Berlin ist kaputt

Forum
21 answers in this topic
meeeep57 yrs
«Berlin ist kaputt»: Dieser schwule Schweizer zieht nach 30 Jahren wieder nach Luzern
Als Beni Durrer vor dreissig Jahren in die deutsche Hauptstadt zog, war Berlin für ihn ein Ort der Freiheit. Seine Heimat empfand er als eng. Heute geht es ihm umgekehrt. Ein Gespräch über eine Stadt, in der mühsam erkämpfte Errungenschaften wieder in Gefahr sind.

https://www.watson.ch/international/schweiz/273707369-leben-in-berlin-darum-zieht-dieser-schwule-schweizer-wieder-nach-luzern

Das Gefühl hat mich in Berlin bei den letzten Besuchen auch beschlichen. Und ich bin nicht in der Szene unterwegs.
Lenchen66 yrs
Es wundert mich, dass dieser sehr skandalisierende Artikel auf watson.ch und nicht, was ja näher läge, watson.de erschienen ist.

Ich lebe als offensichtliche trans Frau am südlichen Stadtrand von Berlin, bewege mich mit dem öffentlichen Nahverkehr durch jeden Bezirk der Stadt. Ich kann bisher nur von Übergriffen durch offensichtlich eher hier geborenen, sehr klar auf deutsch mich beschimpfenden und eher der ursprünglichen Bevölkerung entsprechenden Aussehen berichten.

Aber das wird ja auch in den weiteren Ausführungen berichtet, dass die Gefahr von Männlichkeit generell ausgeht und nicht nur von "arabischen Clans", wie es in der ersten Hälfte des Artikels zu sein scheint.

Das nenne ich mal gelungenes Framing und Ablenkung von auch hier entstehenden Faschismen ganz ohne muslimischen Einfluss.

Dieser "Bericht" zeigt nicht das Berlin, das ich täglich erlebe.
edited once
K*******u
Es ist für mich etwas schwierig nun zu beurteilen wie die Situation in diesem Bereich in Berlin ist, da es ein paar Jahre her ist, dass wir mal für ein paar Tage in einem Hotel nahe am Wittenbergplatz, also ganz in der Nähe der Szene, einen Kurzurlaub verbracht haben, Lenchen.

Den Bericht, den Du als Solchen anscheinend nicht akzeptieren magst und das Wort in Anführungszeichen setzt, finde ich eigentlich eher sachlich und Deine Begründung das er nicht in Ordnung ist, weil sich die Angriffe auf Dich bisher in Grenzen gehalten haben, sagt ja nicht das es keine Gewalt gegen Schwule und Transsexuelle gibt.

Warum Du "arabische Clans" auch in Anführungszeichen setzt ist mir auch nicht so verständlich, dass Diese existieren und nicht nur in Berlin kann man doch genau so wenig in Frage stellen wie deren grundsätzlich negative Einstellung gegenüber uns.

Warum Du das nicht gesagt haben möchtest erschließt sich mir nicht. Das manche Leute dabei den Gedanken bekommen, dieser Staat und Leute, welche wie wir hinter ihm stehen, die falschen Menschen schützen, ist doch mit der Grund das Rechtpopulisten so viel Zustimmung finden.

Wir haben ja eigentlich im Privatchat auch heute wieder festgestellt, dass wir bei unseren Ansichten auch viel Übereinstimmung haben, aber hier kommen wir was "wohlwollen" betrifft uns anscheinend nicht näher, mein Wohwollen hält sich gegenüber Menschen die meine Lebensweise nicht akzeptieren in Grenzen.
edited 3 times
P*******p

           - Reisende soll man nicht aufhalten. -
K*******u
Da hast Du, wie Du es "kurz und knapp" sagst auch Recht, Peter - sturmfrei ! Mein Beitrag bezog sich ja auch nicht auf den geplanten Umzug dieser beiden Herren, sondern auf die Einschätzung der Situation bei Euch in Berlin. meeeep berichtet ja auch über seine eigenen Erfahrungen, die natürlich im Gegensatz zu Lenchen, die in Berlin lebt, nur Eindrücke als Besucher sind, doch auch ein Gast kann ja mitunter etwas sehen was dem Einheimischen noch gar nicht so ins Auge gerückt ist. Darum fand ich, sollte man seinen Beitrag und auch was in diesem link zu lesen ist nicht einfach so abtun.
Lenchen66 yrs
Ich bestreite in meiner Antwort nicht, dass es arabisch stämmige Menschen mit problematischen Haltungen gibt. Ich bestreite aber, dass diese das Klima in Berlin mehr bestimmen als zum Beispiel christliche Menschen mit problematischen Haltungen.

