P******eWie funktionieren Xenon-Scheinwerfer?
Du kennst elektrische Funken, im Extremfall Blitze. Stell Dir einen kontrollierten Dauerblitz vor, dann hast Du einen Xenonscheinwerfer. Strom kann normal nur durch z. B. Drähte fließen, in Sonderfällen, bei sehr hoher Spannung auch Gase (Luftstrecken) überwinden. Xenon ist auch ein Gas und der kontrollierte Blitz (Lichtbogen) bringt das Gas zum Leuchten während eigentlich nur ganz normaler Strom durchfließt. Vorteil; der Lichtbogen ist sehr klein räumlich begrenzt, mit einer genau angepassten Optik (ein paar Linsen oder Reflektoren lässt sich eine so kleine Lichtquelle sehr genau bündeln und begrenzen. So kann der Scheinwerfer heller gemacht werden ohne den Gegenverkehr zu blenden.
P******eLebensversicherungen – lohnt sich das noch?
Kapitallebensversicherungen mit Todesfallschutz und 30 Jahren Laufzeit, die 2008 fällig werden, haben durchschnittlich 5,45 Prozent Rendite erwirtschaftet. Aktienfonds brachten im gleichen Zeitraum mehr als zehn Prozent. Würde man heute eine Lebensversicherung abschließen und die aktuellen Entwicklungen zugrunde legen, kämen nach 30 Jahren Laufzeit sogar nur 3,92 Prozent Rendite dabei heraus. Denen, die noch gar nicht vorgesorgt haben, raten die Experten von "Finanztest" deshalb eher dazu, eine staatlich geförderte Riester-Rente abzuschließen. Hier liegt die Rendite bei über vier Prozent. Wer bereits eine Lebensversicherung hat, sollte – wenn er zusätzlich sparen möchte – eher auf Aktienfonds setzen. Dadurch geht er zwar ein höheres Risiko ein, kann aber auch auf mehr Rendite hoffen.
P******eWoher kommt die Redewendung "aus dem Staub machen"?
In früheren Zeiten wurde auf den Schlachtfeldern im Kampf Mann gegen Mann immer viel Staub aufgewirbelt. Wollte man nicht mehr in die Kampfhandlungen verwickelt werden, so floh man vom Schlachtfeld, man "machte sich also aus dem Staub"!
P******eWarum kann eine Gewitterwolke mit tausenden Litern Wasser fliegen, wenn einem hier schon 2 Wassereimer zu schwer sind?
Wo (Gewitter)wolken entstehen sind meistens starke Aufwinde dabei große Mengen warme Luft nach oben zu befördern. Die Luft enthält Wasserdampf, der durch die Abkühlung in großer Höhe kondensiert und als Wolke sichtbar wird. Diese zunächst kleinsten Tröpfchen (weiter oben sogar Eiskristalle) werden durch die Aufwinde oben gehalten. Durch weitere Kondensation (Tau) entstehen mehr und mehr Tröpfchen, die sich berühren und zu Tropfen (oder Hagel) zusammen finden. Größere Tropfen fallen nach unten und kühlen tiefere Schichten ab. Dort passiert dann das Gleiche: Abkühlung, Kondensation, Tröpfchen, Tropfen, die Aufwinde brechen zusammen, dadurch kommen immer mehr Tropfen runter ... es regnet.
P******e
Was ist ein Kofferwort?
Ich packe meinen Koffer... - nein, das ist es nicht. Ein Kofferwort ist ein Kunstwort, das aus zwei einzelnen Wörtern gebildet wurde; beide Wörter verschmelzen oder kontaminieren miteinander. Dabei können einzelne Buchstaben oder sogar Silben der Wörter ganz und gar gestrichen werden.
Das einfachste Beispiel ist unser alltägliches Wort "Jein", hier verschmelzen "ja" und "nein" miteinander und bedeutet, das etwas nur halb stimmt. Auch eine "Datei" ist ein Kofferwort: aus "Daten" und "Kartei".
Weitere bekannte Kofferwörter sind: Brunch (englisch breakfast + lunch), Bit (engl. binary + digit), Bollywood (Bombay + Hollywood), Demokratur (Demokratie + Diktatur), Denglisch (Deutsch + Englisch), Motel (Motor + Hotel), Smog (engl. smoke + fog) und Bionik (Biologie + Technik).
Allerdings darf man es nicht mit einem "Akronym" verwechseln. Das sind Wörter, die aus Anfangsbuchstaben gebildet werden. Z.B. ist "Haribo" eine Verschmelzung aus "Hans Riegel Bonn". Ein ähnliches Beispiel finden wir beim Kaffeeröster "EduScho" = Eduard Schopf.
P******eWoher kommt der Begriff "debuggen"?
Bevor der Transistor seinen Siegeszug im Computer antrat, verrichteten Verstärkerröhren deren Arbeit. Der Betrieb einer solchen Röhre erzeugt eine erhebliche Wärme, die natürlich auch Insekten anzieht. Als am 9.9.1945 wieder mal der Rechner am MIT (Massachusetts Institute of Technology) ausfiel, machte sich Grace Hopper auf die Suche und fand ... einen Käfer (Englisch = bug), der einen Kurzschluss ausgelöst hatte. Sie klebte diesen Käfer in das Logbuch und heute kann man ihn in einem Silikonblock eingelassen besichtigen.
Wann immer nun in der folgenden Zeit der Rechner ausfiel, hieß es, man sei am "deBUGgen".
Kurioserweise konnte Grace Hopper wohl einen Käfer nicht von einer Motte unterscheiden, denn das Tierchen ist eine Motte, die zwar auch sechs Beine hat, aber eben kein Käfer ist. Vielleicht würden wir dann heute "demothen", weil die Motte "moth" auf Englisch heißt.
P******eWarum verstecken Eichhörnchen ihre Nüsse?
Eichhörnchen legen Futterlager an, weil sie nur Winterruhe und nicht Winterschlaf halten. Das bedeutet, dass sie nur ein paar Tage durchschlafen und dann dringend Nahrung brauchen. Während andere Baumhörnchen ein Zentrallager mit bis zu 18.000 Zapfen anlegen, verteilt ein Eichhörnchen seine Reserve auf einer Fläche von 7.000 Quadratmetern. Dumm nur, dass Eichhörnchen sehr vergesslich sind: wenn sie Futter verstecken, tun sie das rein instinktiv. Folge: 70 Prozent der Leckereien werden nie gefunden – und keimen dann im nächsten Frühling und bereichern den Baumbestand des Waldes.
P******eWarum löscht Wasser Feuer?
Flüssiges Wasser kann sehr viel Energie aufnehmen und in Form von Wasserdampf transpotieren. Wenn das Wasser auf eine Feuerstelle trifft, "saugt" die Flüssigkeit die Energie aus den Flammen. das Wasser verdampft und trägt so die entzogene Energie aus dem Brandherd fort.
Dadurch kühlen die Brennstoffe aus und wenn die Temperatur unter den sogenannten Flammpunkt fällt, erlischt das Feuer. Die Löschkraft des Wassers hat also kaum etwas damit zu tun, dass dem Feuer Sauerstoff entzogen wird. Löschwasser ist eigentlich ein Kühlmittel.
P******eWoher kommt die Redewendung "den Löffel abgeben"?
In früheren Zeiten erhielten neu eingestellte Dienstboten, vor allem auf dem Land von ihrem Dienstherren bei Arbeitsantritt einen Holzlöffel, der zur täglichen Nahrungsaufnahme aus einer großen Pfanne oder einem Topf diente. Wurde der Dienstbote gekündigt oder ging er aus eigenen Stücken, so mußte er diesen "Löffel wieder abgeben", damit ihn der nächste erhalten konnte. Gab also jemand den Löffel ab, so hieß dies lediglich daß er den Hof oder die Dienststelle verließ; erst später wurde daraus eine Todesmeldung.
P******eHaben auch Vögel einen Bauchnabel?
Ja, auch im Ei versorgt eine Nabelschnur den Vogelembryo mit Nährstoffen. In diesem Fall kommen sie nicht aus dem Kreislauf der Mutter, sondern aus dem Eidotter. Bei Küken sieht man, wenn man ganz genau unter den Federn in der Bauchmitte nachschaut, einen Bauchnabel. Der Nabel verwächst allerdings sehr schnell und ist nicht mehr zu erkennen.
P******eIst Teflon tatsächlich ein Nebenprodukt der Raumfahrt?
Richtigerweise heißt Teflon richtig Polytetrafluorethylen (Kurzzeichen PTFE) und wurde bereits 1938 von dem Chemiker Roy Plunkett durch Zufall entdeckt, als er auf der Suche nach Kältemitteln für Kühlschränke war. Wenn wir jetzt mal rechnen, dann ist 1938 weit vor der dem ersten Raumfahrtprogramm! Der Wettlauf in den Weltraum zwischen USA und Sowjetunion und damit die ersten Raumfahrtprogramme begannen erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Der erste künstliche Satellit Sputnik 1 startete am 4. Oktober 1957!
Wer hat uns aber dann früher diesen Käse erzählt? Ich weiß noch genau, dass wir das alle glaubten...
