E*******eSeit 1957 ist es möglich auch per Brief seine Stimme bei Bundestagswahlen abzugeben. Der Anteil der Briefwähler schwankte Bis 1990 auf relativ niedrigem Niveau. Seit 1994 steigt er stetig an. Selbst wenn man den sprunghaften Anteil von 2017 auf 2021 um fast 20%-Punkte herausrechnet, weil der wohl dem Ausbruch von Covid geschuldet war, hat sich der Anteil von 1957 (4,9%) bis 2025 (37%) fast verachtfacht. (Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)
Bundestagswahlen müssen in allgemeiner (jeder ab 18 Jahren darf grundsätzlich wählen.) unmittelbarer (Die Wähler/Wählerinnen wählen die Abgeordneten selber. Es gibt keine Wahlmänner), freier (Jeder muss in sener/ihrer Wahlentscheidung frei sein, ohne das Druck ausgeübt werden darf), gleicher (Jede Stimme zählt gleich viel.) und geheimer ( Niemand muss anderen erzählen, wen er gewählt hat.) Weise ablaufen.
Ich bezweifele, dass alle Grundsätze insbesondere bei Wohngemeinschaften, seien es nun Familien oder andere Personen, die zusammen in einer Wohnung leben, eingehalten werden. Insbesondere sind die Grundsätze "frei" und "geheim" für mich gefährdet.
Ich sehe es zumindest als möglich an, dass eine(r) der Mitbewohner(innen) versucht, die Anderen zu beeinflußen. Dadurch kann die freie Wahl gefährdet sein. Außerdem besteht die Gefahr, dass durch das Fehlen von Wahlkabinen eine geheime Wahl nicht gewährleistet werden kann.
Ich kann natürlich ehricherweise nicht einschätzen, wie groß das Problem ist und ob es den Wahlausgang nennenswert beeinflußen kann. Ganz ausschließen möchte ich das aber nicht.
T*********mBei der Briefwahl muss man ja heute auch die Unzuverlässigkeit der Post mit einkalkulieren.Briefe brauchen schon nach innerhalb einer Stadt 4 Tage. Bei der Stichwahl hier vor kurzem wurde offiziell 3 Tage vor der Wahl von der Post abgeraten
E*******eDas hat ja weniger etwas mit Unzuverlässigkeit zu tun, als damit, dass die Post heutezutage einfach länger Zeit hat Briefe zuzustellen. Standardbriefe müssen jetzt erst nach 3 (95%)-4 (99%) Tagen zugestellt sein.
T*********mLeider ist die Post diesbezüglich unzuverlässig. Die hat nichts mit den längeren Brieflaufzeiten zu tun. Bei der OB Stichwahl hier musste die Post hiernach Beschwerden wegen fehlender Wahlbriefe gegenüber dem Wahlsmt einräumen das mehrere Kisten mit Briefwahlunterlagen im Postzentrum einfach vergessen und liegen geblieben sind
E*******eSowas geht natürlich garnicht. Weißt Du, ob das in NRW ein Einzelfall war oder ob das woanders auch vorgekommen ist?
T*********mEs gab zumindest hier aus mehreren Regionen Beschwerden über drüber die Qualität der Zustellung. Einige Wahlbeteiligung mussten die Unterlagen dann ein zweites Mal verschicken
B*********mAber was hat das jetzt mit "Gefahr für die Demokratie" zu tun ?
B*********mSorry, aber das ist doch Unsinn. Dazu müsste die Zustellerfirma ja wissen, in welchem Wahlbrief für wen gestimmt wurde.
Ausserdem wäre es so: Wenn 1000 Wahlbriefe nicht gültig sind, repräsentieren die höchstwahrscheinlich genau die Stimmenverteilung der Wähler, ändern also nichts an dem Wahlergebnis.
Im übrigen bilden sich politische Meinungen natürlich auch im familiären Bereich. Irgendwie hat die von Dir heraufbeschworene "Problematik" ein wenig was von Verschwörungstheorie.
Created06/10/2025edited twice