Warum ich die einen für alles Schlechte in Berlin oder in ganz Deutschland verantwortlich machen sollte aber die zahlreichen Übergriffe als nicht andersartig gelesenen als "gesundes Volksempfinden" und "das ist halt so" akzeptieren muss erschließt sich mir wirklich nicht.
Lenchen66 yrs
Hier mal eine Stimme auch aus dem Kiez aus einer Berliner Zeitung, die so ganz anders klingt.

https://archive.ph/MHV0c

"Irgendwann wurde mir klar: Macht existiert auch unter uns. Nur leiser, versteckter, aber genauso wirksam. Begehren bleibt politisch, auch wenn es queer ist – vielleicht gerade dann, weil wir so sehr glauben, es sei befreit. Und diese vermeintliche Freiheit kann bequem werden. Sie schützt die, die nehmen. Und sie lässt die, die sich unwohl fühlen, allein. Nähe ohne Zustimmung fühlt sich dann nicht mehr frei an – lediglich asymmetrisch.
Manchmal reicht schon ein Blick, der zu lang bleibt. Eine Hand, die zu beiläufig streift. Kein Drama, kein Skandal – aber etwas kippt. Der Raum wird enger, das Lächeln starr. Und plötzlich bist du wieder klein, um es nicht unangenehm zu machen.
Ich will keine prüde Szene. Ich liebe die Direktheit, das Ungefilterte, den Humor, der hier selbst in der Dunkelheit glüht. Ich will, dass man sich anschaut, anfasst, flirtet, lebt. Aber nicht, dass man dabei übersieht, dass Freiheit nur funktioniert, wenn sie geteilt wird."

Auch eine Gefahr, aber so gar nicht von außen oder gar aus einem anderen Land...
K*******u
Wobei wir wieder bei der Frage der Menge sind, Lenchen. Wenn es um Religion, egal ob Christliche oder um den Islam geht findet man nur ganz vorsichtige Angaben bezuglich extrem fundamentalistischen Strömungen. Warum das so ist und was dahinter steckt weiß ich nicht und will schon gar nicht irgenwelche Verschwörungstheorien aufstellen, wenigsten komme ich so nicht weiter um verläßliche Angaben dazu machen zu können. Das so leicht etwas "unter den Teppich gekehrt" werden kann, ärgert mich.

Ich sehe gerade unsere letzten Beiträge haben sich mal wieder überschnitten, dies hier bezog sich auf Deinen vorletzten Beitrag, Lenchen !
edited once
K*******u
Dieses Gefühl kann ich sogar nachvollziehen als Außenstehender, der nur ganz selten mal in eine Großstadtszene dieser Art eintauchen konnte. Ja, das ist eine Gefahr, so gar nicht von Außen, sondern von den Menschen innerhalb welche in ihrer Arroganz und Überheblichkeit dominieren wollen und meinen Andere klein machen zu müssen. Gibt es aber schon immer in der Szene und hat Vielen schon die Freude da zu sein verleidet, nur mit dem Problemen die wir heute haben hat es, denke ich weniger zu tun.
Lenchen66 yrs
Ich bleibe dabei.

Ich habe Probleme mit einzelnen Menschen.

Nicht mit vermutet arabischen, vermutet russischen, vermutet italienischen, und so weiter.

Ich bin schon von eindeutig christlichen Menschen belehrt werden, das ich keinen Gott habe und schon bald in der Hölle brennen würde, an einem frühen Sonntag Morgen in Berlin in der S Bahn, aber viele Menschen die ich sehr schätze bei der Tafel sind Christen. Daraus schließe ich, dass diese "Christin" ein schlechter Mensch ist und nicht alle Christen, für die sie ja angeblich spricht.

Ich bewege mich ein Mal die Woche durch Tempelhof und Neukölln mit starker türkischer und arabischer Gastronomie. Dort bin ich noch nie übergriffig behandelt worden.

Hier in Köpenick mit eher geringem Anteil an arabischer und türkischer Gastronomie, nur asiatische hier, bin ich angespuckt, verbal abgewertet, überfallen worden. Es waren alles Menschen die akzentfreies Deutsch sprachen und weder nach asiatischen noch orientalischen Vorfahren aussahen.

