K*******uAus meanner.media:
Klar gegen das Label „queer“
Jens Spahn (CDU) findet klare Worte für seine sexuelle Identität und zieht eine scharfe Trennlinie zur aktuellen Gender-Debatte. „Ich bin schwul, nicht queer“, stellte er gegenüber der Wochenzeitung Die Zeit klar. Seine Kritik richtet sich vor allem gegen die politische Aufladung des Begriffs: Wer mithilfe des Labels „queer“ alles zu einer Frage der Selbstdefinition erkläre, stelle laut Spahn die gesamte Emanzipationsgeschichte infrage.
„Homosexuell“ ist ihm zu steril
Aber nicht nur mit dem modernen „queer“ kann der Unions-Politiker wenig anfangen. Auch vom Begriff „homosexuell“ distanziert sich Spahn deutlich: „Homosexuell, das klingt für mich furchtbar. Steril.“ Er berichtete von einer Ansage an seinen Vorgänger als Fraktionschef, Volker Kauder: „Ich möchte von dir nie wieder homosexuell genannt werden.“ Spahn bevorzuge stattdessen den Ausdruck „schwul“. Das Wort strahle für ihn offenbar mehr Lebensrealität und weniger medizinische Diagnose aus.
Ich bin zwar kein Freund von Spahn, aber das sehe ich ähnlich.
Created06/04/2026edited once P*******uSpahn ist eine Perso non Grata, Queer einfach ein Sammelbegriff für verschiedene Ausrichtungen, unter anderem Schwule. Wir sollten uns nicht zu wichtig nehmen.
K*******uDa hast Du natürlich Recht was den Begriff angeht, KuschelMusc, zur Person Spahns möchte ich lieber nicht schreiben. Was "Queer" angeht ist meine Erfahrung in unserer hiesigen Gruppe eher, dass der Begriff "schwul" seit man den Sammelbegriff hat weniger gebraucht wird und sich das was wir jahrelang unterstützt habe, dass "schwul" im positiven Sinne vom Schimpfwort her kommend umgedreht wurde, doch wohl nicht so gut gelungen ist. Das was ich so höre deutet m.E. darauf hin.
U*****mMir ist das eigentlich schnuppe, ob es Homo, Schwuler, Hetero usw. genannt wird. Beinah jede Art der Sexualität ist in Ordnung, wenn sie respektvoll und im gegenseitigen Einvernehmen stattfindet. Ausnahmen gibt es im Bereich der Tiere, der Leichenschändung oder bei Minderjährigen oder ähnlichen in Gesetzen geregelten Verboten.
Ich selbst bin eher bisexuell und deshalb von Schwulen auch schon beschimpft worden. Nur Schwule wollen selbstverständlich anerkannt und nicht diskriminiert werden. Denselben Anspruch habe ich auch und erwarte auch, dass er anerkannt wird.
Heute ist die Gesellschaft in Mitteleuropa in ihrer Aufklärung toleranter als vor 50 Jahren. Trotzdem diskutieren wir immer noch über solche Belanglosigkeiten. Leben und Leben lassen wäre schon mal ein Anfang der Toleranz allen Menschen untereinander.
Wenn ich in meiner frühen Jugend überhaupt aufgeklärt gewesen wäre, dann hätte sich sicherlich meine Sexualität anders entwickelt. Das ist ein Vorwurf an meine Eltern und an die gesellschaftlich Zwänge in der alten DDR. Nun ist es wie es ist und ich stehe dazu.
P*******uBicolar
Genau deshalb finde das Wort Queer wichtig, wir brauchen ein Wort, das alle einschließen kann, keine ewig lange Aufzählung und weniger Aufsplitterung in viele Gruppen, seine Peer Group kann trotzdem jeder haben, und Vereine gründen etc. Die sind wichtig.
Ich wurde als Hetero erzogen, es ist auch nicht so, dass mich Frauen abstoßen. Sex funktioniert bei mir nur mit passenden Männern. Wie kann es mit Erziehung zu tun haben? Ich lasse mich so wenig umpolen wie ein Heterosexueller oder Bisexueller.
K*******uDie Frage ist, führt nicht gerade so ein Sammelbegriff zu mehr Aufsplitterung, KuschelMusc ? Das wir uns nicht gegenseitig beschimpfen sondern zusammen kommen, egal wie wir sind in dem Bereich den man schrecklich schwierig für Außenstehende auch mit LGBT und noch mehr Buchstaben dahinter bezeichnet, die ich auch nicht mehr zusammen bekomme, hat in den Gruppen die ich kenne doch meistens auch ohne neue Worte oder Sammelbegriffe zu suchen funktioniert.
