Fernsehprogramm - Was gehört in die Hauptprogramme?

Forum
8 answers in this topic
K*******u
Nichts gegen Leichtathletik - Weltmeisterschaften, nur gehören die ins Hauptprogramm der öffentlich-rechtlichen Sender und müssen dafür regelmäßige, beliebte und wichtige Sendungen ausgesetzt werden ?

Ich finde Das Erste und das ZDF sollten mit ihren Programmen nicht den Sport an erster Stelle setzen, sondern die politische Information gehört dort hin. Natürlich erwarten die Zuschauer auch, dass es Spielfilme und Unterhaltungsendungen dort gibt und besondere Sportereignisse, besonders natürlich Fußball dort gezeigt werden, aber dies sollte in den Hauptprogrammen doch die Ausnahme bleiben und nicht, wie es inzwischen ist, an erster Stelle stehen.

Heute um 12h wird wieder einmal der Presseclub ausgesetzt für den Sport. Der Pressclub hat viele regelmäßige Zuschauer und man bietet als Ersatztsendung auf phoenix den "Internationalen Frühschoppen" an, aber warum sendet man nicht die Leichtathletik in einem speziellen Sportprogramm, sind Zuschauer der politischen Sendungen inzwischen zweitrangig geworden oder die politische Information überhaupt?
T********h
Man kann ja auch mal RTL schauen. Alle 20 15 Programme wurden wegen Stefan Raab verschoben. Am Mittwoch kam dann der Penisakrobat. Den nackten Fußballverein fand ich ganz gut, aber die Vorführung des Penisakrobaten war unästhetisch. Mit Akrobatik hatte das auch nichts zu tun.
K*******u
"Nackte Tatsachen" bei RTL sind sicher auch nicht schlecht anzusehen, Heinz, aber auf politische Talkshows müsste man bei den Privaten verzichten, die haben z.B. RTL und SAT1 schon lange nicht mehr im Programm. Ich freue mich die Woche über auf Maischberger, Illner oder Lanz und wenn die wegen Sport ausfalllen oder erst ab Mitternacht gesendet werden
ärgert mich das schon ein bißchen !
E*******e
Ich bin froh, wenn die sportlichen Ereignisse bei den Öffentlich-Rechtlichen übertragen werden und nicht bei den Privaten. Die Qualität ist besser und es gibt nicht die dauernden Werbeunterbrechungen bzw. Einblendungen. Wenn etwas ausfällt, wird das ja rechtzeitig angekündigt. Zumindest wenn man eine Programmzeitschrift hat, weiß man das rechtzeitig und kann sich darauf einstellen.

Gönne den Sportinteressierten doch die Übertragungen bei den Öffentlich-Rechtlichen. Zumindest was das reine Sportereignis angeht. Über die nach dem Sport doch oft langen Interviews besonders nach Fussballspielen kann man sicher diskutieren. Die könnte man sicher auch im Livestream des Senders übertragen.
Lenchen66 yrs
Livestream, nun ja.

Ich weiß, dass ich mit meinem analogen Sehverhalten eine aussterbende Spezies bin, aber ich streame wenig bis gar nicht.

Ich denke, in dem ich nur noch gezielt auf bestimmte Inhalte zugreife und nicht mehr rechts und links schaue verenge ich meine Wahrnehmung.

Auch in den öffentlich-rechtlichen Sendern unterwerfen wir uns immer mehr einer Marktlogik. Das heißt, gesendet wird was die meisten Zuschauer anzieht. Nur noch am Rande zählen Aufklärung und auch demokratischer Bildungsauftrag, da dieser keinen Zusatzgewinn über Werbeeinnahmen bringt.

Was das Endergebnis sehen wir in den USA.

Leider sehe ich keinen Weg diese Entwicklung, die ja nicht nur im Fernsehverhalten sondern auch im Zeitungssektor und anderen Informationswegen zu sehen ist zu ändern.

Dabei stellt sich mir die Frage, ob es nicht schon längere Zeit so ist, dass nur wenige Menschen sich für politische Hintergründe interessieren und weiterführende Informationen sehen wollen und nicht nur die meist negative Sensation als "Thrill" konsumieren.
K*******u
Da ist viel dran, was Du anführst, Lenchen ! Ich frrage mich schon lange, wie es kommt das Sport in den Medien so oft an erster Stelle steht, auch in den allgemeinen Nachrichten-Sendungen. Ich denke auch, dass es in erster Linie "ums Geschäft" geht aber andererseits befürchte ich auch, dass einen großen Teil unserer Eliten eine ziemlich entpolitisierte Gesellschaft ganz gelegen kommt. So wie Du, Peter, der genau so intensiv die Politik verfolgt wie den Sport, wird es längst nicht bei Allen sein und da spielen ja auch noch die Handy-Sucht und die starke Nutzung der sozialen Netzwerke eine große Rolle, wo man auch was von Politik wahrnimmt, aber leicht manipuliert wird.
Lenchen66 yrs
An der entpolitisierten Gesellschaft ist nur wenigen Politikern gelegen, denke ich. Und das sind nicht die wirklichen Demokraten.

Leider haben die Populisten, die den Menschen einfache aber eben auch unpolitische Antworten auf zutiefst politische Fragen zu geben scheinen in vielen Parteien und nicht nur der AfD, augenblicklich das Sagen.

Die anderen Politiker, die aber den Kern der demokratischen Parteien bilden leiden wohl eher unter den Folgen.
K*******u
Das nehme ich Dir schon ab, Lenchen, es gibt in den demokratischen Parteien sicher noch genügend Politiker, welche keine Entpolitisierung wünschen und Denen Diese auch nicht gelegen kommen würde, bei der Wirtschaft sieht das m.E. schon anders aus.
Lenchen66 yrs
Das stimmt wohl. Die Wirtschaft möchte den "fühlenden", nicht den denkenden Menschen.
QuoteEditDeleteRecoverRemoveMove