Natürlich kann ich jetzt vermuten, dass die Regierung und die Medien uns über die wirklichen Zahlen belügen, wenn sie feststellen, dass der Pass bei dem prozentualen Anteil an Straftaten eher eine geringe Rolle spielt. Diese Zahlen werden ja sehr wohl erfasst.

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/themen/sicherheit/BMI25028_pks-2024.pdf?__blob=publicationFile&v=8

Zusammenfassung hier Seite 14

Es gibt Täter aus allen möglichen Gruppen. Genau so wie gute Menschen.
K*******u
Hm, Straftaten, darauf wollte ich gar nicht hinaus, es ging mir darum. wie viele Menschen bei Christen und bei Muslimen speziell in Berlin zu Gruppen mit extrem fundamentalistischen Ansichten gehören, wobei mir auch klar ist, dass eine Definition schon allein dadurch schwiierig ist , weil die meisten Menschen nicht gerne über ihre religiösen Ansichten sprechen.

Dazu habe ich nur ein Studie der Uni Münster finden können die auch schon einige Jahre alt ist. Das einzige was ich über Berlin weiß ist, dass etwa 10%, also um die 390.000 Einwohner bei der Religionszugehörigkeit zum Islam zählen und die beiden großen Christlichen Kirchen zusammen nicht ganz 25% erreichen.

Studien wie die Einstellung der Gläubigen genau ist konnte ich da nicht finden. Was Deinen letzten Satz anbelangt, das sehen wir doch nicht unterschiedlich, Lenchen ! Was ich wissen möchte ist, ob es tatsächlich mehr Muslime gibt, welche sich zu Gruppen bekennen die extrem fundamentalistische Ansichten haben als bei Menschen mit Bekenntnis zum Christentum.
E*******e
@Snoopi-el: Dem, was Du schreibst kann ich nur zustimmen. Und gerade weil man nicht weiß, wieviel extrem fundamntalistische Muslime es hier wirklich gibt, ist das Aufnehmen von immer mehr Muslimen nicht ungefährlich.
Lenchen66 yrs
Das Aufnehmen von Menschen, die dem Islam, einer Religion, anhängen ist also gefährlich.

Auch von Muslimen aus England, Amerika, Bosnien?

Jüdisch sein ist zunächst Religion, muslimisch sein ist eine Religion, christlich sein ist eine Religion. Wir haben Religionsfreiheit.

Einer der extremsten Islamisten hier im Land ist als Pierre Vogel geboren https://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Vogel. Wie sollten wir mit dem umgehen? Das wir ihn wie jeden bei Straftaten vor Gericht stellen sind wir uns wohl einig. Aber was darüber hinaus?

Religionen sind zunächst einmal Glaubenssysteme und als solche zu beurteilen. Was Menschen daraus machen ist gefährlich.
Hier benenne ich Hexenverbrennungen, Inquisition, Sklavenhaltung, Religionskriege. Alles Traditionen der hier ehemals vorherrschenden Religion, des Christentums. Sind Christen gefährlich? Wie gehen wir mit zuwandernden Christen um?

Ich habe in einem Privatchat mal gefragt, und wen ich gefragt habe spielt hier keine Rolle, was einen "Bio Deutschen" ausmacht.
Als Beispiele habe ich Pierre Sanoussie-Bliss, Julia-Niharika-Sen, Dunya Hayali, Michael Pawelitz, Uri Zahavi, Dilek Üsük, Sabrina N'Diaye, Mona Ameziane oder mich selbst mit slawischen und italienisch-französischen Vorfahren benannt. Sind wir keine Bio Deutschen?

Für alle Namen außer meinem wurde festgestellt, dass sie ja nun mal keine Deutschen sind, trotz auch deutschstämmiger Vorfahren ( Deutschstämmig? 100 prozentig oder auch nur zu Teil... )

Ich bin der Meinung, wer einen deutschen Pass hat ist Deutscher, egal, wo die Vorfahren her kamen oder welcher Religion er angehört. Vor 1945 wurde dies anders gesehen, heute ist dies Recht und Gesetz.