P******eLeitet Wasser Strom?
Nein. Wasser ist ein extrem schlechter Leiter für elektrischen Strom. Doch wieso ist es lebensgefährlich sich in der Badewanne die Haare zu föhnen? Weil wir nicht in reinem Wasser baden. Da in unserem Badewasser Kalk und Salze gelöst sind, steigt die Leitfähigkeit unseres Badewassers enorm. Die Leitfähigkeit ist dann in etwa 1000-mal besser als reines Wasser und bei Meerwasser steigt dieser Faktor nochmals um 1000.
Grund hierfür ist, dass die gelösten Salzteilchen wie Container für die Elektrizität wirken. Diese nehmen die Ladung auf und transportieren sie an den Wassermolekülen vorbei. Die Wassermoleküle allein lassen sich vom Strom kaum stören.
P******eWarum halten Wolken oder Nebelbänke überhaupt zusammen? Warum verteilen sie sich nicht einfach?
Die Frage muss einem kommen, wenn man bedenkt, wie schnell Wolken über uns hinweg ziehen können. Da fragt man sich doch, warum der Wind die Wolken nicht einfach zerbläst. Aber nein, es ist strahlend blauer Himmel und eine dicke Wolke zieht über mich hinweg. Gleiches Phänomen ist der Frühnebel. Obwohl es windet, bleibt er über dem See einfach "stehen". Warum?
Wolken und Nebel werden nicht zusammen gehalten, es sieht nur so aus. Wolken und Nebel bestehen aus feinsten Wassertröpfchen, die da entstehen wo Temperatur, Druck und Feuchtigkeit Bedingungen schaffen, in der Luft enthaltenen Wasserdampf kondensieren zu lassen. Man "sieht" praktisch die Bedingungen, denn wo die Wolke ist herrschen Bedingungen für den "Taupunkt". Und Feuchtigkeit kann schlagartig sichtbar werden. Die Bedingungen (Kälte, Feuchtigkeit, Druck) über einem See sind den ganzen Morgen über gleich, auch wenn Wind weht, bleiben sie stehen und mit Ihnen der Nebel.
P******eWoher kommt die Redewendung "Schlamassel haben"?
Das Wort Schlamassel leitet sich vom jiddischen Wort "schlimisl" ab, denn es verband das deutsche Wort "schlimm (schlecht)" mit dem jüdischen Wort "masl" (Glück). Es bedeutete also nichts weiter als "schlimmes Glück" (Unglück).
a memberWoher kommt er Begriff "Scheißtag"
Als einen Scheißtag bezeichnet man Tage, an denen alles schiefläuft. An solchen Tagen passieren oftmals gefühlt nur schlechte Dinge hintereinander und die Laune ist dementsprechend durchweg schlecht. Wir zeigen Ihnen, woher dieser Begriff ursprünglich stammt.
Der Ausdruck "Scheißtag" wurde schon im 18. und 19. Jahrhundert verwendet.
Knechte, Dienstboten und Mägde bezeichneten unbezahlte Tage, an denen Sie Arbeiten mussten als Scheißtage.
Der Hintergrund: Damals war es üblich, die Zeit, die Bedienstete jährlich während der Arbeitszeit auf der Toilette verbrachten nicht zu vergüten.
Daher musste diese Zeit am Jahresende unentgeltlich nachgearbeitet werden, somit entstand der Begriff "Scheißtag". Angestellte hatten somit bis zu vier dieser Scheißtage im Jahr.
Die sogenannten Scheißtage begannen nach Ablauf des Arbeitsvertrages oder Dienstverhältnisses. Meistens waren diese bis zum 29. Dezember oder bis Lichtmess am 2. Februar befristet.
P******eWarum heißt es "mit Fug und Recht"?
Das sagt man immer wieder und weiß eigentlich nicht was man da sagt
Also "Recht" kennt jeder, aber was ist "Fug"?
Das Wort „Fug“ kommt aus dem Mittelhochdeutschen. Es wurde ursprünglich "vuoc" geschrieben und bedeutete "etwas, das erlaubt ist". Wir verwenden heute noch andere Wörter, die daraus resultieren. Zum Beispiel "Befugnis“ und „unbefugt". Und etwas, das nicht erlaubt ist, ist "Unfug".
P******eWoher kommt die Redewendung "ein blaues Wunder erleben"?
Um ein blaues Tuch herzustellen, verwendeten im Mittelalter die Färber die zerriebenen Blätter der Waidpflanze und vermischten diese mit Urin. Dieser Brei gärte dann einige Tage und dann tauchte man das Tuch in die Masse. Aber der Stoff verfärbte sich nicht sofort, sondern die Farbe ging erst im Verlauf eines Tages von gelb über grün nach blau. Wer dabei zusah konnte im wahrsten Sinn des Wortes "ein blaues Wunder erleben".
P******eWarum kann man sich nicht selbst kitzeln?
Ja, Singles haben es schwer und führen ein trauriges Leben. Warum? Sie müssen sich die Witze selbst vortragen und versuchen sich selbst zu kitzeln. Beides ist meist nicht von großem Erfolg gekrönt.
Dass man bei den selbst vorgetragenen Witzen nicht lachen muss, liegt wohl daran, dass man den Witz schon kannte. Aber warum kann ich mich nicht selbst kitzeln?
Die Antwort ist die selbst, wie auf die Frage, warum wir bei Bewegungen unsere Kleidung am Körper nicht bewusst spüren. Das Körper unterschiedet zwischen wichtigen und unwichtigen Reizen. Unwichtige werden dabei meist ignoriert und rangieren in der Priorität weit unten. Würden wird das nicht machen, dann würden wir wohl an Reizüberflutung sterben.
Wichtige Reize sind z.B. Reize von Außen (die Berührung durch eine andere Person, oder durch ein Tier, oder wenn wir einfach an einen Gegenstand stoßen). Unwichtige Reize hingegen sind u.a. solche, die wir selbst verursachen oder deren Reize wir erwarten. Wenn ich meine Arme bewege, spüre ich die die Reibung meines T-shirts nicht auf der Haut. Auch wenn ich mich selbst versuchen, uns zu kitzeln, wird dieser Reiz für unwichtig erklärt und der Körper schenkt ihm keine weitere Beachtung.
Außerdem meldet mein Gehirn bei eigenen Kitzelversuchen den zu erwartenden Reiz noch vor der Berührung weiter und die ganze Überraschung der Berührung ist verdorben.
Will uns jemand anderes kitzeln, dann weiß unser Körper nicht genau, was jetzt als nächstes passiert. Er geht zunächst von einer Gefahr aus. Werden wir dann von den Kitzelreizen überrascht, merkt unser Körper schnell, es besteht doch keine Gefahr wir können uns wieder beruhigen. Zur Entspannung fangen wir dann das Lachen an (Das passiert aber nur bei Personen, die wir kennen und mögen. Deswegen finden wir Kitzelattacken von Fremden überhaupt nicht witzig).
Das ist vergleichbar, wie wenn wir aus einer gefährlichen Situation mit einem Schrecken davon kommen. Die Entspannung löst sich und wir müssen das Lachen anfangen. Außerdem erklärt das, warum wir an empfindlichen Stellen (unter den Achseln, an den Fußsohlen, am Bauch, ...) besonders kitzelig sind. Dort besteht die größte Gefahr für unseren Körper.
Das ist auch wieder ein Grund, warum wir uns nicht selber kitzeln können, wir erwarten von unserer eigenen Berührung keine Gefahr.
Da Lachen gesund ist, sollte man sich eigentlich viel öfter kitzeln lassen.
... oder zumindest sich ein paar gute Witze erzählen lassen.
P******eWas ist Schwarzlicht?
Das menschliche Auge kann nur einen sehr geringen Teil der elektromagnetischen Strahlung sehen. Schwarzlicht besteht zu einem geringen Teil aus gerade noch sichtbarem Licht, das meiste ist im ultravioletten Bereich und nicht wahrnehmbar. Ist ungefähr so wie mit hohen Tönen, irgendwo ist eine Grenze. Aber, UV-Licht kann durch Brechung (z. B. in den Fasern eines T-Shirts) zu sichtbarem Licht umgewandelt werden, deshalb erstrahlen bestimmte Dinge (Kleidung, Zähne, Geldscheine) unter UV-Licht so hell.
P******eWoher kommt der Name Tarzan?
Im Jahr 1914 erblickte Tarzan das Licht der Welt - als Hauptfigur in Geschichten des Romanautors Edgar Rice Burroughs. Sein Name entstammt der fiktiven Sprache der Menschenaffen vom Stamme der Mangani. „Tar” steht für „weiß” und „Zan” für Haut - Tarzans auffälligstes Unterscheidungsmerkmal von seiner „Familie”. Die Figur wurde so populär, dass in Kalifornien 1927 sogar eine Stadt „Tarzana” genannt wurde.
P******eWoher kommt die Redensart "Unter aller Kanone"?
Wenn etwas unter aller Kanone ist, dann ist es supermegawahnsinns-schlecht
Dabei hat aber die Bezeichnung gar nichts mit einem Geschütz zu tun.
