K*******uDas in unserer Gesellschaft Tiere oft mehr Aufmerksamkeit bekommen als kranke Menschen sieht msn in den Medien ja nicht nur bei diesem aktuellen Spektakel um den gestrandeten Wal. Ich will die Hilfaktion für das arme Tier nun auch absolut nicht verurteilen, aber dieser tägliche Nachrichtenrummel um das Tier ist schon bezeichnend, wenn man auch gerade an den hier beschriebenen Fall eines so fürchterlich unter chronischer Erschöpfung leidenden Menschen denkt für dem man keinen Platz findet.
Die "Vermenschlichung" von Haustieren und auch das viele Geld was nicht wenige Menschen für deren Versorgung bei Krankheit ausgeben, scheint dafür gesorgt zu haben, dass man für die Versorung kranker Tiere mitunter schon leichter einen Termin bekommt, als viele Menschen bei einem Facharzt für sich. Wenn in wenigen Jahren das im Bau befindliche zentrale Klinikum für Ostfriesland eröffnet ist, wäre die nächste Privatklinik für Haustiere für mich und 50.000 Einwohner näher als diese zentrale Einrichtung für kranke Menschen. Proteste gegen Schließung des örtlichen Klinkums habe hier und in den Nachbarorten nichts genützt.
P*******uKönnte meine Rede sein, trotzdem würde ich für meinen Miau das letzte Hemd geben.
Darüber hinaus werden Behinderte nach wie vor mit Tieren verglichen und abgewertet.
K*******uSolche Vergleiche sind schlimm, aber wenn es wieder nach Nutzen geht sind wir ganz schnell beim 3.Reich und ich habe keinen Zweifel das es bei der AfD nicht Wenige gibt die so denken. Die, wie ich es genannt habe. "Vermenschlichung" von Tieren ist etwas Anderes und ich verstehe es auch welche emotionale Verbindung bei Vielen zu ihrem Haustier besteht, aber ich sehe da auch, dasss oft Grenze überschritten werden.
Ich meine damit zum Einen, dass man nicht aus egoistischen Gedanken das Leben eines unheilbar leidenden Tieres durch kostspielige Operationen verlängern sollte, welche von Tierkliniken natürlich gerne angeboten werden, aber schlimmer noch finde ich bei manchen Leuten den Vergleich mit Menschen. Als vor 14 Jahren mein Partner plötzlich verstorben war, sagte doch tatsächlich Jeman zu mir, ja das wäre schlimm, aber er und seine Partnerin wären auch in Trauer weil vor kurzem ihr treuer Hund verstorben wäre.
Wie das da bei mir angekommen ist damals kannst Du Dir vermutlich vorstellen, KuschelMusc..., aber jetzt sind wir wirklich ganz vom Thema abgekommen, sorry !
P*******uLeider gibt es dieses Denken nicht nur bei Rechten, bei Linken finde ich es eher noch schlimmer. Sage ich als jemand, der über zwanzig Jahre in der Linksautonomen Szene und bei den Punks verbracht hat. Die alten Linken und Antifa wissen noch, worum es geht. Aber seit den 80ern ging es schleichend abwärts, jetzt sind wir beim "Peter-Singer-Preis für den Tierschutz". Singer hat immer wieder angestoßen, dass man Säuglinge töten darf... Kann man sich echt nicht ausdenken... Und es gäbe sehr viel mehr dazu zu schreiben.
P*******uMiau bekommt trotzdem mein letztes Hemd. 😁😉
P*******uAch ja, wie mit Deiner Trauer umgegangen ist, ist natürlich asozial.
T*********mTiere werden eben für viele als Partnerersatz oder Familienmitglied angesehen.
K*******uUn die Leute waren weder asozial noch dumm, sondern so sehr in ihre Tierliebe versunken, dass sie gar nicht gemerkt haben was sie da gesagt hatten. Aber schlaue Sprüche bekommt man sowieso zu hören in solchen Zeiten. Ich weiß nicht wie oft ich gehört habe "Das Leben geht weiter". Natürlich geht es weiter, nur nicht das Leben was man gehabt hat und das man so gerne noch weiter geführt hätte. Wenn Dich das Thema interessiert, ich habe damals hier bei Royal auch die Community "Trauerbegleitung" gestartet. Es wird dort zwar nicht sehr viel geschriebewn, aber es kann manchmal ein bißchen helfen, mit Leuten die auch in einer solchen Situation sind in Kontakt zu kommen.
Created19/04/2026edited once P*******uLeider sind bei mir die 31 Gruppen schon voll. Interessiert hätte es mich schon.