Tagebuch für den Monat Dezember 2025

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13 answers in this topic
K*******u
Guten Morgen liebe Freunde des Forums unserer Community !

Nun sind wir schon wieder beim letzten Monat dieses Jahre angelangt. Es war nicht nur mit der Übernahme der Community durch mich ein Jahr "das es in sich hatte". Ihr habt vermutlich Alle gelesen, dass ich am 15. August mit meiner schönen Wohnung von einem Großbrand betroffen war.

Waren es in der ersten Hälfte dieses Jahre mehrere Trauerfälle die mir zusetzten, kam der Verlust von meinem Zuhause von einer Minute zur Anderen dazu. Inzwischen bin ich dankbar, dass ich "Glück im Unglück" hatte und dank einer guten Wohnungsbaugesellschaft und einer genau so guten Versicherung wieder eine gemütliche Wohnung nicht weit von meiner Bisherigen habe und der materielle Schaden sich in Grenzen gehalten hat.

So will ich mal versuchen, mit Mut und Zuversicht in das Neue Jahr zu kommen, aber ich hoffe, wir haben hier im Forum noch ein paar gute Unterhaltungen mit denen wir das Jahr als erfolgreich für unsere Community abschließen können, mir persönlich würdet ihr damit auch ein Geburtstagsgeschenk machen, da bei mir nun in diesem Monat die 8 an die erste Stelle des Datums kommt.
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Jelaengerjelieber58 yrs
Huch,schon die 8 an erster Stelle! Keine Angst, ich liebe Dich trotzdem! Auch wenn bei den jüngeren heutzutage alte Männer verpönt sind! Hatten schon harte Diskussionen darüber ! In Frankfurt war hart! Junge Leute halt!
Jelaengerjelieber58 yrs
Nun habe ich erst mal frei! Innerhalb 1,5 Wochen 20000 Rosen geschnitten und getopft! Neuer Rekord! Nächste Woche noch 1 Tag arbeiten und dann ist Weihnachtsferien für mich!
E*******e
Das Jahr 2025 war für mich sehr wechselhaft. Seit Ende 2024 engagiere ich mich mehr hier bei AaA. Seit einigen Monaten bin ich nun Co-Admin, wofür ich Franz dankbar bin und stolz darauf bin, auch wenn wir durchaus schhin mal unterschiedlicher Meinung sind und es auch schon mal "knallt". Mir ist natürlich auch bewusst, dass nicht alle mit mir glücklich sind.

Auf familiärer Sicht ist das Jahr eins mit vielen Sorgen, besonders um meine Mutter, deren Alzheimer Erkrankung immer schlimmer wird und es auch immer schwieriger wird, sie zum essen zu bewegen, was natürlich auf Dauer zu starker Gewichtsabnahme führt. Darunter leidet mein Vater natürlich noch mehr als ich, weil er eben mit ihr zusammenlebt und ich eine eigene Wohnung habe.

Beruflich war es ein spannendes Jahr. Ende August ist meine Abteilung in ein anderes Gebäude gezogen, in das ich wegen meiner Behinderung (Rollstuhlfahrer) nicht mit umziehen konnte. Das Verrückte ist, dass ich stellentechnisch immer noch zu der alten Abteilung gehöre. Aber seit Freitag zeichnen sich neue Perspektiven mit neuen Aufgaben ab, die mich sehr glücklich machen würden. Es ist nämlich so, dass ich da, wo ich jetzt bin sehr gerne bin.
Lenchen66 yrs
Ja, dass mit den endgültigen Abschieden von lieben Menschen häuft sich mit dem Alter. Das nimmt auch in meinem Leben Fahrt auf.
Aber auch der Abschied von geliebten Aktivitäten wie der von mit geleiteten Wandergruppe, der sich abzeichnet, die wohl nach dreißig Jahren bestehen und zehn Jahren mit von mir geführten Touren eine Ende finden wird schmerzt.

Ich gebe zu, dass auch die weltweite politisch-gesellschaftliche Entwicklung hin zu überwunden geglaubten "starken" Männern als Verantwortlichen macht mir persönlich zu schaffen.
Das äußert sich ja auch ganz konkret im Alltag, in dem das angeblich Sagbare aber auch die Taten immer extremer werden, während die wirklichen Bedrohungen durch Klimawandel ignoriert oder lächerlich gemacht werden.

Das Gefühl, dass die Menschen sich in Gruppen von Nationalität und Identität flüchten und nur noch "Gleiche" als richtig angesehen werden lässt mich wirklich heimatlos zurück.
K*******u
Ja, Lenchen, "heimatlos" ist da ein Begriff,  den ich in dieser Hinsicht auch für meine Empfindungen gebrauchen könnte. Man hat an so Viel geglaubt und sich auch engagiert, es war auch richtig und Vieles stimmt auch heute noch, nur es spielt heute keine oder kaum noch eine Rolle mehr für viele Menschen, auch wenn es eine besserer Weg wäre als diese Aufspaltung in der man sich flüchtet.
Lenchen66 yrs
Danke, Dein Verständnis und Dein Verstehen tun mir richtig gut.
E*******e
@Lenchen: Wenn Du mit "Verabschieden von lieben Menschen" meine Mutter meinst, muss ic gestehen, dass ich da sehr zwiegespalten bin. Einerseits wäre es ja eigentlich sehr schön, noch ein paar Jahre mit ihr zu haben. Aber ich sehe eben auch die Situation für meinen Vater, der ja wie schon erwähnt mit ihr (noch) zusammen wohnt. Für ihn ist die Situation sehr belastend, weil es eben auch immer wieder zu unberechtigten Vorwürfen von ihr an ihn kommt oder er eben Dinge, die eigentlich klar sein müssten, immer wieder langwierig erklären muss. Ic wäre ja dafür, sie in eine Tagesgruppe zu geben, in der sie einige Stunden Beschäftigung hat. Das würde ihn zumindest mal entlasten. Heute meinte er zum ersten Mal, mal sehen, wie es nächstes Jahr weitergeht.
E*******e
Nationalität und Identität:

