klar, sondern auch die Möglichkeiten.
In Teheran steht jedenfalls schon länger eine Uhr, die die Zeit bis zur endgültigen Vernichtung Israels anzeigt.
Lenchen66 yrsNa, glücklicherweise können auch Islamisten nicht die Zukunft vorhersagen.
Ich weiß nur, dass Radikale jeder Art, sei es in Israel, Russland, Iran, USA oder anderen Ländern mir, je nach Zugriff auf militärische Macht, mir Angst machen. Diese Menschen sind nicht wirklich rational, zu Beginn verführen sie mit "Naturgesetzen" oder "dem gesunden Volksempfinden" oder "göttlicher Ordnung", haben sie einen Gewissen Machtzugang nutzen sie ohne Bedenken Gewalt und Terror.
Es macht mir Angst, wie viele Menschen von den Machthabenden fasziniert sind.
Mich hat, zur Ablenkung, mein Haushalt im Griff und meine mit nichts als Sauerteig, Mehl, Wasser und Gewürzen zubereiteten Brötchen, halbfertig für die nächsten vierzehn Tage.
Glücklicherwiese ist das Geschirr schon geschafft.
T********m
Unabhängig davon, welcher Staat als erster die Atombombe einsetzt, stellt dies eine katastrophale Eskalation dar, die einen globalen Atomkrieg zur Folge haben könnte. Mit zunehmendem Besitz dieser Waffen durch aggressive Wackelkandidaten erhöht sich selbstverständlich die Gefahr.
Die Folgen dürften wohl jedem klar sein, wie Massenvernichtung, langzeitige radioaktive Verseuchung, globale Umweltkatastrophe und am Ende wird dann ein solcher Krieg die internationale Ordnung komplett zerstören und zu Chaos und Anarchie führen.
Obwohl die "globale Gemeinschaft" weiterhin bestrebt ist, sich für die atomare Abrüstung (internationale Atomkontrolle) und eine friedliche Beilegung von Konflikten einzusetzen, bin ich der Auffassung, dass eine Realisierung dieses Vorhabens nicht mehr erreichbar ist.
Wer hat, der hat, die Atombombe wird nicht mehr verschwinden. Darum ist es auch nicht die Frage ob, sondern wann sie eingesetzt wird und von wem ist dabei eher nebensächlich.
Lenchen66 yrsNun, bei allen Befürchtungen, die ich teile, stelle ich fest, dass genau diese Bedrohung seit dem 9.August 1945 dazu geführt hat, dass gerade unser zerrissener Kontinent und unser bis dahin sehr aggresives Land eine lange Zeit der weitgehenden Abwesenheit von Krieg erlebt hat.
Putin ist eher kein Selbstmörder, bei Trump wäre ich mir nicht so sicher.
Alle anderen, selbst China, haben nicht die Möglichkeit zum Overkill, so dass selbst solche Länder wie Nordkorea vor dem Einsatz dieser Waffen zurückschrecken.
Aber eins sehe ich auch. Zu Zeiten des kalten Krieges war das Gleichgewicht des Schreckens "sicherer", wobei dieses Wort hier fast zynisch wirkt.
Jetzt bleibt es nur zu hoffen, dass ein Machthaber dem anderen nicht traut und sich die beiden mit der Möglichkeit die Erde zu zerstören nicht ztusammentun.
Alle anderen würden nur ihr eigenes Land mit Sicherheit zerstören.
14/06/2025: Entry made 14/06/2025 deleted
T********hWas uns bleibt, ist doch die Hilfslosigkeit. Selbst der allerbeste Kommentar wird keinen Diktator erreichen. Diktatoren gibt es ja sehr viele auf unseren schönen Erde. Aber warum sind so viele Menschen so dumm und laufen ihnen hinterher.
K*******uJa, Peter, es wurde mir gemeldet und ich habe gleich in meinem Postfach gesehen das Du kurz hintereinander aus und wieder eingetreten bist und uns war klar das es ein versehen war. " Tun wir als hätten wir es nicht bemerkt" habe ich Bernd geschrieben, dem alten Werbespruch im Gedächtnis, aber der Liebe hat es nun ja doch gepetzt, jetzt tue ich wohl besser mal so "als hätte ich es nicht bemerkt", soll ja keine "unendliche Geschichte" werden !
16/06/2025: Entry made 16/06/2025 deleted
16/06/2025: Entry made 16/06/2025 deleted
T********hSchön, das es bis auf diesen schlimmen Übergriff doch eine gute Demonstration war.