Ich hab nichts gegen den Begriff Queer und ich akzeptiere Jeden so wie er sich versteht und wie er sich benennen will, aber man sollte auch darauf achten das man die Mehrheits-Gesellschaft nicht mit immer neuen und erklärungsbedürftigen Bezeichnungen überfordert. Feinde haben wir genug die das ausnutzen könnten um uns zu schaden.
Loriot "Jodeldiplom" mit dem die Dame meinte "etwas Eigenes" zu haben, war eine geniale Satire auf dieses übersteigerte Selbstbewußsein was man oft in unserer Gesellschaft sieht, exzentrisch kann auch liebenswert sein, zu sehr vor sich hergetragenes Selbtbewußsein stößt eher ab, weil es da nur um Egoismus geht.
Created10/04/2026edited twice K*******uDanke, das Du hier in unserem Forum Deine Geschichte erzählst, bicolor ! Auch wenn ich nie Sex mit Frauen gehabt habe, also wohl zu den "nur Schwulen"gehöre, finde ich Punkte in Deiner Erzählung, die sehr ähnlich mit Dem sind was ich erlebt habe. Ich war mir bis so um die 20 bzw. bis zur Bundewehr-Zeit auch nicht im Klaren wohin ich gehörte. Hab immer noch gedacht, dass bei mir doch noch das Interesse an Frauen kommt. Meine Mutter war allein Erziehende und meine Vater habe ich nie kennegelernt, Aufklärug gab es auch nicht. Als ich 22 war verstarb meine Mutter bevor es zu einer Gelegenheit gekommen wäre, über meine Nöte zu sprechen und bei der Bundeswehr mußte man sich damals sowieso total mit so Etwas zurück halten.
Lenchen66 yrsEs ist klar, dass ich zu den Begriffen queer und schwul eine eigene Haltung habe, die hier allerdings auch schon angesprochen wurde.
Queer ist im englischen Raum genau so vom Schimpfwort zur selbstbewussten Selbstbeschreibung geworden, ähnlich wie der Begriff gay.
Beide Begriffe waren allerdings schon immer umfassender als schwul oder lesbisch im Deutschen.
Einen so offen gelesenen Begriff wie queer gibt es im Deutschen nicht, also finde ich das Lehnwort hilfreich.
Ich sehe auch nicht, wie ein einschließender Begriff spaltend und teilend wirken sollte. Teilend wirkt alleine das persönliche Werten und Denken.
Worte werden mit Bedeutung aufgeladen und sind erst einmal wertfrei.
Kein Mensch spricht einem Schwulen sein Recht auf Selbstbeschreibung ab, indem jemand die Bezeichnung queer wählt. Durch die Verwendung des Oberbegriffs wir nur die Zugehörigkeit von schwulen Männern, und hier wird in der Abwehr die Männlichkeit betont, zu der Gruppe der ebenso von Ausgrenzung betroffenen lesbischen, inter und trans Menschen benannt.
Ich habe noch nie von einer Diskussion gehört, dass der Begriff queer die Gruppe der lesbischen Frauen unsichtbar mache. Nur schwule Männer haben Angst, dass ihre schwule männliche Identität weniger wichtig, als eine unter vielen menschlichen Identitäten wahrgenommen werden könnte.
K*******uEs ging mir nicht darum, wie schwule Männer den Begriff aufnehmen, allerding wird es auch da nicht Wenige geben, die eben nicht in den Gruppen und beim CSD dabei sind, die sich fragen, warum sie mit einem Mal "Queer" sein sollen und viele Heteros werden den Kopf schütteln wenn "schwul" nun "queer" heißt.
Da ist das alte, belastete Wort "homosexuell, was ja auch ein Oberbegriff ist, sicher noch bekannter und verständlicher.Ich persönlich möchte auch lieber ein Homo als ein queerer Mensch sein, warum ich "Queer" sein soll macht für mich keinen Sinn und ob und wie die Engländer den Begriff verstehen weiß ich nicht. Ich sagte schon, ich habe nichts gegen den Begriff an sich, aber persönlich für meine Bezeichnung gefällt er mir nicht.
Created14/04/2026edited twice Lenchen66 yrsNoch einmal: Queer soll und kann und soll schwul oder homo nicht ersetzen.
Nicht nur die Engländer sondern auch die anderen Sprachen, die den Begriff nutzen sehen ihn als Oberbegriff an.
Ich bin trans, schwul, queer und alles das widerspricht sich nicht.sondern queer schließt alles ein, trans oder schwul geht auf das einzelne ein.