Sozialpolitik made in USA

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9 answers in this topic
T*****e
Nach einem Bericht der SZ vom Freitag, leider nicht online, will der Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung im Kabinett Trump, die Mieten für Sozialwohnungen deutlich erhöhen. Hierdurch sollen die Mieter gezwungen werden, sich einen Job zu suchen. Das Problem, die meisten haben ohnehin schon mehrere Arbeitsplätze.
P******e
Es ist ja ein wohlgehütetes Geheimnis, dass die Sozialhilfe in den USA auf eine bestimmte Zeit (ich glaube so etwa 5 Jahre) im gesamten Leben beschränkt ist. Das "Sozialsystem" bedeutet, dass Menschen nicht krankenversichert sind und nur notbehandelt werden, anschließend pleite sind. Ein anderer Teil dieses Systems bedeutet, dass ein hoher Anteil der Bevölkerung zeitlebens im Gefängnis sitzt. Es gibt in einigen Staaten den Passus, dass bei Wiederholungsfällen zeitlebens eingesperrt wird, auch bei geringfügigen Straftaten. Da auch Waffen zugänglich sind, werden weitere Problemlagen mit der Pistole mit Gewalt nach innen und außen gelöst. Hinsichtlich der Drogen ist bereits der nationale Notstand ausgerufen, hier weichen die Menschen auch schon aus dem Mittelstand in den Rausch aus. Auch dieses rudimentäre System wird Schritt für Schritt weiter abgebaut - unter allen Präsidenten. Soziales findet dann wirklich eines Tages nur noch auf freiwilliger Basis statt - über Suppenküchen oder Kirchen oder auch ehrenamtlich tätigen Ärzten. In Europa läuft es hier und da auch in diese Richtung, wenn man genauer hinsieht.

S*******u
Wenn es nach bestimmten Klientelparteien gehen würde, dann hätten wir schon lange US-Verhältnisse im Sozialsystem.
Andreas-Auf-Trieb47 yrs
... ohne daß sich deshalb aber die Abgabenbelastung verändern würden.

Das ist auch so ein Detail deutscher Klientelpolitik. Für jeden eingesparten Euro müssen zwei neue ausgegeben werden. Deshalb ist es auch so schmerzlich unglaubwürdig, wenn auf Mindestbesteuerung für Internetkonzerne oder auf eine Finanztransaktionssteuer bestanden wird.

Nicht ein Cent davon käme beim Bürger an. Amerika hat seine Probleme, und wir haben unsere.
K*******u
Was willst Du eigentlich damit sagen, Andreas-Auf-Trieb ? Das amazon & Co. hier keine Steuern bezahlen sollen und sonstige Unternehmen auch nicht weil unser Staat das Geld sowieso verprasst? Ziemlich seltsame Einstellung falls Du so denkst !
P******e
Die Taktik von Trump ist mir doch schon längst klar. Erst einmal fett die Zölle einkassieren, um Geld für das Militär einzusammeln und Amerika stark und noch stärker zu machen. Genialer Einfall, denn Steuererhöhungen im eigenen Land wären unbeliebt. Jetzt wird Zoll-"Strafe" einkassiert und die Bevölkerung jubelt dem starken Präsidenten zu.

Das kann aufgehen, wenn die europäischen Exporteure die Mehrkosten auf ihren Hut nehmen, die EU mit Gegenzöllen nicht durchdringt und die Dienstleistungen der USA wie Internet und dergleichen hier nicht ausreichend versteuert werden. Den Handelsbilanz-Überschuss brauchen wir dringend, sonst können wir auch die vielen Dienstleistungen der USA nicht in Anspruch nehmen oder bezahlen.

Völlig klar ist, Trump brauch Geld - viel Geld und das wird besorgt, koste es was es wolle. Das wird kein Wirtschaftsgipfel, keine EU und erst recht nicht unsere Kanzlerin verhindern. Abkassieren im großen Stil ist angesagt. Selbst wenn sich die EU endlich mal einig wäre und etwas mehr kassieren, beim Bürger würde davon kein Cent ankommen, denn das was durch Trump verloren geht, wird niemals wieder reingeholt.


Andreas-Auf-Trieb47 yrs
Snoopi, da Du meine Beiträge nun schon seit Jahren verfolgst, sollte Dir eigentlich klar sein, was ich damit ausdrücken wollte:

Ich will, daß endlich diese gottverdammte Verschwendungsmentalität in der Politik aufhört. Ich will, daß der Staat auf allen Ebenen, also auch unterhalb des Bundes, nur das Geld ausgibt, das er hat. Ich will, daß er nur dann Geld ausgibt, wenn es Sinn ergibt. Ich will, daß Brücken nicht in der Luft enden, und Flughäfen nicht in einer Dauerbaustelle. Ich will, daß eine Abgabenbelastung von über 50 % spürbar zurückgefahren wird, und dabei nur die überflüssigen Sperenzchen dran glauben müssen. Ich will, daß Mehreinnahmen nicht zu einem Wettbewerb führen, wer die schönste "Gerechtigkeitslücke" entdeckt. Ich will, daß Sozialausgaben den sozial Bedürftigen zugute kommen, nicht aber windigen Investoren,  erpresserischen Arbeitgebern, gut betuchten Häuslebauern, oder dem Ausland.

Ich will, daß irgendeine Steuerreform sich nicht zusammenfassen lässt mit der Erkenntniss: In die rechte Tasche gegeben, aber aus der linken wieder genommen.
S*******u
Ich will - ich will - ich will


Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann - fragt, was ihr für euer Land tun könnt.

(John F. Kennedy, US-Präsident von 1961 - 1963)




Andreas-Auf-Trieb47 yrs
Mein Papa heißt Pawlow - Pawlow - Pawlow.


"Frag nicht, was Deine Diskussionsgegner für Dich tun können, frag, was Du für die Dikussion tun kannst"

(Andreas-Auf-Trieb, Deutscher Bürger, der nichts geschenkt haben will, außer Fairness)
edited twice
S*******u
Andreas-Auf-Trieb schrieb:
Mein Papa heißt Pawlow - Pawlow - Pawlow.


"Frag nicht, was Deine Diskussionsgegner für Dich tun können, frag, was Du für die Dikussion tun kannst"

(Andreas-Auf-Trieb, Deutscher Bürger, der nichts geschenkt haben will, außer Fairness)



Fairness wird einem nirgendwo geschenkt, da muss man bisweilen für kämpfen!!!!!
Nur hinstellen und blöcken:
"ich will - ich will - ich will"
das funktioniert nicht.

Ansonsten leb weiter in Deiner rosaroten Einhornwelt.

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