Reformationstag

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6 answers in this topic
K*******u
Da im Moment hier im Forum nichts läuft, will ich mal, so wenig ich mit dem christlichen Glauben und Religion allgemein überhaupt anfangen kann, mal ein paar Wort zum Reformationstag schreiben, der hier in Niedersachsen seit ein paar Jahren Feiertag ist .Meine Heimatstadt Emden nennt sich ja Reformationsstadt.

Emden war ein Zufluchtsort für Glaubensflüchtlinge, darunter auch Hugenotten, die ab dem 16. Jahrhundert aus Frankreich flohen, was zur Gründung einer eigenständigen französisch-reformierten Gemeinde führte. Diese existierte bis 1897, als sie sich mit der deutsch-reformierten Gemeinde vereinigte. Die Protestanten in Emden sind bis heute in Ev. lutherische und Ev. Reformierte Gemeinden aufgeteilt.

Insgesamt muss man sagen das dies zu einer toleranten Einstellung der Emder gegenüber religiösen und weltanschaulichen Gemeinschaften geführt hat. Aber ich meine, dass es hier und auch anderswo keine besonderen Wertschätzung des Begriffes gibt. Dieser wurde m.E. zu sehr von der Politik diskreditiert, bei der "Reform" für den einfachen Bürger meistens nur Einschränkung, Sparmaßnahmwen und Verteilung von unten nach oben bedeutet.

T*********m
Wurde der Reformationstag in den nördlichen Bundesländern nicht deshalb eingeführt weil in Süddeutschland ein "Mehr" an Fiertagen besteht.
Dem kirchlichen Glauben wohl eher weniger.
K*******u
ja, da hast Du Recht, kesserkater, man hatte die Wahl was man zum Ausgleich nimmt, man hätte statt des christlichen Bezugs z.B. auch den Tag der Toleranz den es international am 16. November gibt nehmen können. Ich habe die Tage einen Fernsehbericht aus Thüringen, wo es auch den Reformationstag als Feiertag gibt gesehen.

Bei den Straßengesprächen zeigte sich, was mir auch aus meinen Bekanntschaften schon deutlich geworden ist, dass kaum Jemand aus der ehemaligen DDR eine Verbindung zum christlichen Glauben hat und dieser "Reformationstag" sich nur durch die Macht der christlichen Kirchen durchsetzen konnte. Also ein Stück "Miissionsarbeit" im "ungläubigen Osten" den die Steuerzahler und Tarifpartner bezahlen müssen ob sie es wollen oder nicht.
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T********h
Es ist doch gut, das bei uns jeder die Feiertage so gestalten darf wie er möchte. Es muss ja nicht nur Arbeitstage geben. Dafür ist das Leben zu kurz.
K*******u
Gegen Feiertage hat auch niemand etwas, Heinz, auch wenn wir Ruheständler die ja eigentlich gar nicht mehr so gebrauchen. Mir ging es um die Art und Weise wie man Feiertage bestimmt in unserem Land und wer dazu "die Macht hat".
E*******e
Wer Anderes als die Politik, sollte die Einführung eines Feiertages veranlassen können?
K*******u
Js, natürlich, Peter, aber die Politik ist ja in einer Demokratie nicht allmächtig sondern gebraucht Unterstützer sonst hält kein Gesetz. Aber auch Autokraten schätzen die Unterstützung durch die Religion, das kannst Du in einer noch existierenden Demokratie unter Trump in den USA genau so sehen, wie in dem totalitären System Putins. In unserer Geschichte seit Gründung der Bundesrepublik siehst Du besonders unter Adenauer wie sehr er die katholische Kirche gebraucht hat, wo Die stark war, da war es auch die CDU oder CSU.
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