Lenchen66 yrsIch stelle hier mal die gleiche Frage wie zu "Zuhause".
Die beiden Begriffe sind sich ja durchaus ähnlich aber doch sehr unterschiedlich. Wie ich im anderen Thema bemerke verbindet wir ja mit dem Wort Zuhause nicht unbedingt Verteidigung, mit Heimat schon.
Heimat kann aufgrund der Vorgeschichte auch problematisch sein, Zuhause fühlen wir uns nur, wo Probleme durch uns beeinflussbar und lösbar sind.
Heimat umschließt Menschen, die wir nicht persönlich kennen, Zuhause fühlen wir uns nur mit Menschen die wir kennen und im beten Falle schätzen.
Heimat sehen wir je nachdem als Staat, Region, Stadt oder Dorf, könnten aber auch die Welt als Heimat ansehen oder Europa.
Heimat kann kulturell, räumlich oder über Ähnlichkeiten definiert werden, Zuhause ist ein eng begrenzter und geschützter Raum.
Was ist für Euch Heimat?
K*******uIch hab mir mal erlaubt zu googeln und KI nach dem Unterschied gefragt, da kommt auch eine interessante Antwort, Lenchen, allerdings ich glaub so ganz mit Deiner Definition stimmt sie nicht überein und mit Dem wie ich es sehe auch nicht :
Heimat ist ein tiefes, emotionales Gefühl der Zugehörigkeit, Herkunft und Geborgenheit, oft verbunden mit Kindheit, Kultur, Landschaft und vertrauten Menschen, das über einen konkreten Ort hinausgeht und auch ein „Wahlheimat“ sein kann. Zuhause hingegen bezeichnet meist den physischen Ort, an dem man gerade wohnt – eine Wohnung, ein Haus – wo man sich wohlfühlt, aber nicht unbedingt verwurzelt ist, und es kann auch ein vorübergehender Ort sein. Kurz gesagt: Heimat ist das Herz, Zuhause ist das Bett.
Created23/12/2025edited 3 times Lenchen66 yrsJa, lieber Franz, die Antwort der KI gibt wohl nur ein Ideal von Heimat vor und definiert Zuhause nur sehr eingeschränkt.
Für mich ist klar, ich bin tief in der europäischen Kultur und auch dem Lebensraum verwurzelt obwohl ich an vielen Aspekten eben dieser Kultur leide.
Ich weiß, für viele ist es provozierend, aber für mich ist Rassismus, Kolonialismus, patriarchales Denken und kulturelle Überheblichkeit Teil der europäischen und deutschen Kultur.
Vielleicht ist sie es Teil auch anderer Kulturen. Das macht es aber keinesfalls besser. Kein Kontinent oder Gruppe von Staaten hat die Welt so mit Gewalt überzogen wie unserer.
Und oft hat Europa dieses Denken exportiert.
Created23/12/2025edited once K*******uIch will das überhaupt nicht in Zweifel ziehen, Lenchen, wenn man nicht "auf einem Auge blind ist" sieht man ja auch das nichts von Dem was Du anführst wirklich verschwunden ist, allerdings Konolialismus sehe ich bei den Europänern nicht mehr so aber dafür gerade in den Trump-USA, die Frage ist nur, ist es gut wo wir dringend ein stärkeres Europa gebrauchen, dass wir uns mit der Beschäftigung mit unserer Vergangenheit selbst herabziehen.
Gerade weil ich Menschen die wirklich ein rassistisches Denken hatten gekannt habe, bin ich sehr vorsichtig damit die Begriffe "Rassist" oder "rassistisch" zu gebrauchen. Wenn es inflationär wird befürchte ich, dass es entweder niemand mehr ernst nimmt oder das es nicht nur eine verbale Auseinandersetzung gibt zwischen Leuten die Rassismus bei uns sehen und Denen, die dies bestreiten.
T********hIn jungen Jahren habe ich oft bemerkt, das die Flüchtlinge den Begriff Heimat sehr hoch gehalten haben. Für mich war das anders, ich konnte damit nicht viel anfangen. Heute fühle ich mich in meiner Heimat wohl und möchte hier auch nicht weg. Das schönste am Urlaub ist für mich immer das nach Hause kommen.
Wie es jetzt wäre, wenn ich meine Heimat verloren hätte und jetzt wo anders leben würde, kann ich nicht beantworten.
Lenchen66 yrsDa kann ich Dir eventuell eine Idee geben, lieber Wemkendorf.
Ja, der Begriff Heimat ist oft für die Menschen, die keine Heimat haben oder diese verlassen mussten wichtiger als für die Menschen, die selbstverständlich im Ort ihrer Geburt und des Aufwachsens leben.
Weil wir in meiner Kindheit ab dem sechsten Lebensjahr jedes Jahr umgezogen sind habe ich schon früh die Menschen beneidet, die eine Heimat hatten. Zuhause kann ich immer wieder neu errichten, Heimat wird die Umgebung dadurch nicht zwingend.
T********hJa, liebe Lenchen, ich glaube dir das ,aber weil ich es nicht erlebt habe , kann ich es auch nicht so richtig nach empfinden.
Lenchen66 yrsIch höre Deine Argumente und sehe die Schwierigkeit beim Verwenden des Wortes Rassismus, lieber Franz. Wenn es menschliche Rassen, so wie für mich und Dich nicht gibt kann es eigentlich auch keinen Rassismus geben. Allerdings fällt mir kein besseres Wort für das Denken von den Menschen ein, die Unterschiede über das Aussehen hinaus aus eben diesem Aussehen heraus annehmen.
Allerdings widerspreche ich Dir bei der Aussage, dass Europa nicht mehr kolonial ist. Die gesamte Weltwirtschaft basiert auf Mechanismen die die europäisch geprägte amerikanische und die originale europäische Kultur hervorgebracht haben. Kolonialismus ist nicht nur mit Waffen sondern auch mit Geld gegeben.
Ja, wir müssen ein starkes, einiges Europa ermöglichen. Das macht aber nur Sinn, wenn wir aus unserer Geschichte und der daraus entstandenen Gegenwart die richtigen Schlüsse und Werte hervorbringen.
Wir sind uns einig, dass Präsident Trump und seine USA ebenso wie Präsident Putin und sein Russland den Boden des aus dem Menschenrecht hervorgehenden Völkerrechts verlassen haben.
Aber ein einiges und starkes Europa macht für mich nur Sinn wenn wir bei unseren Brüchen genau hinsehen und die aus den Menschenrechten hervorgehenden Werte auch selber gegenüber allen beherzigen.
Die Gesellschaft der USA basiert auf europäischen Ideen, das müssen wir berüchsichtigen.
Lenchen66 yrsStimmt, lieber Wemkendorf, alles, was wir nicht selbst gefühlt haben können wir nur erahnen aber nicht wirklich empfinden.
Wir Menschen können da zwar über unsere Fähigkeit zu denken nachfühlen, aber es bleibt ein nachfühlen und kein eigenes fühlen.
Created23/12/2025edited once