Gemeint war ursprünglich eine Zensurenvorschrift, die die Noten von 1 bis 5 einteilte. Das war der Zensuren-Kanon (Kanon=Vorschrift). War ein Schüler oder Student so richtig schlecht, dass er nicht einmal die Note 5 verdient hätte, dann gab es den lateinischen Kommentar: "sub omni canone" (= unter allem Kanon; hier: schlechter als Note 5)!
former memberWoher kommt das Sprichwort "Spinnen am Morgen,
Kummer und Sorgen - Spinnen am Abend, erquickend und labend"?
Dieses Sprichwort hat aber nun so gar nichts mit den kleinen achtbeinigen Krabbeltierchen zu tun. Es bedeutet vielmehr, dass früher nach der Arbeit das Spinnen in der Wohnstube als angenehme Freizeitbeschäftigung gesehen wurde. War man allerdings gezwungen bereits früh mit dem Spinnen zu beginnen, so verdiente man mit dieser Arbeit seinen Lebensunterhalt und der wurde damals mehr als kärglich entlohnt.
former memberMacht Spinat wirklich stark?
Macht Spinat wirklich so stark, wie es uns als Kind in den Zeichentrickfilmen von Popeye gezeigt worden ist?
Na klar: Er wirkt fast wie ein Dopingmittel. Forscher isolierten Substanzen, die wie Anabolika beim Aufbau von Muskeln helfen. Versuche zeigten, dass sobald Muskelzellen der Spinatsubstanz ausgesetzt waren, diese ihr Wachstum um 20% gesteigert hatten. Um als Mensch die wirksame Dosis zu erhalten, müsste man täglich mindestens ein Kilo Spinat essen.
Übrigens: Das Spinat sehr viel Eisen enthält, zählt zu den Ammenmärchen. Ein Chemiker hatte seinerzeit den Eisengehalt mit 35mg/100g Spinat bestimmt. Leider hatte er zur Bestimmung Spinatpulver verwendet, welches zehnmal soviel Eisen enthält wie frische Blätter. Zahlreiche Lebensmittel enthalten mehr Eisen (z.B. Leberwurst die dreifache Menge je Gewichtseinheit). Sogar Weißbrot enthält etwas mehr Eisen
P******eWie überleben Säugetiere im Salzwasser?
Genauso wie ihre Verwandten an Land, sind auch die Säuger im Salzwasser auf Süßwasser angewiesen. Aber Meeressäugetiere brauchen nicht soviel Süßwasser wie die Säuger an Land. Das liegt daran, dass der Körperwasseranteil bei ihnen nicht so hoch ist - also auch nicht auf hohem Niveau aufrecht gehalten werden muss. Statt Wasser besteht der Meeressäugerkörper vor allem aus Fett.
Doch woher kommt nun das wenige Süßwasser, dass die Meeressäuger dennoch brauchen?
Meistens ziehen sie es aus ihrer Nahrung, z.B. aus Quallen. Es sind aber auch Fälle bekannt, in denen sie sich an dem Süßwasserfilm auf dem Meer gütlich tun, der dort nach starkem Regen zu finden ist. Beim Fressen nehmen sie zwar auch immer eine geringe Menge an Salzwasser zu sich, das Salz wird aber über ihre Nieren wieder ausgeschieden.
P******eWas bringen eigentlich Kundenkarten?
"Finanztest" hat einmal die Vorteile von 23 kostenlosen Kundenkarten untersucht. Die regelmäßige Ersparnis ist allenfalls mäßig (zwischen 0,5 und 3%). Nur bei der Baumarktkette hagebau gibt es den Rabatt ohne Einschränkung sofort. Der Käufer mit Kundenkarte zahlt drei Prozent weniger für den aktuellen Einkauf. Andere Anbieter geben meist Gutscheine aus oder bieten Sachprämien.
Bei den Anbietern, die mehr als drei Prozent Rabatt gewähren, müssen die Kunden zunächst einen hohen Mindestumsatz erreichen. Beim Schuhhändler Görtz gibt es beispielsweise fünf Prozent ab einem Jahresumsatz von 700 Euro. Das sind sieben Paare neue Schuhe! Oder bei Rewe ist der Grundrabatt so gestaltet, dass ein Kunde für eine Gutschrift von 10 Euro Waren im Wert von 2.000 Euro kaufen müsste.
Verbraucherschützer raten deshalb dazu, das Kaufverhalten auf keinen Fall zu ändern. Es lohnt sich nur Kundenkarten von Händlern zu nehmen, bei denen man sowieso regelmäßig einkauft. Und auch trotz Kundenkarte sollte man die Preise vergleichen. Denn manche Waren sind zum Normalpreis bei anderen Händlern günstiger.
Und: Vorsicht bei der Herausgabe von Daten, denn mit der Nutzung einer Kundenkarte gibt man fast immer seine Anonymität auf. Deshalb kann man eigentlich nur solche Kundenkarten uneingeschränkt empfehlen, die mit einem Stempel oder mit Treuepunkten funktionieren.
P******eWoher kommt "der springende Punkt"?
Der springende Punkt bezeichnet umgangssprachlich etwas, für den einzelnen, sehr wichtiges.
Man kann diese Redewendung auf Aristoteles zurückführen, der in einem seiner Bücher über Tierkunde den "punctum saliens" (springenden Punkt) erstmals erwähnt. Hierbei handelte es sich um Beobachtungen, die er an einem befruchteten Hühnerei machen konnte. Nach etwa 5-7 Tagen konnte er eine Art "Blutfleck" im Inneren ausmachen, der "hüpfe und springe". Die Berechtigung dieser Aussage erschließt sich daraus, dass er schlicht und ergreifend das Herz des im Ei heranwachsenden Kükens sah, dass schlug!
P******eWie werden moderne Keramiken hergestellt?
Keramik steht als Sammelbegriff für Erzeugnisse, die aus Tonerde und Wasser geformt und anschließend gebrannt werden. Tonerde besteht aus stark verwittertem Gestein dessen Teilchen zu sehr feinem Mehl zerrieben wurden (Körnchengröße nur wenige tausendstel Millimeter). Keramiken werden seit 12.000 Jahren hergestellt und bis heute im Prinzip gleich. Aus Tonerde und Wasser wird eine Form erschaffen und anschließend im Ofen (bei mind. 900°C) gebrannt. Dabei verdampft das enthaltene Wasser und die Tonteilchen backen zu Kristallen zusammen. Da Ton zunächst ein Naturprodukt ist schwankt auch seine Zusammensetzung und Qualität erheblich. Für moderne Keramiken, speziell in technischen Anwendungen werden hochreine Tonsorten nach speziellen Rezepten gemischt um die Qualität des Endproduktes zu erhöhen.
P******eWie startet eine Rakete?
In den Düsen einer Rakete wird Brennstoff gezündet und die entstehenden Gase durch eine Öffnung in einer Richtung heraus geschleudert. Nach dem Impulserhaltungsgesetz wirken diese Beschleunigungskräfte auf die Gase auch in der Gegenrichtung. Die Kraft mit der Gase nach hinten heraus geworfen werden bewirken eine Beschleunigung der Rakete in der entgegen gesetzten Richtung. Würde man auf einer Luftmatratze auf dem Wasser sitzend Steine immer in dieselbe Richtung werfen würde man sich selbst langsam in die Gegenrichtung bewegen. Dabei können kleine Massen mit hoher Geschwindigkeit (Abgase) auch große Massen langsam bewegen. Lediglich das Produkt aus Masse und Geschwindigkeit muss gleich sein. Ein gutes Beispiel ist auch das Abfeuern einer Gewehrkugel, die relativ kleine Masse der Kugel multipliziert mit der hohen Geschwindigkeit ergibt den gleichen Wert wie die vergleichsweise langsame Bewegung des schweren Gewehrs in Gegenrichtung (Rückschlag).
P******eWarum werden Grillen von ihrem Gezirpe nicht taub?
Weil sie ihr Gehör abschalten (wenn ich das auch bei so manchem Kunden könnte!). Ihren monotonen Gesang erzeugen die Grillen, indem sie ihre Flügel wie einen Geigenbogen an einer Seite aneinander reiben. Das ist für eine Grille etwa so laut wie ein Presslufthammer für uns: 100 Dezibel.
Doch jene Nervensignale, die die Flügel in Bewegung setzen, dämpfen gleichzeitig auch die Empfindlichkeit der Hörnerven. So werden Grillen nicht taub und können gleichzeitig inmitten des lärmenden Zirpkonzertes die Stimmen konkurrierender Artgenossen wahrnehmen. Diese werden aufgrund unterschiedlicher Frequenz nicht vom eigenen Gehörsinn ausgeblendet. Genial!
P******eWer hat die Chips erfunden?