Ich hoffe mal, dass ich mit dem, was ich jetzt hier schreibe nicht in die rechte Ecke gestellt werde.
Im Gegensatz zu einem Teil der Gruppe empfinde ich es schon als wichtig, dass in Deutschland immer die Deutschen ohne ausländische Vorfahren dominieren. Welche Konflikte es jetzt schon zwischen den von einigen als "Biodeutschen" bezeichneten und Deutschen mit Migrationshintergrund gibt, sieht man ja manchemal jetzt schon. Es gibt eben in einigen Bereichen teilweise grundlegend andere Ansichten zwischen beiden Gruppen.
Wenn ich mir dann auch noch vorstelle, dass es eine Bundesregierung mit einem deutlich größeren Muslimenanteil als bisher gibt, wird mir schon mulmig.
Ich habe durchaus auch den einen oder anderen muslimischen Bekannten, mit dem ich mich gut verstehe. Bin also in der Richtung durchaus offen.Aber wenn ich mir vorstelle, dass Regierungsmitglieder auch Angehörige haben, die den Minister/die Ministerin beeinflußen wollen, verstehe ich schon, dass es Deutsche gibt, die glauben, dass sie sich gegenüber den ausländischen Mitbürgern abgrenzen müssen.
K*******u
Wenn wir hier fortfahren würde ich es in einem neuen Thread überführen, Peter !
Lenchen66 yrs
Gestern war ich mal wieder wandern, das letzte Mal in diesem Jahr mit meiner Wandergruppe. Wie jedes Mal im Dezember ging es zu einem kleinen, besonderen Weihnachtsmarkt. Etwas angespannt durch einen transfeindlichen Angriff im realen Leben und einem im Internet war ich ziemlich enttäuscht nur zwei Mitwandernde vorzufinden, auch wenn ich die beiden sehr schätze.
Aber diese beiden besonderen Menschen, ein langjähriger Freund, der sich ebenso wie ich sehr für Architektur und Politik interessiert und ein junger russischer Arzt, den ich erst letzten Monat zusammen mit seinem trans männlichen Freund aus Georgien kennen lernen durfte, der ebenfalls diese Interessen teilt, hatten mich schon bald wieder aus meiner Wut heraus geholt.
Es ging durch ein Viertel, dass sich "die rote Insel" nennt, weil es zwischen drei Bahngleisen liegt und vor dem Krieg durch Sozialdemokraten und Kommunisten geprägt war. Doch auch Marlene Dietrich ist dort geboren worden und Hildegard Knef hat dort zeitweise gelebt.
Unser Hauptziel war aber der Tower des ehemaligen Flughafens Tempelhof, an dessen Fuß seit letztem Jahr ein kleiner Weihnachtsmarkt stattfindet. Der Blick vom Tower auf die Stadt war bei Sonnenschein einfach wunderbar.
Neue emotionale Herausforderungen brachte aber eine seit 2022 bestehende Gedenkstätte, von der ich zwar gelesen, die ich aber bei der Vorwanderung übersehen hatte. Es handelt sich um die
Gedenkstätte NS-Zwangsarbeit für die Evangelische Kirche auf dem Gelände des Friedhofslagers Berlin-Neukölln an der Hermannstraße. Es ist immer wieder erschreckend, wenn eine mir unbekannte von über 1000 Zwangsarbeiterlager in Berlin, die heute nachgewiesen werden können, sichtbar werden. Auch in dem Wissen, dass durch die Verdrängung nach dem Krieg nicht alle Lager bekannt sind.
Spannend war es, mit dem Russen, der auch den Faschismus im Stalinismus gespiegelt sieht, den Schmerz am eigenen Land zu teilen und zu erleben, dass die Ideen, die dahinter stehen überall noch sehr lebendig sind. So war dieser zuletzt doch wunderschöne Tag auch ein Wechselbad der Gefühle.

https://www.neukoelln-evangelisch.de/handeln-helfen/zwangsarbeiterlager-hermannstrasse
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K*******u
Ich hoffe, ihr habt wenigstens einen schönen, bosonderen Weihnachtsmakrt erwischt, Lenchen !
Lenchen66 yrs
Der Weihnachtsmarkt war klein, aber schön. Danke Dir.
DerkHH81 yrs
Monatelang bin ich zur Physiotherapie gegangen und es hat geholfen. In der vorletzten Stunde bin ich bei Geichgewichtsübungen nach hinten gekippt und mit dem Kopf auf einen Hocker geknallt. Nun stehe ich wieder am Anfang. Körperlich ist alles ok, aber die Psyche will nicht.
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