K*******uJa, das ist nicht nur bei Dir so, KuschelMusc.., im Leben kommt es oft zu Dem "was sich einfach so ergeben hat" und das ist auch oft bei Beziehungen so nach meiner Erfahrung. Mit meinem vor 14 Jahren verstorbenen Mann hatten wir auch eine mehr offene Beziehung über viele Jahre und trotztdem war die Heirat, damals "eingetragene Partnerschaft" für uns ganz selbstverständlich.
Da wir, wie ich es jetzt mit meinem Partner auch wieder habe, lange eine Wochendbeziehung hatten, scheint es mir auch so, dass sich das damals "einfach so ergeben hat". Was heute anders ist, ich mag schon viele Jahre keinen "Sex zwischendurch" mehr und besuche schon lange keine Pornokinos, Gay-Saunen und Darkrooms mehr, es geht nur noch was mit Partner. Früher sagten wir mal so im Scherz " Es gib nur zwei Möglichkeiten, entweder Polyamory oder Monotonie", aber das sehe ich schon lange anders.
K*********pIst okay, soll jeder so machen, wie er will. Wichtig ist, dass alle möglichst glücklich und gut damit sind
P*******uJa, im Groben kann man sich vielleicht ausmalen, wohin die Reise geht. 🤔 Ich versuche es auf mich zukommen zu lassen, und wer weiß, vielleicht bin ich Morgen oder in einem Jahr schon tot? Oder heute Abend. In meiner untypischen Lebenssituation mit meinem alles andere als "normalen" Lebensverlauf kann ich mir nicht sicher sein, dass die Zukunft etwas Ähnliches wie bei anderen bringt. Kosten- Nutzenrechnungen über den Wert eines Menschen werden längst wieder geführt, kaum verhohlen. Unbequemer als für die Meisten war es schon immer, und das kann auch in Beziehungen Auswirkungen haben.
Created24/05/2026edited once Lenchen66 yrsIch stelle mir hier die Frage, was uns von außen an Erwartungen gegeben werden und was unsere eigenen Wünsche sind.
Dabei geht beides, Zuschreibung und Eigenanteil, ja nicht in die eine oder andere Richtung, sind Eindeutig.
Lenchen66 yrsKlar ist, dass e hier kein falsch oder richtig gibt. Alles, was zwei oder mehr Menschen leben ist richtig, solange kein Zwang, keine Macht ausgeübt wird.
Obwohl schon das mit der Macht nicht so eindeutig ist. Gute Freunde von mir sind im Bereich von S und M unterwegs und genießen Machtspiele...
Created25/05/2026edited once B*********m"Snoopy", ich glaube Du vermischt da Dinge, di nicht zusammen gehören.
Polyamorie ist etwas anderes als "nicht monogam, offen oder promisk".
K*******uIrgendwie geht es hier nicht weiter, Leute, Ich weiß nicht ob ich das verursacht habe oder ob es an dem Thema ganz allgemein liegt ? Es kann ja auch an der ersten großen Hitzwelle dieses Jahres liegen, dass niemand schreiben mag !
P*******uVielleicht auch an Existenzängsten? Es kann viele Gründe geben. Das hier ist eine der raren aktiven Gruppen zum Gedankenaustausch, in der sich tatsächlich ausgetauscht wird.
Oder hat jemand Gegenbeispiele? Ich schon einmal nicht. 🤷♂️
W*****eMeiner Ansicht nach muss jeder, der dieses Thema diskutieren möchte, ein weit verbreitetes Missverständnis unbedingt vermeiden: Polyamorie und Promiskuität sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Wie bereits erwähnt, prägen der individuelle Lebensweg, der kulturelle und moralische Hintergrund sowie die persönlichen Vorstellungen von Liebe die Lebenswege jedes Einzelnen. Und Vorurteile entstehen.
Ich persönlich werde das Gefühl nicht los, dass das, was man Polyamorie nennt, eine Art einvernehmliche, etwas experimentelle Variante dessen ist, was wir schon immer Untreue genannt haben. Wir sollten außerdem unterscheiden zwischen einer (für diejenigen, für die eine solche Realität möglich ist) gleichzeitigen Liebesbeziehung mit zwei oder mehr Personen und parallelen sexuellen Beziehungen ohne Liebe oder mit einer stark abgeschwächten Form von Liebe.
