Lenchen66 yrsWie ich ja an anderer Stelle schon geschrieben habe bin ich Fördermitglied im Fuß e.V.
Warum ich den gesucht und ihm beigetreten bin habe ich gerade wieder gemerkt, als ich die Wuhle, einem kleinen Fluss, entlang über den kombinierten Fuß- und Radweg, ungefähr 1,5 m breit, zum Einkaufen gegangen bin.
Seit ich drei mal einen blauen Arm hatte, weil von hinten kommende Radfahrer mit hoher Geschwindigkeit zu knapp an mir vorbei fuhren laufe ich wie auf Landstraße konsequent links. Seit dem hatte ich dieses Problem nicht mehr, aber ein bis zwei, seltenere, andere.
So ging ich heute auf einen anderen entgegenkommenden Fußgänger zu, der rechts lief und dem ich selbstverständlich auswich. Das wiederum löste ein wildes Klingeln und den Hinweis aus, dass ich mich schon entscheiden müsste... Ich vermute, wenn der mir entgegenkommende Mensch ausgewichen wäre, wäre dieser wohl überfahren worden.
In zwei anderen Fällen fuhren mir Menschen auch mit Elektrorad bis zwischen die Beine und wiesen mich auf das Rechtsfahrgebot in Deutschland hin. Also Fußgänger fahren neuerdings und auf "unbotmäßiges Verhalten steht körperliche Drohung und im Wiederholungsfall vermutlich auch das Rammen.
Heute morgen kamen mir dann noch zwei Damen auf Rädern sich angeregt unterhaltend zu. Die eine wich mit einem süffisanten "Danke!" vor die andere aus, was die erst links fahrende dazu brachte ihrerseits nach rechts zu ziehen und mich zu bedrängen. Als ich mich daraufhin bedankte wurde ich mit "Wenn Sie auf der richtigen Seite laufen würden gäbe es diese Probleme nicht." belehrt. Nun, für mich ist der Unterschied, ob ich nach rechts oder links von Weg gedrängt werde eher gering.
Ich sehe Fahradfahrende nicht als Problem an. Aber dieses Recht des Stärkeren, was in einigen Fällen zwischen Autofahrenden und Radahrenden, aber auch zwischen zu Fuß Gehenden und Radfahreden aber auch zwischen Einzelnen dieser Gruppen untereinander passiert finde ich bedenklich.
Wie seht Ihr das und wie sind Eure Erfahrungen im öffentlichen Raum?
T********hDa ich sehr viel mit dem Fahrrad unterwegs bin, erlebe ich auch so einiges. Probleme mit Fußgängern habe ich selten, weil ich eben Rücksicht auf Schwächere nehme. Es gibt ja jetzt viele Fußwege die für Radfahrer frei sind. Da muss ich ja sowieso besonders Rücksicht nehmen. Oft habe ich erlebt, wenn 2 Leute nebeneinander gehen und ich klingele, geht der Linke nach rechts und der Rechte nach links. Aber da stelle ich mich drauf ein.
Die meisten Autofahrer sind ja auch rücksichtsvoll. Leider bleibt da aber noch ein hoher Prozentsatz die es eben nicht sind. Wenn diese jedes mal hören würden das ich Arschloch sage, gäbe es wohl andere Probleme.
Lenchen66 yrsJa, lieber Wemkendorf, es ist wirklich nur ein kleiner Teil jeder Gruppe, die Arschlöcher sind...
Bei mir hören die Radfahrenden was ich denke, wobei ich selten "Arschloch" sage, da ich die juristischen Auseinandersetzungen nicht möchte*lächel
Aber die Reaktionen, wenn ich mal wieder, und es passiert selten, von hinten mit fünf Zentimeter Abstand und hoher Geschwindigkeit überholt werde mich entschuldige, dass ich so nah am Radfahrer gehe und nicht im Gebüsch sind schon interessant...
Es reicht von einem sanften "Sie sind einfach zu schreckhaft" zu "Stell Dich nicht so an, Du Votze" oft mit dem Zusatz "Dann lauf halt nicht auf einem Radweg." Wohl gemerkt, es handelt sich um seltene Vorfälle aber immer noch um einen gemeinsamen Fuß- und Radweg.
T***bAuch ich bin sehr viel mit dem Rad auf gemeinsamen Fuß- und Radwegen unterwegs. Bis auf geringe Ausnahmen ist die Atmosphäre zwischen Radfahrern und Fußgängern entspannt und von gegenseitiger Rücksichtnahme gekennzeichnet.
Hamburg ist sehr tolerant und mir gefällt auch der gute Umgangston der Einheimischen gegenüber Ausländern und Migranten im öffentlichen Nahverkehr.
Lenchen66 yrsSelbst hier im sich gerne raubeinig gebenden Berlin ( wie wohl alle Hauptstädte ) ist der Umgang meist vollkommen normal und wertschätzend.
Aber dann doch wieder Erlebnisse wie an den beiden letzten Tagen:
Auf meinem Weg zur Arbeit frühmorgens kommt mir ein Fahrrad entgegen, dass mich schon aus 200m Entfernung blendet wie wenige Autos es können. Zufällig begegnen sich der Fahradfahrende und ich an den zur Entschleunigung gebauten Bügeln, die ich als Erste erreiche, was mir beiseite tretend die Gelegenheit gibt die Bitte zu äußern: "Bitte senken Sie Ihre Beleuchtung etwas. Sie blendet sehr Stark. Ich würde gerne noch etwas sehen, nachdem Sie an mir vorbei sind." Mit der Antwort: "Dann schau halt nicht hin. Das ist hier ein Fahrradweg. Verpiss Dich einfach, Du Arschloch." hatte ich so nicht gerechnet, die der Fahradfahrende mir weiterfahrend zubrüllte. Seine Beleuchtung bestnd aus einer Leiste mit geschätzt zehn starken LEDs, die ihre blendende Wirkung erst etwa einen Meter vor mir einbüßten...
Heute morgen bin ich erschrocken in das Beet gesprungen, als ein Fahrradfahrender auf dem ungefähr einen Meter fünfzig breiten Weg zwischen zwei schneller als ich Gehenden und mir mit hoher Geschwindigkeit durch zu fahren. Die Fußgänger hatte ich gehört, das Rauschen des Fahrrads erst kurz bevor ich es sah. Vor mir war der Weg ungrfähr hundert Meter frei und mich umwendend sah ich auch keine Person, weder zu Fuß oder auf dem Fahrrad. Ein kurzes etwas langsamer fahren hätte diese Situation ohne Probleme verhindert...
Es handelt sich wie gesagt immer wieder um Begegnungen auf einem kombinierten Fuß- und Radweg.