Es war im Jahre 1853: da war ein gewisser George Crum in der amerikanischen Stadt Saratoga Springs Koch und er servierte in einem feinen Restaurant einen gut situierten Gast die üblichen in Fett frittierten Kartoffelstäbchen. Der Gast mäkelte, seine Kartoffeln seien zu dick, obwohl sie George Crum sie immer dünner schnitt. Der feine Herr ließ sie mehrmals zurückgehen. Verärgert schnitt der Koch nun die Kartoffeln in so dünne Scheiben, dass man hindurchsehen konnte. ER buk sie so kross, dass man sie nicht mehr mit der Gabel essen konnte. Zum Abschluss versalzte er sie noch. Doch anstatt sich aufzuregen, war der anspruchsvolle Kunde von dem Ergebnis begeistert: Die Kartoffelchips waren erfunden!
P******eWarum plagt uns Schluckauf?
Er kommt immer in den unpassendsten Momenten. Zucker essen, erschreckt werden oder die Luft anhalten - jeder hat sein Hausmittelchen. Doch wozu ist Schluckauf gut?
Zwerchfell und Atemmuskulatur ziehen sich für 35 Millisekunden zusammen: Der Körper tut so, als ob er einatmen würde. Doch die eingezogene Atemluft prallt auf die geschlossene Stimmritze - mit einem lauten Hicks. Eigentlich sind das die Atemübungen vor der Geburt, bei der der Embryo kein Fruchtwasser in die Lunge bekommen darf.
Die biologische Funktion von Schluckauf bei Erwachsenen ist unbekannt. Typische Schluckauf-Auslöser sind:
zu heiße oder zu kalte Speisen und Getränke,
scharfes Essen,
zuviel Alkohol,
seelischer Stress,
plötzlicher Temperaturwechsel.
Auch Magenüberdehnung führt zu Schluckauf, z.B. durch hastiges Essen oder eine Magenspiegelung beim Arzt.
P******eWoher kommt die Redewendung "Nur Bahnhof verstehen"?
Heute hat es die Bedeutung, nichts von dem Gesagten oder von Erläuterungen zu verstehen. Ursprünglich hieß das aber "Ich missbillige was du sagst und will nichts anderes mehr hören!", denn die kriegsmüden deutschen Soldaten des ersten Weltkrieges haben oftmals die Gespräche mit Kameraden, die sich nicht um die Heimfahrt (Urlaub ...) drehten, mit diesem Hinweis ('Ich verstehe nur Bahnhof' = (Ich will das nicht hören)) abgebrochen.
P******eWarum ist die Tastatur nicht alphabetisch angeordnet?
Die Anordnung unserer heutigen Tastaturen ist schon komisch. Man kann so gar keine bekannte Ordnung darin finden. Warum eigentlich?
Christopher Sholes, der sich die Schreibmaschine 1868 patentieren ließ, hatte die Buchstaben tatsächlich nach dem ABC angeordnet. Doch die Hebel seines Typewriters verhakten sich ständig, wenn benachbarte Tasten zu rasch hintereinander gedrückt wurden. Deshalb verteilte er die häufigsten Buchstaben in der Englischen Sprache - E, T, O, A, N und I - möglichst weit im Halbrund.
Auch einen kleinen Gag erlaubte sich der Erfinder Sholes: Die Buchstaben für das Wort TYPEWRITER platzierte er in der obersten Reihe. Auf unseren deutschen Tastaturen sind jedoch Y und Z vertauscht: Weil das Z häufiger gebraucht wird, rückte es vom ungünstigen kleinen Finger hinauf zum flinken Zeigefinger. Fertig war die QWERTZ-Tastatur.
P******eWarum haben Pinguine einen hellen Bauch?
Pinguine sind immer gut gekleidet: sie tragen Frack! Ihr Rücken ist schwarz und der Bauch ist weiß.
Das ist aber keine eine modische Erscheinung, sondern eine ausgeklügelte Schutzfunktion, die das Leben retten kann: An Land haben sie kaum was zu befürchten, denn ihre natürlichen Feinde sind im Wasser. Aufgrund der Farben des Gefieders ist ein Pinguin im Wasser nicht einfach zu erkennen. Der weiße Bauch ist unter der Wasseroberfläche gegen den hellen Himmel kaum sichtbar und der schwarze Rücken hebt sich von oben gesehen kaum vom dunklen Meeresboden ab. Sozusagen ein Tarnfrack gegen Feinde wie Seelöwen, Haie und Raubvögel.
P******eWarum ist bei manchen der Sonntag und bei anderen wiederum der Montag Wochenenfang?
Das ist nun wirklich so eine Sache, die ich mich schon ein paar Mal gefragt habe. Gerade in Kalenderprogrammen auf dem PC kann man auswählen mit welchem Tag die Woche beginnen soll. Warum?
Im alten Testament wird davon berichtet, dass Gott die Welt in sechs Tagen schuf, am siebenten Tag ruhte er. Dieser siebente Tag wird Sabbath genannt und gilt in der jüdischen Religion als Ruhetag. Er entspricht dem Sonnabend. In der christlichen Religion wurde der Tag der Auferstehung (der Ostersonntag), der erste Tag der Woche, zum Ruhetag erklärt. In der islamischen Religion ist der Freitag der Ruhetag.
Wenn man nun die Ruhetage als Ende der Woche ansieht (denn am Ende sollst du ruhen), dann ergeben sich daraus 3 verschiedene sinnvolle Wochenanfänge: Der Sonnabend, der Sonntag und der Montag.
Der Sonntag gilt in den meisten Ländern der Erde als Wochenbeginn, in Europa hat sich zumindest im Geschäftsbereich weitestgehend der Montag durchgesetzt. Das regelt eine internationale Industrienorm. Nämlich die mit der Nummer ISO 8601. Der Sonnabend als erster Tag findet sich häufig in arabischen Ländern.
P******eWarum heißt der Fliegenpilz eigentlich Fliegenpilz?
Ein Fliegenpilz hat einen roten Hut mit weißen Punkten. Er ist giftig.
Einer Fliege sieht der Pilz überhaupt nicht ähnlich. Sie hat aber trotzdem etwas mit seinem Namen zu tun: Früher nutzte man das tödliche Gift des Pilzes, um lästige Fliegen und andere Insekten zu bekämpfen.
Stücke des Fliegenpilzes wurden zusammen mit Zucker in Milch eingeweicht oder gekocht. In Zimmern, in denen es viele Fliegen gab, wurde die giftige Milch in Schalen aufgestellt. Die Fliegen ließen sich die Milch nichts ahnend schmecken und dann starben sie. Beobachtet man die so "getöteten" Insekten jedoch auch nach ihrem Herunterfallen noch ein Weilchen, so wird man feststellen, dass sie lediglich betäubt sind und nach einer kurzen Zeit wieder auf und davon sind.
Doch immerhin lässt sich auf diesen Effekt der scheinbaren Fliegentötung der Name des Fliegenpilzes herleiten. Im Kräuterbuch des Johannes Hartlieb um 1440 heißt er noch "Mucken Swamm", auf lateinisch "muscinery"; Immerhin lässt sich so das "muscaria" im lateinischen Namen des Fliegenpilzes herleiten.
P******eWarum ist Gähnen ansteckend?
Wir müssen es nur von weitem sehen und schon zuckt es in den Kieferknochen. Da hilft kein Zähnezusammenbeißen mehr: Ein herzhaftes Gähnen reißt uns den Mund auf. Warum ist es so ansteckend?
Bei Menschen wie bei Tieren, die in Gesellschaften leben, ist es wichtig, dass die Gruppe zusammenhält. Deshalb übertragen sie gewisse Stimmungen aufeinander. So fliegen Wildgänse immer im Schwarm. Hat eine Gans nach einer Pause genug gefressen und will weiterfliegen, signalisiert sie den Aufbruch: Dazu schlägt sie mit den Flügeln und stößt typische Schreie aus.
Diese Stimmung überträgt sich nach und nach auf die anderen Gänse. Schließlich erheben sich alle gemeinsam in die Lüfte.
So ähnlich war es wohl auch bei unseren Vorfahren in der Steinzeit. Wenn sie zu Jagdausflügen aufbrachen, mussten sie zusammenbleiben. Hätte sich ein Jäger allein zum Schlafen in die Prärie gelegt, hätte dies seinen sicheren Tod bedeutet. Deshalb mussten sich die Stammesmitglieder zu geregelten Zeiten ausruhen. Die ansteckende Wirkung des Gähnens erleichterte es den Urmenschen, ihr Schlafbedürfnis abzustimmen.
Und deshalb ist es heute noch oft so, dass eine Party zu Ende ist, wenn der erste gähnt.
Natürlich gibt es noch andere ansteckende Verhaltensweisen, zum Beispiel Lächeln. Es stimmt fröhlich und man bekommt Lust, zurückzulächeln.
Keine Frage, dass gute Laune das Zusammenleben erleichtert ...
Man glaubt es nicht, wie sehr wir noch den Urmenschen in uns haben!!!
P******eWoher kommt eigentlich der Adventskalender?
Wer kennt die Fragen der Kinder nicht? "Wann ist Weihnachten? Wie lange dauert es noch?". So drängelte auch Gerd Land zu seiner Kinderzeit seine Mutter. Ihr ist es zu verdanken, dass es den Weihnachtskalender gibt. Sie nahm kleine Schachteln verzierte sie mit Zahlen und gab Plätzchen hinein. So konnte ihr kleiner Gerd jeden Tag eine Schachtel öffnen und wusste wie viele Tages es noch dauert bis Weihnachten ist.
