Wenn der Ehepartner ein Pflegefall wird

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7 answers in this topic
K*******u
Da wir hier in unserer Community auch viele ältere Mitlglieder haben, möchte ich heute mal einen kurzen Überblick geben wie es aussieht wenn man verheiratet ist und der/die Partner*in ein Pflegefall wird und man nicht zu Hause pflegen kann also in einem Heim untergebracht werden muss. Ich habe hier auf den blauen Seiten ja schon oft von Partnerschaften mit großen Altersunterschieden gelesen und denke da an Leute, wo der Partner (wie bei mir selbst auch) noch berufstätig ist.

Da machen Leute denken, es wär so wie bei Eltern oder Kindern das bei Jahres-Einkommen bis 100.000 Euro diese nicht für Pflege/Heimkosten herangezogen werden, möchte ich hier mal erwähnen das dies auf Ehepartner nicht zutrifft. Ich gebe mal das Beispiel wenn der Ehepartner noch berufstätig ist und eine (heute etwa durchschnittliches) Monatseinkommen von netto 2.500 € hat, wird eine Garantiesumme zum Selbstbehalt vom aktuellen Sozialhilfesatz zuzüglich Miete und Heinzkosten/Nebenkosten und Versicherungen angerechnet, welche die Soziaalämter festlegen.

Es gibt da keine genaue gesetzliche bundeseigene Regelung aber es kann durchaus so sein, dass in einem solchen Fall der Ehepartner an die 1000€ als Beteiligung an Heim und Pflegekosten zahlen müsste. Ich denke daher, dass dies auch ein Punkt ist den man umbedingt mit bedenken und vor Allem darüber informiert sein sollte bevor man eine Ehe eingeht. Eine Ehechließung wird ja manchmal als so romantisch angesehen, aber es ist auch ein Vertrag mit Rechten und Pflichten, das sollte man nie vergessen.


PS: Ich habe hier, damit es nicht zu kompliziert wird, nicht von Selbstzahlung bei vorhandenem Eigenkapital oder Immobilien geschrieben, da gibt es auch nur ein Schonvermögen von 10.000 €, also bei einem Ehepaar von 20.000€. Darum, Leute, wen Ihr heiraten wollt, nicht nur an die schöne Feier sondern auch an die Folgen denken !
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E*******e
Danke für die Aufklärung, Franz. Wobei man ja die Konzequenzen und Folgkosten bei jeder langfristigen Entschheidung bedenken sollte.
K*******u
Ja, das ist richtig Peter, aber manchmal ist ja der Verstand wo anders...
Was ich natürlich nicht von unseren Mitgliedern hier denken würde, wer hier mitmacht hat ja meistens schon einige Lebenserfahrung. Trotzdem würden mich natürlich Rückmeldungen sehr freuen, weil ich damit auch sehen kann ob sich die Mühe lohnt hier zu Fragen der finanziellen Absichewrung im Alter oder auch bei schwerer Krankheit zu versuchen ein bißchen Rat zu geben. Jeder kann schließlich schnell von so Etwas betroffen sein, und hier wird doch sicher niemand an "forever young" glauben !
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B*********m
Wenn ich aus tiefsten Herzen die Verantwortung für meinen Partner übernehmen will und er für mich, dann sind solche Überlegungen überflüssig.
Natürlich stehe ich auch im Fall der Fälle für meinen Partner ein.
Auch finanziell. Das sollte selbstverständlich sein.
E*******e
@Funky-Fresh: Diese altung ist sehr lobenswert. Aber das kann eben nicht jeder Partner. Dann muss man sich von woanders Hilfe holen. Da sind dann natürlich so Tipps wie von Franz schon hilfreich.
K*******u
Das ist ja im Prinzip auch richtig was Du schreibst, aber wenn z.B. ein Partner nicht so gut verdient das es für 2 reicht wenn dem Anderen etwas passiert, macht das Beide unglücklich. Ob man "Zusammenschmeißen" kann, da geht es eben nicht nur um die romantische Hochzeit, das ist eben nicht nur eine Herzensangelegenheit. die Finanzen müssen auch stimmen, Funky-Fresh. Das Leben ist teuer heutzutage und die "Besserverdiener" sind wohl eher eine Minderheit in diesem Land.
B*********m
Klar, aber wie soll das Problem gelöst werden ? Bis jetzt höchstens dadurch, dass man NICHT heiratet ? Das wäre ein ziemlich merkwürdiger Tipp finde ich.
K*******u
vielleicht merkwürdig, aber in manchen Fällen ist es besser nicht zu heiraten, da man schnell in eine Kostenfalle geraten könnte.
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