K*******uDer neue, von der Trump Administration kommende Plan bedeutet wohl nichts Gutes für das durch den Angriffskrieg Rußlands so unter Druck stehende Land. Ein unter diesen Bedinungen zustande gekommener Waffenstillstand kann bei dieser einseitigen Bevorteilung Rußlands doch in der Ukraine nicht zur Ruhe führen und gibt auch Europa keine Sicherheit, dem selbst ernannten "Friedensstifter" Trump scheint das egal zu sein. Wie seht Ihr das ?
Lenchen66 yrsIch sehe es genau so wie Du, lieber Franz/ Snoopi-El.
Diese so genannte Verhandlungsgrundlage soll ja nicht mal nur einen Waffenstillstand begründen, es soll ein Friedensplan sein.
Ich kann nur an die Politik des sogenannten Appeasments von Chamberlain gegenüber Hitler erinnern.
Es zeigt mir nur, dass wir Europäer endlich aufwachen müssen aus dem Traum, dass wir unter dem Schutz der USA stehen, die ja die demokratischen Werte und die Freiheit unweigerlich verteidigen.
Wenn wir Werte vertreten müssen wir das selbst tun. Wir müssen uns in jeder Hinsicht auf unsere Stärken und unsere mögliche Einigkeit verlassen.
Das heißt für mich weitere Unterstützung der Ukraine und Stärkung ihrer demokratischen Kräfte auch ohne die USA.
Es heißt für mich digitale Unabhängigkeit von den USA und auch China.
Das sind schwierige Forderungen, aber überlebenswichtig in meinen Augen.
K*******uJa, genau so ist es wohl, Lenchen, aber wie Du auch sagst, ungeheuer schwierig weil ja zu der digitalen Unabhängigkeit auch eine gewisse Unabhängigkeit von den Rohstofflieferanten kommen muss. Da hat uns die Abhängigkeit von einem Land das Europa mit einem Angriffskrieg in den Rücken gefallen ist, schon so gewaltigen Schaden zugefügt und Umstellungen erforderlich gemacht, wo noch gar nicht gesagt ist, wie unser Land das verkraften kann und wie Kompensation möglich ist.
T***b
Auch ich wünsche mir einen sofortigen Frieden für die Ukraine, glaube aber nicht daran. So können wir nur hoffen, dass die Ukrainer weiterhin so tapfer die Russen bekämpfen.
Denn danach wird es ernst für uns. Putin nimmt uns nicht für voll, da er dem Westen kampfmäßig nichts zutraut. Meine Altersgruppe wird auf der Zielgeraden mit Konflikten und Problemen konfrontiert, mit denen wir niemals mehr gerechnet hatten.
Wer damals nicht nach Westberlin ausgewichen ist, der war bei der Bundeswehr, denn den Dienst an der Waffe zu verweigern, war nicht angesagt und blieb unseren altersmäßigen Nachfolgern vorbehalten.
Das ist jetzt vorbei, denn unserem Land bleibt nichts anderes übrig als schnellstens wehrtüchtig zu werden. Darin sehe ich für die nahe und die fernere Zukunft die einzige Chance, Putins Absichten zu begegnen.
Der setzt bei seiner Strategie auf den verweichlichten Westen. So werden die jungen Leute im befreundeten Europa und in unserem Land bald die Chance erhalten, zu zeigen, dass Putin falsch liegt und sie aus einem anderen Holz als von ihm erwartet geschnitzt sind. Abschreckung ist nach meiner Auffassung auf Dauer die einzige Möglichkeit für uns, weiter im Frieden zu leben.
Lenchen66 yrsIch stimme Deinen Worten mit großen inneren Widerständen zu, lieber Arden.
Ich war selbst widerwillig bei der Bundeswehr, habe danach verweigert und noch fünf Monate Zivildienst nach 15 Monaten Wehrdienst geleistet. Als ehemaliger Soldat musste ich die eigentlich abgeschaffte "Gewissensprüfung" noch machen.
Das schlimme ist, dass Putin wie Stalin oder Hitler denkt, also in militärischer Stärke und "männlicher" Kraft.
Wenn er es schafft, die Ukraine wie auch immer unter seine Kontrolle zu bekommen, als Vasallen oder als russisches Gebiet wird er dort nicht halten. Er sieht es als russisches Recht an die Gebiete des ehemaligen Warschauer Pakts zu kontrollieren.
Auf die USA können sich die Staaten Europas und der Nato nicht verlassen, solange Trump dort regiert und auch ohne ihn ist die Unterstützung fraglich.
Sicherheit kann Europa nur aus eigener Kraft und Einigkeit gewinnen.
Der atomare Schutz muss von Frankreich und Großbritannien geleistet werden.
Digitale Sicherheit muss gemeinsam erarbeitet und von den USA und China unabhängig werden.
Konventionelle Verteidigung muss auf europäischer Ebene organisiert werden.
Innerhalb Europas müssen Ungarn und Serbien besonders beobachtet werden.
Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass wir unsere demokratischen Rechte nicht für eine "Kriegstüchtigkeit" opfern, sonst gewinnt das Denken Putins und ähnlicher Menschen auch ganz ohne Kampf.