Gerd Lang wurde später Firmengründer, griff die Idee seiner Mutter auf und ließ 1904 den ersten Gedruckten Weihnachtskalender in der "München Lithografischen Kunstanstalt" erscheinen.
Er druckte zwei Blätter - auf dem einen waren Zahlen auf dem anderen Engelbilder. Für jeden Tag wurde ein Engel ausgeschnitten und auf eine Zahl geklebt. Später (so etwa in den dreißiger Jahren) stanzte Lang kleine Fenster in das Blatt mit den Zahlen und klebte den Bilderbogen dahinter.
Aber auch schon früher gab es erste Formen des Adventskalenders: Zunächst stand die Funktion des Adventskalenders als Zählhilfe und Zeitmesser im Vordergrund. Die eigentlichen Ursprünge lassen sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen; der erste selbst gebastelte Adventskalender stammt vermutlich aus dem Jahr 1851. Die ersten Formen kamen aus dem protestantischen Umfeld. So wurden in religiösen Familien 24 Bilder nach und nach an die Wand gehängt. Einfacher war eine andere Variante mit 24 an die Wand oder Türe gemalten Kreidestrichen, bei der die Kinder täglich einen Strich wegwischen durften. Oder es wurden Strohhalme in eine Krippe gelegt, für jeden Tag einen bis zum Heiligen Abend. Weitere Formen waren die Weihnachtsuhr oder eine Adventskerze, die jeden Tag bis zur nächsten Markierung abgebrannt wurde.
P******eWarum gibt es eine kälteste aber keine heißeste Temperatur?
Im Physikunterricht lernt man, -273,15°C oder 0 Kelvin ist die kälteste Temperatur, die es gibt. Kälter geht's nimmer - heißer geht's immer!
Da stellt sich die Frage, warum ist das so. Wieso gibt es denn nicht auch -300°C?
Dazu muss man sich einmal überlegen, was die Temperatur überhaupt ist. Temperatur misst die Bewegung der Atome eines Gegenstandes. Je schneller sich die Atome bewegen, desto mehr Energie haben sie, desto wärmer ist der Gegenstand. Bewegen sich die Atome weniger, dann ist er kälter.
Bei Wasser kann man das ganz gut sehen. Dort bewegen sich die Atome ab 100°C so schnell, dass sie sich von der Masse lösen und als Dampf aus dem Kochtopf kommen. Wohingegen sie sich unter 0°C so wenig bewegen, dass sie fest zusammenhalten und Eis entsteht.
Mit dieser Vorstellung ist es auch ganz logisch, dass es eine absolute niedrigste Temperatur gibt. Nämlich dann, wenn sich die Atome nicht mehr bewegen und völlig still stehen. Dann kann zwar kein Leben mehr existieren - aber das ist der Temperatur egal. Dieser Stillstand der Atome findet bei genau -273,15°C statt.
Übrigens: Die niedrigste Temperatur, die auf der Erde gemessen wurde, war -93°C und zwar auf einem Plateau der Ost-Antarktis.
P******eWieso feiern wir Advent?
"adventus" ist lateinisch und heißt Ankunft. Denn der Advent soll auf die Geburt Christi hinweisen. Wir erinnern uns: Weihnachten ist nicht einfach nur ein Tag mit vielen Geschenken, sondern ist eigentlich der Geburtstag Jesus! Und der Advent beginnt 4 Wochen vor Weihnachten und wird als Vorbereitungszeit auf die Geburt Jesu am 25. Dezember begangen.
Früher war der ursprüngliche Weihnachtstermin der 6. Januar, das Erscheinungsfest. Vom 11. November, der Anfang der Adventszeit, bis zum 6. Januar waren das dann acht Wochen, was abzüglich der fastenfreien Sonn- und Samstage insgesamt vierzig Tage ergeben.
Die heutige Adventszeit geht zurück auf das 7. Jahrhundert. Die römischen Kirche des Westens hatte zunächst unterschiedlich lange Adventszeiten (zwischen vier und sechs Adventssonntage). Erst als Papst Gregor der Große vier Adventssonntage festlegte wurde das einheitlich übernommen. Die vier Sonntage standen symbolisch für die 4000 Jahre, welche die Menschen nach kirchlicher Geschichtsschreibung auf den Erlöser warten mussten.
P******eWas ist nasser als Wasser?
Das ist gar keine so dämliche Frage, wie es auf den ersten Moment ausschaut: Wasser macht natürlich nass, aber an manchen Sachen perlt Wasser auch einfach nur ab. Das liegt an den vielen Wasserstoffbrücken zwischen den H2O-Molekülen. Dadurch hat Wasser auch eine hohe Oberflächenspannung - und die wirkt wie eine straffe Haut.
Damit eine Flüssigkeit eine feste Oberfläche benetzen kann, muss ihre Oberflächenspannung geringer sein als die des Untergrunds.
Im Vergleich mit anderen Flüssigkeiten ist Wasser also gar nicht mal so nass. Und wir bekommen das Wasser "nässer", wenn wir die Oberflächenspannung mit ein paar Tropfen Spülmittel wegnehmen.
P******eWarum weint man beim Zwiebelschneiden?
Natürlich weinen wir nicht richtig, obwohl es dem einen oder anderen schon ganz schön nahe geht in der Kühe "Dienst" tun zu müssen
Nein, wir weinen nicht, aber die Augen füllen sich mit Tränen. Schuld daran ist das Zusammenwirken von zwei chemischen Verbindungen in der Zwiebel, die beim Aufschneiden entweichen: Jede Zelle der Zwiebel hat eine äußere und eine innere Zellschicht in der jeweils zwei unterschiedliche Stoffe enthalten sind (außen ISO-Alliin und innen Alliinase). Schneidet man die Zwiebel auf, fließen diese beiden Stoffe zusammen, die sonst durch die Zellschicht getrennt sind. Bei diesem chemischen Vorgang entsteht ein Reizgas, das den Tränenfluss in unseren Augen auslöst. Das macht die Zwiebel aus gutem Grund, denn dieses Reizgas ist eine wirksame Abwehrtechnik gegen Fressfeinde der Zwiebel. Genial, nicht wahr?
P******eWer ist eigentlich dieser Typ in Rot (der Nikolaus/Weihnachtsmann)?
Heute ist es wieder so weit: Am 6. Dezember kommt der Nikolaus, bald darauf das Christkind und der Weihnachtsmann. Geschenke bringen sie alle. Doch warum gibt es gleich drei Gabenbringer?
Es kann nur einen geben . . . oder?
Ich habe eine Weile lang im Internet gestöbert und habe eine tolle Erklärung gefunden. Es ist viel zum Lesen, aber interessant ist es allemal wie wir zu unserem Brauch kommen. Da glaubte ich doch jahrelang, dass der Nikolaus eine Erfindung von Coca Cola ist...
Die meisten Eltern möchten ihren Kindern nicht die Illusion nehmen, dass es höhere Mächte gibt, an die man sich mit einem Wunschzettel wenden kann. Wenn also die Frage kommt, wer die Geschenke bringt, dann lautet die Antwort nicht: Mama, Papa oder die Großeltern.
Die Antwortet lautet vielmehr: das Christkind. Oder, halt: der Weihnachtsmann.
Augenblick. Und wer ist dann der Nikolaus? Nein, der kommt am 6. Dezember, nicht am Heiligen Abend. Oder hilft er dem Christkind, als Weihnachtsmann verkleidet? Andererseits betreibt er am Nordpol angeblich eine eigene Fabrik für Spielzeug, wo ihm Elfen zur Hand gehen.
Wer also ist eigentlich dieser ominöse Mann in Rot?
Es ist ein langer Entwicklungsprozess, der aus einem frühchristlichen Bischof einen netten alten Opa mit Knollennase und roten Bäckchen gemacht hat, der sich durch Schornsteine zwängt, um die Kinder zu beglücken.
Der Ursprung: Nikolaus von Myra
Der Weihnachtsmann ist auf Bischof Nikolaus von Myra (Lykien/Türkei) zurückzuführen. Dieser wurde der Legende nach im Jahre 270 in der kleinasiatischen Stadt Patras geboren und starb am 6. Dezember 343. (Möglicherweise spielt für die Legenden um den Heiligen Nikolaus auch ein zweiter Bischof namens Nikolaus von Pinora eine Rolle, der allerdings erst im 6. Jahrhundert lebte.)
Nikolaus von Myra war angeblich bereits mit 17 Jahren Bischof und nahm am Ersten Konzil von Nicäa 325 teil. Allerdings gibt es keine sicheren Belege für Nikolaus Teilnahme genauso wenig wie für seine Existenz überhaupt.
Auf jeden Fall aber wird Nikolaus von Myra von der Ostkirche etwa seit dem vierten Jahrhundert als Heiliger verehrt. Bei den Christen im Westen wurde der Nikolaus-Tag - der Todestag des Bischofs am 6. Dezember - etwa drei Jahrhunderte später ein Feiertag.