Franz, bist du auf dem Bild drauf?
Ich möchte ja auch mal bei einem kleineren CSD mal mitmachen.
Vielleicht klappt es ja.
K*******uNein, ist ein zufällig gefundenes Bild. Wir konnten diesen CSD nicht dabei sein weil wir zu einer Geburtstagsfeier eingeladen waren zu der wir schon kurz nach 14h aufbrechen mussten. Wenn es klappt sind wir am Sonnabend in Oldenburg dabei, vielleicht sehen wir uns ja !
U*****mHeute habe ich für meinen älteren Freund versucht, seine Gasrechnung zu verstehen. EPRIMO hat eine Rechnung gesendet, in der alles durcheinander geht. Ct/kwh, Abrechnung nach Tagen, Kubikmeter, unterschiedliche Zeiträume mit veränderten Basispreisen, Brennwertkennziffer und Z-Zahl (die nicht erklärt wird), alles in allem eine Zumutung. Mithilfe einer selbstgeschriebenen Exceltabelle ist es mir dann gelungen, alles aufzuklären.
Kundenfreundlich ist eine solche Abrechnung nicht. Mich wundert es nicht, dass viel Leute an solchen Rechnungen verzweifeln.
Habt ihr auch solche Erfahrungen?
K*******uIch vermute, das müsste auch wer sich damit auskennt erst die Rechnung sehe, bevor er dazu etwas sagen kann. Es gibt bestimmt viele unterschiedliche Systeme bei den Abrechnungen und die meisten Kunden werden genau so ihre Probleme haben wie Ihr. Konkret zu Eurem Fall werden wahrscheinlich nur Verbraucher-Schützer helfen können.
Lenchen66 yrsIch wünsche Euch allen ein schönes Wochenende uind überlege, ob ich zu einem der CSDs, entweder in Eberswalde oder in Marzahn, gehe. Ich habe aber gleichzeitig Angst davor. Bei beiden gibt es Gegendemonstratioinen.
T********m
Ich gehe generell auf keine größeren Veranstaltungen mehr.
Die Welt ist dafür mittlerweile viel zu aggressiv (gefährlich) geworden.
Besonders, da es für mich den Anschein hat, dass es immer mehr Menschen gibt,
deren Oberstübchen nicht ausreichend möbliert ist und somit "denitiv Dezifize" vorliegen.
T********hLeider bekam ich heute früh um 5 Uhr 30 auch schon zu hören, das es auf dem CSD in Oldenburg zu gefährlich sein könnte.,
Aber wenn wir nicht hin gehen freuen sich unsere Gegner und Oldenburg wird ja nicht als gefährlich ein gestuft.
Lenchen66 yrsJa, dass sehe ich auch so. Ich werde wohl, wieder, zum Marzahn Pride gehen und die russisch-ukrainsch gemischte Gemeinschaft unterstützen...
T********hDer CSD in Oldenburg war sehr gut. Habe mich über die vielen Teilnehmer gefreut.
Lenchen66 yrsAuch bei dem Marzahn Pride waren viele Menschen, mehr als in den letzten Jahren. Prima.
T********hGut das du hin gegangen bist Lenchen. Es ist meiner Meinung nach Zeit das wir uns zeigen.
K*******uDas ist völlig richtig ! Rolf und ich waren auch dabei in Oldenburg und habe noch ein Hetero-Ehepaar bei dem wir letztes Jahr Trauzeugen waren mitgenommen. Die waren auch begeistert von dem was dort los war. Wir waren gegen 12h auf dem Schlossplatz wo kurz nach 13h die CSD Parade wieder mit über 10.000 Menschen startete. Leider konnte ich da unseren Community - Freund Wemkendorf nicht treffen, der erst später dazu gekommen ist, wie ich hörte, und es hat auch nicht geklappt das wir uns später auf dem Platz gefunden haben.
Was ein kleines Problem war an diesem Tag war die Hitze und ich glaube sonst wären noch mehr Menschen in Oldenburg unterwegs gewesen. Aber es war wie immer eine entspannte Stimmung dort und Etwas woran einige Anstoß nehmen könnten habe ich auch kaum gesehen. Menschen wie Du und ich, Verbände, Firmen, sogar eine christliche Gruppe gingen bei der Parade gutgelaunt mit. Protest gab es nur von einer wohl evangelikalen Gruppe die am Rande der Parade Protestschilder zeigte. Vorsichtshalber waren da auch Polizisten im Einsatz zum Schutz. Es gab zwar Protestrufe von den Teilnehmern der Parade aber so weit ich weiß keine Zwischenfälle.