Lenchen66 yrsIch gebe zu, dass ich bewusst nicht das Gegensatzpaar Monogamie und Polygamie gewählt habe eben um eine Auseinandersetzung um die Begriffe Polygamie und Polyamorie zu provozieren. Die Promiskuität hatte ich dabei noch gar nicht mit einbezogen.
Ich fand es schon immer verstörend, dass homosexuell und promisk und potentiell untreu und heterosexualität und monogam und treu ergeben von beiden Seiten gleichgesetzt wurde.
Ich wollte als Männer liebend auch die Treue und wurde deswegen als die Heterosexuellen nur kopierend verunglimpft...
Gleichzeitig gibt es in der Mehrheistgesellschaft das Vorurteil, das Männer an sich nicht treu sind.
Frauen, die nicht monogam lebend sind Schlampen, Männer, die das selbe leben, tolle Kerle und Sexsymbole...
Seltsame Welt...
W*****eAnstatt starren Regeln zu folgen, sollte sich meiner Meinung nach jeder Mensch von dem leiten lassen, was er gemäß seiner Natur als seiner natürlichen Neigung in romantischen Beziehungen entspricht. Das heißt, niemand sollte monogam leben, nur weil er es für einen gesellschaftlich akzeptableren Lebensstil hält, der ihm weniger Probleme bereitet. Man sollte monogam leben, weil man sich in der Monogamie wohler und glücklicher fühlt. Und niemand sollte sich der Polyamorie zuwenden, nur weil sie wie ein Lebensstil mit weniger Bindungen und Verpflichtungen erscheint, sondern weil man sie als richtig für sich selbst empfindet und sie den eigenen dominanten Impulsen in den emotionalen und sexuellen Beziehungen zu anderen entspricht.
Lenchen66 yrs...und doch unterliegen gerade junge Menschen immer wieder den Regeln, die andere für sie aufstellen oder müssen sehr stark sein, um bei sich zu bleiben.
Für mich ist Monogamie auch heute noch keine moralische Vorgabe sondern das meinen Gefühl entsprechende Ideal, dass ich aber auch nicht immer leben kann. Es braucht ja auch hierfür ein Gegenüber... wobei dessen "Treue" für mich auch zweitrangig ist.
W*****eAuch ich habe mich in monogamen Beziehungen wohler gefühlt, und wenn ich auf die Jahre in festen Partnerschaften zurückblicke, glaube ich, dass diese Lebensweise meiner Natur entspricht. Nicht, weil ich eine Situation ohne Verpflichtungen und mit der Möglichkeit zu lockeren Beziehungen, ohne emotionale Bindung oder mit nur schwacher Verbindung, als „sündhaft“ betrachte, sondern weil ich mich schon immer danach hingezogen gefühlt habe. Meiner Meinung nach ist es, als würde man versuchen, aus Disziplin einen zu kleinen Schuh zu tragen, wenn man sich ein bestimmtes sexuelles oder emotionales Verhalten aneignet. Im einen Fall riskiert man Fußdeformationen, im anderen die unangenehme Erkenntnis, dass man nicht das Leben gelebt hat, das man sich gewünscht hat, sondern das, das einem andere aufgezwungen haben oder das man sich selbst auferlegt hat, selbst wenn es nicht der eigenen Natur entsprach.
Es ist traurig, dass es junge Menschen gibt, die ihren Lebensstil einem bestimmten Schema anpassen wollen, ohne zu bedenken, ob sie damit ihre eigenen Neigungen verraten oder gegen sie handeln. Es gibt auch ein Phänomen des Egoismus, das nicht außer Acht gelassen werden sollte: Das Leben als Paar ist finanziell teurer, es beendet gewisse persönliche Freiheiten, es zwingt einen, Verpflichtungen einzugehen und mindestens genauso intensiv über das Wohlbefinden des anderen nachzudenken wie über das eigene.