Ihm wurde nachgesagt, er habe sich immer sehr um die Armen und besonders die Kinder gekümmert und ihnen nachts heimlich Geschenke gebracht. Im Mittelalter wurde deshalb das Beschenken der Kleinen, der Armen und auch der Dienstboten am 6. Dezember ein Teil des Kultes - und ist es bis heute.
Luthers Erfindung: Der "Heilige Christ"
Mit Martin Luther aber wurde es kompliziert. Der große Reformator schaffte um das Jahr 1535 die Bescherung am Nikolausabend für die deutschen Protestanten ab.
Stattdessen sollte nun der "Heilige Christ" - später als Christkind verniedlicht und als kindlicher Jesus missverstanden - an Weihnachten Geschenke bringen. Anhänger fand dieser demnach ursprünglich protestantische Brauch in Deutschland seit 1900 dann auch unter den Katholiken.
In den folgenden 30 Jahren wechselten Christkind und Nikolaus zunehmend die Seiten, sodass Kinder im überwiegend katholischen Süden und Westen schließlich dem Christkind den Vorzug gaben, im Osten und Norden dagegen dem Nikolaus allerdings in seiner neuen Gestalt: dem Weihnachtsmann.
Aus zwei mach eins: Der Weihnachtsmann
Der Weihnachtsmann hatte sich während des 19. Jahrhunderts entwickelt. Der ursprünglich als Bischof dargestellte Nikolaus verschmolz zunehmend mit seinem Begleiter und Gehilfen (zum Beispiel Knecht Ruprecht oder Krampus) und übernahm dessen Stiefel, den Sack und die Rute, behielt jedoch den Mantel und den - allerdings zunehmend abgewandelten - Bischofshut.
(1)
P******eDoch die Aufmachung, die der moderne Weihnachtsmann/Nikolaus heute trägt, lässt sich so noch nicht verstehen.
Bis der Gabenbringer diese Form angenommen hatte, musste der Nikolaus erst nach Amerika auswandern. Das tat er als Sinterklaas von den Niederlanden aus. In Neu Amsterdam beziehungsweise New York entwickelte er sich zu Santa Claus - und verschmolz zunehmend mit dem Father Christmas, den die Briten importiert hatten. Und die Bescherung wurde auf den 25. Dezember verlegt.
Der ausgewanderte Sinterklaas
Während Nikolaus (oder Sinterklaas) noch als ein eher asketisch wirkender Heiliger in der Tracht eines Bischofs (Mitra, Stab, Kreuz, Chormantel, Stola) aufgetreten war, wechselte Santa Claus in den USA als Father Christmas nun in mehr dem Winterwetter angepasste Kleidung.
Eine der frühesten Beschreibungen des neuen Santa Claus, der der modernen Form des Weihnachtsmannes schon ähnelt, stammt aus einem Gedicht des New Yorkers William Gilley. Der beschrieb 1821 "Santeclaus" als ganz in Fell gekleidet und auf einem von Rentieren gezogenen Schlitten fahrend.
Erheblich größeren Einfluss hatte allerdings 1822 das Gedicht " Twas before Christmas" (A Visit from St. Nicholas) von Clement C. Moore aus New York. Moore beschrieb den Nikolaus hier als rundlichen, lustigen Elf mit rundem kleinen Bauch, ganz in Fell gekleidet, mit glitzernden Augen, rosigen Bäckchen, einer Nase wie eine Kirsche, einem langen schneeweißen Bart und einer Pfeife.
(2)
P******eWoher kommt der Name Tarzan?
Im Jahr 1914 erblickte Tarzan das Licht der Welt - als Hauptfigur in Geschichten des Romanautors Edgar Rice Burroughs. Sein Name entstammt der fiktiven Sprache der Menschenaffen vom Stamme der Mangani. „Tar” steht für „weiß” und „Zan” für Haut - Tarzans auffälligstes Unterscheidungsmerkmal von seiner „Familie”. Die Figur wurde so populär, dass in Kalifornien 1927 sogar eine Stadt „Tarzana” genannt wurde.
P******eWoher kommt die Redensart "Unter aller Kanone"?
Wenn etwas unter aller Kanone ist, dann ist es supermegawahnsinns-schlecht
Dabei hat aber die Bezeichnung gar nichts mit einem Geschütz zu tun.
Gemeint war ursprünglich eine Zensurenvorschrift, die die Noten von 1 bis 5 einteilte. Das war der Zensuren-Kanon (Kanon=Vorschrift). War ein Schüler oder Student so richtig schlecht, dass er nicht einmal die Note 5 verdient hätte, dann gab es den lateinischen Kommentar: "sub omni canone" (= unter allem Kanon; hier: schlechter als Note 5)!
P******eWarum haben wir einen Adventskranz?
Der Adventskranz wurde von Johann Hinrich Wichern (1808 1881) eingeführt. Der Hamburger evangelisch-lutherische Theologe und Erzieher nahm sich einiger Kinder an, die in großer Armut lebten. Er zog mit ihnen in das Rauhe Haus, ein altes Bauernhaus, und betreute sie dort. Da die Kinder während der Adventszeit immer fragten, wann denn endlich Weihnachten sei, baute er 1839 aus einem alten Wagenrad einen Holzkranz mit 19 kleinen roten und 4 großen weißen Kerzen.
Jeden Tag der Adventszeit wurde nun eine weitere kleine Kerze angezündet, an den Adventssonntagen eine große Kerze mehr, sodass die Kinder die Tage bis Weihnachten abzählen konnten. Aus dieser Idee entwickelte sich der Adventskranz mit vier Kerzen, wobei an jedem Adventssonntag eine mehr angezündet wird. Seit 1860 wird der Kranz mit Tannengrün geschmückt, seit Anfang des 20. Jahrhunderts gehört er zum deutschen Adventsbrauchtum. In Österreich und Süddeutschland (Bayern) wurde der Brauch erst nach 1930 übernommen.
P******eTrinken Fische?
Hier kann man mit einem klaren "jein" antworten, denn es ist abhängig davon, welches Wasser der Fisch bewohnt.
Salzwasserfische müssen sehr viel trinken, da sie ohne aktive Flüssigkeitszufuhr vertrocknen würden. Der Grund hierfür ist das sogenannte Osmotische Gesetz. Da die Körpersäfte der Fische sehr viel weniger Salz enthalten als das sie umgebende Meerwasser, tritt also permanent Flüssigkeit über die Haut der Fische aus. Die Salzwasserfische verlieren so ständig Flüssigkeit, die sie durch Trinken ersetzen müssen. Die großen gelösten Salzmengen, die sie dabei im Salzwasser zwangsläufig zu sich nehmen, werden über eine spezielle Drüse in der Kiemenregion und über den Harn wieder ausgeschieden.
Bei den Süßwasserfischen ist es genau umgekehrt: sie trinken nie! Bei ihnen ist die Konzentration von Salz im Körperinneren größer als im sie umgebenden Wasser. Hier wirkt das Gesetz der Osmose so, dass ständig Wasser in die Fische eindringt. Da sie auf diese Weise mit ausreichend Wasser versorgt sind und sogar sehr viel Energie darauf verwenden müssen, dieses wieder auszuscheiden.
P******eWoher kommt die Visitenkarte?
Der Name stammt von der Verwendung (visite= lat. Visitare=besuchen --> Visitenkarte= "besuchskarte"). Beim Besuch oder anders gesagt bei einer Visite hat man seine Karte dem Hauspersonal übergeben, damit diese die Anmeldung beim Herrn oder der Dame des Hauses vernehmen konnten.
Da die Karte dem Hausherrn oder der Hausdame auf einem Tablett übergeben wurden, waren sie eben an der oberen rechten Ecke leicht abgeknickt, damit man sie auch mit Handschuhen leichter aufnehmen konnte!
Der Ursprung soll einer Legende nach im 17. Jahrhundert ein französischer Edelmann einen befreundeten Grafen besucht haben, der aber nicht zu Hause war. Kurzerhand schrieb er auf eine Spielkarte sein Anliegen - nämlich "Visite" (Besuch) und klemmte sie an die Tür. So sollen die "Besucherkarten" allmählich in Mode gekommen sein.
P******eWieso gibt es ein Haltbarkeitsdatum auf Salzpackungen?
Salz an sich hält einfach immer. Dafür wäre ein Verfallsdatum unnötig.
Wenn ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) angegeben ist, dann ist das, weil z. B. die zugesetzten Gewürze an Geschmack bzw. Aroma verlieren können. Auch die Zugaben von Jod und Fluorid können sich teilweise verflüchtigen.
P******eWarum heißt es "Honeymoon"?
Honeymoon heißt übersetzt Honigmond. Eigentlich eine blöde Bezeichnung für Flitterwochen, nicht wahr?
Der Begriff hat aber nichts mit dem Mond zu tun, sondern ist ein englischer Brauch und leitet sich vom guten alten Honigwein (Met) ab. Angelsächsische Brautleute sollten ihn nach der Hochzeit einen Monat lang trinken. Er stand in dem Ruf, Männer so richtig leistungsstark und Frauen fruchtbar zu machen. Außerdem sollte dadurch die Wahrscheinlichkeit auf männlichen Nachwuchs erhöht werden.
