(quote)altundbi schrieb:(br)Seit 1967 besiedeln Israelis palästinensische Gebiete.(/quote)

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Lenchen66 yrs
altundbi schrieb:
Seit 1967 besiedeln Israelis palästinensische Gebiete.


Ich nehme diesen von mir ausdrücklich zurückgewiesenen Satz aus einem anderen Thema als Grundlage für ein eigenes Thema, das eindeutig ein Minenfeld ist.

Nicht Israelis an sich besiedeln seit 1967 palästinensische Gebiete sondern einige Israelis, hier die Siedlerbewegung.

Was war 1967? Es war der Sechs-Tage-Krieg https://de.wikipedia.org/wiki/Sechstagekrieg

Drei von Israels direkten Nachbarn wollten den jüdischen Staat von der Landkarte tilgen, der seit 1948 auch viele ehemalige jüdische Bewohner dieser Staaten aufgenommen hatte.

Die drei Nachbarn haben heute Friedensverträge mit Israel.
K*******u
Danke für die Einstellung, Lenchen, so haben wir einen guten Anfang um uns mit dem Thema Israel und Palästina weiter zu befassen. ich schrieb schon, ich bin ganz und gar nicht der Experte und werde mich auch etwas zurück halten, ich bin aber gespannt ob und wie es hier weiter geht !
T***b
Wie ich schon sagte: Dieser Konflikt ist so kompliziert, dass keine Lösung in Sicht ist. Zwei Völker streiten um ein Stück Land, das nur dann nicht in der Katastrophe enden wird, wenn beide Seiten Zugeständnisse machen.

In der nächsten Woche läuft in den Kinos der Film „Palästina“ an. Ich werde ihn mir mit Interesse ansehen. Dort wird die Geschichte aus palästinensischer Sicht dargestellt. Aus jüdischer Perspektive fällt mir der Film „ Exodus“ ein.

Wir hier in Deutschland haben durch die Untaten der Nazis die Auswanderung der nicht im Holocaust ermordeten Juden zu verantworten. Israel wurde auch deshalb gegründet, weil die Weltgemeinschaft den überlebenden Juden eine Existenz geben wollte. Der UN-Teilungsplan von 1947 sah vor, dass das Land in einen jüdischen Staat (Israel) und in einen arabischen Staat (Palästina) geteilt werden sollte. So gesehen gab es schon bei der Gründung die Zweistaatenlösung.

Doch damit begann der Zustand, den die Araber Nakba (Katastrophe) genannt haben. Im Zuge der Gründung Israels wurden 750 000 arabische Bewohner vertrieben. Vorausgegangen war der Angriff von sechs arabischen Ländern (Ägypten, Libanon, Jordanien, Irak und Syrien) als Reaktion auf die Staatsgründung Israels von 1948.
T******p
Es wird dort niemals Frieden geben
E*******e
Danke für die Aufklärung an Lenchen und arden. So detailliert wusste ich das nicht.
edited once
Lenchen66 yrs
Frieden und Demokratie sind überall auf der Welt nur durch Menschen zu erreichen und anscheinend für genau diese schwerer zu Leben als Krieg.

Nicht nur in Israel und Palästina.
T******p
Die rechtsgerichtete Regierungspartei in Israel strebt keinen Frieden mit den Nachbarländer an. Das war vor Jahrzehnten einmal anders.
T******p
Man sieht immer wieder, was rechtsgerichtete Regierungsparteien anrichten, siehe Nazideutschland, Israel, Iran, zur Zeit die USA usw. Wir sollten unsere Demokratie wertschätzen und dafür kämpfen, dass sie nicht kaputt gemacht wird.
Lenchen66 yrs
Hier benennst Du jetzt genau das Problem. Es sind die rechten, nationalistischen Parteien und Regierungen.
T***b
Ja, sehe ich auch so, altundbi. Ganz besonders richtig und wichtig ist dein letzter Satz. Es hilft uns nämlich nichts, uns nur über andere zu beklagen. Da wir als Deutsche mit einer rechten Partei ganz üble Erfahrungen gemacht haben, sollte der Kampf gegen die AfD auch von uns selbst mit größter Entschlossenheit geführt werden.
T***b
Gestern habe ich den Film „Palästina 36“ gesehen.

Was mir auffiel: Die historische Wirklichkeit wurde kaum benannt. Jüdische Menschen fanden in diesem Geschichtsbild so gut wie keine Erwähnung. Weder die, die bereits in Palästina lebten noch die neu Zugewanderten. So erlebte ich eine (mit Absicht?) einseitige und unvollständig dargestellte Geschichtsschilderung aus der Sicht der Palästinenser.

Amin al‑Husseini, Großmufti von Jerusalem und zentraler Teil der palästinensischen Geschichte, der zu dieser Zeit bereits mit dem deutschen Nazi-Regime sympathisierte und die antisemitische Ideologie im arabischen Raum verbreitete, wurde vollständig ausgeblendet.

Trotzdem fand ich den mit deutschen Untertiteln ausgestatteten Film sehenswert. Er ist eben als Gegenstück zum Film „Exodus“ zu verstehen, der schon vor langer Zeit die jüdische Seite beleuchtet hatte. Dass „Palästina 36“ in einer Zeit höchster Anspannung (7. Oktober, Gaza- und Irankrieg, Eskalierung der Siedlergewalt im Westjordanland) überhaupt entstand, ist mehr als bemerkenswert. Dabei sind wir heute nach meiner Auffassung leider weiter denn je zuvor von einer Lösung entfernt.

Die aber setzt voraus, dass das Leid der jeweils anderen Seite benannt und anerkannt wird. Politiker wie Sadat und Rabin waren dazu bereit, wurden aber von Leuten aus den eigenen Reihen ermordet. Im Kino sah ich jedenfalls mehrere mit der Kufiya ausgestattete Palästinenser, die auf diese Weise ein Zeichen setzten.

Wir aber sollten uns, das ist jedenfalls mein Empfinden, mit schlauen Sprüchen in diesem Konflikt eher zurückhalten. Haben wir doch als Verursacher des größten Verbrechens der Menschheitsgeschichte heute mit der AfD schon wieder eine rechte Gruppierung auf dem Vormarsch, deren menschenfeindliche Haltung zumindest an ihre geschichtliche Vorgängerpartei NSDAP erinnert.

So sollte nach meiner Auffassung unsere Energie in erster Linie dafür verwendet werden, in unserem eigenen Land gegen „rechts“ zu kämpfen. Und ja, Israel zu kritisieren, ist legitim. Aber auf die Reihenfolge und den Schwerpunkt kommt es an.
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