K*******uNun sieht es wieder mal so aus, dass wir uns nicht nur mit eigenen Angelenheiten wie dem CSD beschäftigen sollten. Die USA sind heute Nacht mehr oder weniger in den Krieg gegen den Iran eingestiegen und haben ihre "bunkerbrechenden" Bomben eingesetzt. War da nicht was von einer Zwei-Wochen-Frist oder zähle ich falsch, sind die schon rum ? Aber egal, Trump hat es jetzt getan und man wird sehen was daraus folgt.
T***bHat doch etwas mit dem CSD zu tun. Den gibt es nämlich in Israel, während im Iran aufgehängte Schwule am Kran baumeln.
K*******uMan hört da meistens von der großen Schwulenszene in Tel Aviv, arden. Wo die Orthodoxen oder Siedler den Ton angeben ist das wohl für Homosexuelle keine Gegend wo man sein sollte, auch wenn die Gleichberechtigung laut Gesetz überall gegeben sein sollte. Traurig das sich da orthodoxe Juden und Islamisten einig sind, aber ist hier ja auch nicht anders, Evangelikale und andere konservative Christen stimmen was uns betrifft ja auch mit Denen überein und mit der AfD und deren Anhänger.
Created22/06/2025edited once T********hDa mag man gar nicht drüber nachdenken.
Warum sind Menschen so grausam zu Ihresgleichen.
Lenchen66 yrsEs mag ja ein Zufalls ein, dass die israelische Regierung sich gerade am Tag des geplanten Tel Aviv Pride zum Angriff auf den Iran entschloss, aber dass führte dazu, dass der Pride nicht stattfinden konnte.
Das Eingreifen der Amerikaner führt dazu, dass die übrigen israelischen Geiseln mit ziemlicher Sicherheit nicht frei kommen.
T***bSo schmerzlich es ist. Solche Entscheidungen sind bitter. Aber der größte Teil der Israelis war für das Eingreifen im Iran. Viele von denen sind sonst gegen Netanjahu. Abgesehen davon könnten die Homosexuellen im Iran auch mal einen Hauch von Solidarität (oder wenigstens Mitgefühl) von uns ganz gut gebrauchen.
Lenchen66 yrsDas Mitgefühl habe ich und ich denke, die queeren Israelis ebenso. Es ist halt nicht alles schwarz oder weiß.
K*******uWenn ich mich erinnere, dass es schon ein mulmiges Gefühl war wenn man an homosexuelle Handlungen dachte in der ersten Hälfte der 60er Jahre als man dafür noch vor Gericht kommen konnte, wie muss man sich da wohl fühlen wenn Schwule an Baukränen aufgehängt wurden, da ist mein Mitgefühl mit den Menschen im Iran die wie wir sind auch sehr groß !
T***bSchade, schade, schade! Ich bin ich echt traurig, dass die Aktion der Amerikaner im Iran anscheinend nicht so wirkungsvoll wie erhofft war.
Dabei habe Ich oft genug erklärt, dass ich kein Freund von Trump oder Netanjahu bin. Aber noch viel mehr bin ich gegen diese religiösen Fanatiker im Iran. Neben allen anderen, die künftig unter den Auswirkungen dieser anscheinend nicht vollends gelungenen Aktion der Amerikaner zu leiden haben, muss ich an die Homosexuellen im Iran denken.
Während hier im Forum darüber diskutiert wird, ob Hunde als Fetisch beim CSD angemessene Begleiter sind, werden die Schwulen im Iran an Hundeleinen durch die Folterstätten geführt. Denen hätte ich als Begleiterscheinung des Einsatzes einen Regimechange und ein damit verbundenes Ende des durch die Mullahs verursachten Leids von Herzen gegönnt.
Und noch einmal zur Klarstellung: Ich kann der in Teilen rechtsextremen Regierung in Israel die Handlungsweise im Gazastreifen nicht verzeihen und verurteile die Vorkommnisse dort mit aller Entschiedenheit. Aber zur Wahrheit gehört ebenso, dass auch die Hamas die Möglichkeit hätte, das Leiden ihrer Bevölkerung sofort zu beenden.