P******eWarum wird jemand über den grünen Klee gelobt?
Diese Redewendung stammt aus der Zeit in der die Gräber überwiegend oder ausschließlich mit Klee bepflanzt wurden und man über den darunter liegenden nur noch Gutes zu berichten hatte. Wurde der Verstorbene übertrieben gelobt, so wurde er über den grünen Klee gelobt.
P******eWeshalb prickelt Champagner auf der Zunge?
Jetzt wirst du denken, dass die Antwort ja wohl einfach ist, weil im Champagner ja so richtig Kohlensäure ist und die dann eben prickelt. Stimmt aber nicht ganz. Forscher der University of California fanden heraus, dass auch Sekt oder Champagner, der von den Gasbläschen befreit wurde, in unserm Mund prickelt.
Aber trotzdem hat es was mit der Kohlensäure was zu tun, denn der Grund ist eine biochemische Reaktion. Ein Enzym auf unserer Zunge verwandelt das im Schaumwein enthaltene Kohlendioxid in Kohlensäure, und dieser Verwandlungsprozess prickelt dann.
P******eWoher kommt die Redensart "schimpfen wie ein Rohrspatz"?
Zuerst klären wir mal, dass der Rohrspatz gar kein Spatz ist. Der Rohrspatz ist eigentlich die Rohrammer (Emberiza schoeniclus), der etwa 13 bis 16 cm lang wird und normalerweise in mittleren bis großen Röhricht- und Schilfflächen von Feuchtgebieten lebt.
Der Gesang der Rohrammern hat Anlass zu der Redensart "schimpfen wie ein Rohrspatz" gegeben, denn wenn sie an erhöhter Stelle - häufig schräg am Halm - mit unvermittelt gespreiztem Schwanz sitzen und ihr stotteriges-kratzend-klapperndes "zja-tit-tai-zi-i" vortragen, dann klingt das so, als wenn sie lauthals schimpfen.
P******eWarum fällt das Marmeladenbrot immer auf die beschmierte Seite?
Wem schon mal ein Marmeladenbrot aus der Hand gerutscht ist, der wird das bestätigen können: das verflixte Ding landet doch totsicher mit der beschmierten Seite nach unten auf dem Boden! Warum?
Es liegt an der Größe des Brotes und an der gängigen Höhe der Tische (und damit an der Fallhöhe). Das Brot liegt mit der Marmeladenseite nach oben auf dem Tisch. Beim Fallen dreht es sich einmal mit dieser Seite nach unten. Mehr Umdrehungen macht es bei der Größe eines Brotes auf dem Weg nach unten nicht. Wird die Höhe des Tisches verdoppelt oder die Größe des Brotes halbiert, dann schafft das Brot die ganze Drehung bis nach unten und landet dann sozusagen "richtig".
Das ist übrigens nicht nur bei Marmelade so, sondern auch bei Wurst-, Käse- und Butterstullen.
P******eWarum heißt es "ewig und drei Tage", wo doch die drei Tage in der Ewigkeit enthalten sind?
Wenn man lange auf etwas warten muss, dann sagt man gerne "Da musst du ewig und drei Tage drauf warten!"
Den Begriff gab es schon im Mittelalter. In der mittelalterlichen Rechtsprechung war es üblich, für Fristsetzungen einen bestimmten Zeitraum zu definieren und bis zum endgültigen Ablauf der Frist dann noch einmal drei Tage dazu zu geben – drei Tage, in denen sich vielleicht das Blatt noch wenden konnte, selbst wenn die eigentliche Frist schon "ewig" lang gewesen war.
Ledergay47063 yrs1989 entwickelte Philips die D1-Lampe, die später ebenso von Osram angeboten wurde. Ab 1991 waren für den 7er BMW aufpreispflichtige Gasentladungslampen (Bosch Litronic) als Xenonlicht erhältlich, zuerst ausschließlich als Abblendlicht. Seit 1994 wird die D2-Lampe im Audi A8 und im BMW E38 verwendet, sie wird heute noch in leicht abgewandelter Form produziert. Seit 1999 gibt es auch, zuerst im Mercedes-Benz CL, Xenon-Fernlicht in sogenannten Bi-Xenon-Scheinwerfern. Dabei wird für das Abblend- und Fernlicht dieselbe Lampe verwendet, wobei zur Umschaltung eine Blende aus dem Strahlengang geklappt und damit Fernlicht ermöglicht wird. Außerdem gibt es Xenonscheinwerfer mit integriertem Kurvenlicht, bei denen durch horizontal bewegliche Linsen eine verbesserte Ausleuchtung bei Kurvenfahrten erreicht werden soll.
Verbreitung und Verfügbarkeit
Im Jahre 2007 waren in Deutschland 30 % der neuen Personenwagen mit Xenonscheinwerfern ausgestattet, laut DAT-Report 2008 etwa 15 % des gesamten Bestandes. Auch aktuell sind neben Xenon- auch Halogen-Scheinwerfer weiterhin Stand der Technik und haben einen hohen Anteil an den Neuzulassungen. 2015 waren 38 % der Neuzulassungen, 20 % der Gebrauchtwagen und 24 % des Fahrzeugbestandes mit Xenon-Licht ausgestattet.[1] Die Ausstattungsrate in den unteren Fahrzeugklassen ist geringer als in der Oberklasse.
Bei Bussen im Reiseverkehr ist die Ausstattungsquote bei Neuzulassungen hoch, bei Lkw und Linienbussen dagegen gering.
Aufbau und Funktionsweise
Defekter D2S-Xenonbrenner
Elektronisches Vorschaltgerät (EVG)
Wie bei Halogenlicht wird Xenonlicht in einem Kunststoffgehäuse generiert, welches einen Reflektor, einen Lampensockelträger und eine farblose Abdeckung enthält (je nach Hersteller kommt eine Linsenoptik hinzu). In diesem Träger ist die Xenonlampe nach erfolgter Montage automatisch korrekt fixiert, zentriert und hat elektrisch Kontakt nach außen, also ins Innere des Motorraums. Außerhalb des Gehäuses ist die Kontaktierung so ausgeführt, dass ein Vorschaltgerät über einen Stecker angeschlossen werden kann. Die Lampe selbst besteht aus einem Glaskolben mit elektrischen Durchführungen, die wie bei jeder Lampe im Lampensockel enden. Im Glaskolben ist eine Metallkonstruktion mit zwei Wolfram-Elektroden angeordnet, zwischen denen sich ein konzentrierter Lichtbogen ausbilden kann.
Der kleine Brennraum um die Elektroden herum (ugs. „Brenner“ genannt) – ein Glaskolben aus Quarzglas – enthält eine Xenon-Gasfüllung unter hohem Druck sowie Quecksilber (s. u. Unterschiede der Lampenkategorien) und Metallhalogenide – insgesamt weniger als ein Milligramm. Die Metallhalogenide sind für eine Verbesserung der Farbwiedergabe vorhanden. Das Xenongas sorgt für einen beachtlichen Lichtstrom kurz nach dem Zünden und ist u. a. für das relativ schnelle „Hochfahren“ der Lampe verantwortlich, was im Straßenverkehr eine wichtige Rolle spielt. In herkömmlich genutzten Halogenmetalldampflampen wird meist Argon als Startgas genutzt, mit dem diese aber mehrere Minuten brauchen, um einen nennenswerten Lichtstrom zu liefern bzw. den gesamten zu erreichen. Anwendungstechnisch gesehen ist daher die Xenonlampe eine verbesserte Halogenmetalldampflampe. Es gibt Varianten, welche auch ohne Quecksilberanteil in der Füllung auskommen.
Für das Zünden (Einschalten) ist ein Hochspannungsimpuls erforderlich, den eine Zündeinheit über ein elektronisches Vorschaltgerät (EVG, englisch electrical ballast) erzeugt. Das EVG sorgt anschließend für eine Lichtstromregelung. Ist keine Zündung mehr möglich, so sind entweder die Elektroden verschlissen (d. h. zu kurz und der Funke entsteht nicht mehr aufgrund der höheren Strecke) oder das Gas ist soweit entwichen, dass die Regelung dies wegen des zu niedrigen Gasdrucks nicht mehr ausgleichen kann. Die Vorschaltelektronik ist in der Lage Fehlfunktionen diesbezüglich zu erkennen und flackerfrei auch bei Defekt zu arbeiten, d. h. Einschaltversuche, die immer wieder fehlschlagen würden, zu vermeiden.
P******eWoher kommt die Redewendung "Jemanden auf die Folter spannen"?
Dass im Mittelalter gefoltert wurde, ist allgemein bekannt. Zuerst wurden dem Gefangenen die grausamen Instrumente gezeigt. Wenn er dann gestand, blieb er verschont. Ansonsten wurde er nach genau festgelegten Regeln "auf die Folter(bank) gespannt". Und so leitet sich die Redewendung ab, denn wer heute noch auf die Folter gespannt wird, der leidet ja auch...