Wenn ich wegen dieser Haltung und meinen Werten be. und verurteilt werde bin ich falsch hier.
edited once
K*******u
Natürlich bist Du nicht falsch hier, Lenchen, da bin ich doch Deiner Meinung uind ich denke unser co-Admin ebenfalls. Uns macht ja nicht Sorgen wo die vielen anständigen Menschen die bei uns aus so vielen Ländern migriert sind herkommen une unsere Geschichte ist mir auch klar. Mein Vater war Österreicher und ich bin in der britischen Besatzungszone damals geboren, wenn es da also Regelungen dieser Art gegeben hätte so wie Rußland es jetzt in den von ihm besetzten Gebieten macht, hätte ich wohl einen britischen Pass.

Wo wir das Problem miteinander haben ist, dass Du unsere Sorgen nicht teilen magst, dass bei der großen Zahl von Migranten die wir hatten und vermutlich auch weiter bzw. wieder haben werden zu Viele, ich sag mal "nicht so Anständige" dabei sind, was nun nicht umbedingt heißen muss das die aus arabischen Ländern kommen, aber zusammen mit den "weniger Anständigen" bei uns hauptsächlich aus dem rechtsradikalen aber auch christlich-fundamentalistischen Lager, dürfte es schon ganz schön gefährlich für unsere Demokratie sein und auch für unsere Community (hier nicht "Anders-als-Alles" gemeint) und auch das dies nicht nur ein deutsches Problem ist darf man nicht vergessen, Trump und Orban lassen grußen !

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht zu Viel auf einmal genannt, dass ich noch verständolich bleibe, Lenchen und auch ihr anderen Leser hier, weiter wären wir wenn wir uns nicht so leicht gegenseitig in Ecken schieben, wie "Rassistren" usw. und uns unangenehme Entwicklungen nicht verdrängen würden. Ich hätte auch lieber nur nette und unsere Lebensweise akzeptierende Freunde aus allen möglichen Ländern, aber die Wirklichkeit ist nicht so und es stehen Religionen und Ideologien sowie manchmal auch ganz banale politische Vorstellung bei Einigen dagegen.
edited 5 times
K*******u
Wo ich ein Problem sehe und vor Allem auch selbst habe, möchte ich hier doch mal kurz ansprechen. Ich bin nicht so gut was Fremdsprachen angeht. Ich habe nie Schulenglisch gelernt sondern nur ein wenig Lehrgänge besucht um mir so ein bißchen mit "Touristen-englisch helfen zu können. Das reicht nicht einmal um die Texte der Lieder welche Lenchen die Tage von dieser sympathischen amerikanischen Familie eingestellt hatte Alle zu verstehen.

Ich bewundere das Lenchen fließend englich sprechen und lesen kann und freue mich wenn mal was übersetzt wird. Wenn ich das so im Alltag beobachte, ist auch ein Faktor der das Mißtrauen zwischen Migaranten und nur deutsch Verstehenden hoch hält, dass viele Migranten auf der Straße untereinander laut in ihren Sprachen reden oder telefonieren, wo Letzteres sowiewo immer mehr eine Unsitte nicht nur unter Migranten geworden ist, seine privaten Angelegeneheit laut auf der Straße ins Handy zu brüllen.
Lenchen66 yrs
Das kann ich vollkommen teilen, das Sprache verbinden und trennen kann.
Da habe ich hier geborene Kinder türkischer Eltern auch schon angesprochen, als sie bei meinem Anblick ins Türkische fielen... Es war aber deutlich eher Zufall, wie diese mir glaubhaft versicherten.

Ich bestreite auch nicht, dass mit Migration auch ein Teil problematisch denkender Menschen zuwandern kann.
Aber ich sehe trotzdem erst einmal Menschen kommen, mit denen wir sehr wohl umgehen können, falls sie sich nicht an unsere Gesetze halten. Sie von vorne herein zu verdächtigen sagt mehr über uns als über die Zuwandernden.

Wenn ich mir eine Migration als Arbeitskraft überlegen, deutsch lernen und vorher die deutsche Politik beobachten würde, wäre ich als nicht deutsch gelesener Mensch sehr vorsichtig.
E*******e
@Lenchen: Du hast recht. Bei uns einzuwandern ist nicht so einfach und man muss sich gut überlegen, ob man die Risiken, die man da eingeht, in Kauf nehmen möchte. Allerdings denke ich, dass das nicht nur auf Deutschland zutrifft. Auch andere Länder haben inzwischen strengere Voraussetzungen als früher. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass unsere Einbürgerungsregeln wieder etwas strenger geworden sind. Es mag ja sein, dass wir aufgrund unserer Verantwortung für den 2. Weltkrieg eine besondere Pflicht haben Flüchtlinge aufzunehmen. Das ann aber nicht heißen, dass Deutschland nicht auch das Recht hat, genau zu prüfen, ob derjenige auch die Voraussetzungen erfüllt. Dafür muss aber auch der Informationsfluß zwischen den Behörden besser werden !
Lenchen66 yrs
Es geht hier doch nicht um das Recht zur Überprüfung, die von niemandem in Frage gestellt wird.

Eine grenzenlose und gerechte Welt ist eine Utopie, die wohl noch lange nicht Realität werden kann.

Was ich ablehne ist die Haltung, dass wir die, die nicht so aussehen wie die hier schon länger wohnenden Menschen meist, eine dunklere Haut, dunklere Augen und Haare haben unter Generalverdacht stellen und ihnen das deutsch sein können absprechen.

Ich habe einige prominente Namen genannt und die allgemeine Haltung dazu abgefragt.

Ich habe gefragt, ob wir wirklich wie vor 1945 von unterschiedlichen Nationalitäten nach Herkunft der Vorfahren definieren wollen, so nach dem Motto halber Deutscher, viertel Deutscher, dreiviertel Deutscher. ( Damals wurden Glaubensrichtungen als vermeintlich biologisch bedingtes Erbe oder das Konstrukt sogenannter "Menschenrassen" eingesetzt. Da verweigere ich mich und benutze nur unsere Staatsangehörigkeit als Beispiel. )

Meine Forderung, die niemand, auch ich nicht, vollkommen erfüllen kann:
Betrachte jeden Menschen als durch Geburt mit gleichen Rechten, Pflichten ausgestattet und als ebenbürtig.

Ich bekomme hier zu lesen, dass ein Politiker bio Deutsch zu sein habe und Cem Özdemir eben diese Voraussetzung nicht habe.

Meine Rückfrage, was bio deutsch sei wird nicht beantwortet. Ist ein Mensch mit einem hohen Anteil in der Türkei geborener Vorfahren biologisch einem mit deutschen Vorfahren unterlegen oder außerhalb der deutsch definierten Biologie?

Die grundlegende Frage ist doch, ob die Staatsangehörigkeit an die Herkunft der Vorfahren und ihrer "Mischung" gebunden sein sollte oder ein reines Rechtskonstrukt basierend auf gemeinsamen Werten ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Abstammungsprinzip

Dieses beschämender Weise bis ins Jahr 2000 vorherrschende "Blutrecht" in Deutschland ist dankenswerter Weise durch ein Geburtsortrecht ergänzt worden.
K*******u
Ich weiß nicht, ob wir diese Diskussion nach dem Einwand von Peter, der wie Du auch schreibst ja berechtigt ist, Lenchen, nun wieder aufnehmen müssen ? Über die Überprüfung von Migranten durch unseren Staat ist weiter ja nichts zu sagen und das Leute wegen ihres Aussehens einer bestimmten Gruppe zugeordnet werden, das macht bei uns hier m.E. ja niemand.

Diesen unglücklichen Begriff "bio-Deutsche" mag ich genau so wenig wie Du und verwende ihn auch nicht, wundere mich aber auch nicht das man ihn nicht definieren mag. Über Staatsangehörigkeit habe ich ja auf meine Person hier auch in Einem der letzten Beiträge etwas geschrieben, ich sehe die auch als reines Rechtskonstrukt basierend auf gemeinsamen Werten.
edited 4 times
Lenchen66 yrs
Ich denke, das genau hier eben keine Einigkeit herrscht.

Genau das macht mir Angst, aber damit werde ich wohl leben müssen.
K*******u
Ich vermute, Du meinst den Schluß den ich im ersten Absatz geschrieben habe, Lenchen .
Da kann ich mir natürlich nicht sicher sein, ich kann ja nicht in die Köpfe anderer Menschen gucken, aber bei den Leuten die ich hier kenne bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass sie nicht solche Vorurteile haben. Ich habe den Eindruck wenn mal etwas so klingt liegt das eher daran, dass nicht so klar formuliert wurde
Lenchen66 yrs
Das möchte ich ja auch hoffen, sehe aber, das genau das Denken einer AfD, eines Victor Orban und ähnlicher Menschen zunehmend in die Gedanken der Mehrheit eindringen und leider auch immer mehr Politik werden.

So schafft sich die Demokratie langsam selber ab.
QuoteEditDeleteRecoverRemoveMove