P******eWarum feiern wir Weihnachten am 24.12.?
Das Weihnachtsfest ist ein christliches Fest und geht auf die Geburt von Jesus zurück. Wir kennen die Krippe, in der das Jesukind liegt und für mich war es immer klar, dass er wohl am 24.12. geboren worden sein muss. Aber das genaue Geburtsdatum von Jesus ist unbekannt! Selbst das Geburtsjahr ist wahrscheinlich nicht das Jahr 0, sondern wahrscheinlich sieben Jahre vor unserer Zeitrechnung. Der Stern von Bethlehem wird als seltene astronomische Konstellation der Planeten Saturn und Jupiter im Sternbild der Fische angesehen, die nur alle 805 Jahre vorkommt. Wenn dies zutrifft, dann wäre das dann sieben Jahre früher.
Unser Weihnachtsfest wurde erst im 4. Jahrhundert durch die Kirche in Rom festgelegt. Seitdem feiern wir Weihnachten nach dem gregorianischen Kalender am 25. Dezember. Also auch nicht am 24.12., wie wir in Deutschland das tun. Übrigens feiert die überwiegende Mehrheit der Weltbevölkerung (die überhaupt Weihnachten feiern) am 25. und nicht am 24.12.
Es wird vermutet, dass der 25. Dezember aus Christianisierungsgründen gewählt wurde. Es geht auf die heidnisch-germanische Religion zurück, wo dieses Datum zu den zwölf heiligen Nächten der Sonnenwende gehörte. Von dort ("ze wihen nahten") leitet sich auch die deutsche Bezeichnung "Weihnachten" ab.
Warum feiern wir Deutschen und noch ein paar andere Länder aber nun am 24.12. Weihnachten? Der Grund liegt darin, dass Christen sich vor Weihnachten versammelten um sich auf das Fest einzustimmen. Sie wachten in der Nacht um Jesus Christus zu erwarten. Deshalb nennen wir diese Nacht auch die "heilige Nacht" und Weihnachten ist der "heilige Abend". Und wie wir Menschen halt so sind, machten manche Menschen aus diesem heiligen Abend das eigentliche Fest.
P******eWarum brachten die heiligen drei Könige Gold, Weihrauch und Myrrhe?
Man macht sich ja eigentlich keine Gedanken warum die heiligen drei Könige gerade diese drei Dinge zum Jesukind brachten, aber wenn man hinterfragt, dann gibt es nur eine Erklärung: es waren die drei wertvollsten Dinge zu der damaligen Zeit.
Zu Gold muss man nichts sagen. Das ist das einzige der drei Dinge, die auch für uns heute noch wertvoll ist.
Aber die wirklichen Schätze waren Weihrauch und Myrrhe. Beides sind Harze, die von Bäumen gewonnen werden. Die Bäume gehören zu den Balsambaumgewächsen, welche in Trockengebieten um das Horn von Afrika, in Arabien und Indien wachsen. Erste Hinweise auf die Verwendung von Weihrauch und Myrrhe finden sich bereits in dreieinhalbtausend Jahren alten Schriften aus dem Tal des Nils. Die alten Ägypter nutzten den Weihrauch zur Mumifizierung bekannter Persönlichkeiten sowie als desinfizierendes und entzündungshemmendes Heilmittel in Salben und zur Wundbehandlung. Als Räuchermittel diente der Rauch des Harzes als Luftverbesserer.
Vor dreitausend Jahren gab es bereits feste Handelswege, die Weihrauchstraßen, die das kostbare Harz einerseits aus Somalia und Äthiopien, andererseits aus Indien und den Ländern am Roten Meer nach Ägypten und Mesopotamien brachten. Auch das spätere römische Imperium war ein großer Abnehmer von Weihrauch. Hippokrates und andere griechisch-römische Ärzte setzten Weihrauch und Myrrhe zur Wundreinigung, gegen Krankheiten der Atemwege und bei Verdauungsproblemen ein.
Weihrauch und Myrrhe waren also in der damaligen Zeit wegen ihrer Heilkraft wertvoller als Gold, denn sie gehören zu den ältesten Arzneien der Welt und werden auch heute noch in unserer Medizin geschätzt und eingesetzt. Und ein weiterer Grund ist, dass im Altertum Medizin und Religion eng verbunden waren. Spuren davon sind noch heute in der Sprache zu finden: Wenn etwas heilt, dann ist es heilig.
P******eWarum heißt es "unter der Fuchtel stehen"?
Wenn jemand unter einer anderen Fuchtel steht, dann ist er nicht zu beneiden. Denn jener übt eine große Macht auf ihn aus, er beherrscht ihn. Mit einer Fuchtel ist aber auch wirklich nicht zu spaßen. Als Ableitung des Wortes "fechten" bezeichnete die Fuchtel zunächst einen breiten Degen, später den Schlag der mit der flachen Klinge ausgeführt wurde. Und da es einst zu einer militärischen Ausbildung gehörte, dass man als Strafe mit einer flachen Klinge geschlagen wurde, bekam "unter jemandes Fuchtel stehen" die Bedeutung in sehr strengen Verhältnissen zu leben.
P******eWarum sagt man "bis in die Puppen"?
Wenn etwas bis in die Puppen geht, dann geht es wirklich lange.
Die Redensart leitet sich aber von einem langen Weg ab. Im 18. Jahrhundert war der Berliner Tiergarten noch weit vom Zentrum der Stadt entfernt. Die "Puppen" waren die Standbilder aus der antiken Götterwelt von Knobelsdorff, die Friedrich der Große zur Zierde des zentralen Platzes (Großer Stern) des Berliner Tiergarten aufstellen ließ. "Bis in die Puppen" bedeutete also ursprünglich noch weit laufen zu müssen.
P******eWarum hängt der Space-Shuttle-Raketendurchmesser von der Breite eines Pferdehinterns ab?
Der genaue Wert für den Durchmesser der Feststoffraketen, mit deren Hilfe die Space-Shuttles ins All befördert werden, hängt letzten Endes von der Breite des Hinterns eines durchschnittlichen Armee-Pferdes des antiken römischen Reiches ab: Im Imperium Romanum wurden die Streitwagen genau so breit gemacht, wie die Hintern der beiden Pferde, die diesen Wagen zogen. Daher hatten alle römischen Streitwagen die gleiche Spurbreite, was zu Spurrillen in den römischen Straßen führte. Wagen mit Spurweiten, die von dieser Norm abwichen, passten nicht in diese Spurrillen, weswegen deren Räder leichter brachen.
Also bildeten Spurrillen in den Straßen und die Spurweiten der Kutschen ein System, das sich über zwei Jahrtausende selbst stabilisierte.
Als man in London die ersten von Pferden gezogenen Straßenbahnen baute, verlegte man die Schienen natürlich mit genau der selben Spurweite, damit die Waggons sowohl in den Schienen als auch auf normalen Straßen mit Spurrillen fahren konnten. Als dann dampfgetriebene Eisenbahnen gebaut wurden, wählte man wieder die selbe Spurweite, damit die Eisenbahnwaggons auch auf den Straßenbahnschienen transportiert werden konnten.
Das amerikanische Eisenbahnnetz wurde von englischen Auswanderern erbaut, die natürlich ihre eigenen Normen weiter verwendeten. Natürlich mussten auch die Eisenbahntunnels so gebaut werden, dass die Züge hindurchpassten, deren Abmessungen aber wiederum zumindest zum Teil von der Spurweite abhingen.
Die Größe der Eisenbahntunnels beschränkt aber natürlich die Größe der Güter, die mit der Eisenbahn transportiert werden können, weswegen viele industriell gefertigten Bauteile gerade so groß sind, dass die gerade noch mit der Bahn durch Tunnels befördert werden können, und genau das ist zum Beispiel bei den Feststoffraketen der Space-Shuttles der Fall.
P******eWarum wünschen wir uns einen "Guten Rutsch"?
Einer der typischsten Silvesterbräuche überhaupt ist, dass man lieben Mitmenschen "einen guten Rutsch ins neue Jahr" wünscht.
Man könnte meinen, dass unsere Vorfahren in der Silvesternacht mit den Schlitten ins Neue Jahr gerutscht sind, aber es ist (wie so oft) eine Abwandlung des eigentlichen Wortes, welches wir uns heute nur nicht mehr bewusst sind: das Wort "Rutsch" stammt aus der Gaunersprache ("Rotwelsch") bzw. aus dem Hebräischen und bedeutet "Rosch". Und das bedeutet "Anfang". Wir wünschen uns also einen "Guten Anfang"!
P******eWoher kommt der Name Silvester?
Das ist ganz unspektakulär: Dieses Datum würde nach Papst Silvester I. (314-335) benannt, dessen Todestag der 31. Dezember war.
Weil das aber zu einfach ist, erkläre ich auch noch wie es zu dem Namen Silvester überhaupt gekommen ist: "Silvester" bedeutet: "der Waldbewohner", vom lateinischen Adjektiv "silvestris" = "bewaldet", dieses von "silva" = "Wald".
Übrigens ist die Schreibweise "Sylvester" für den 31. Dezember falsch. Egal ob nach alter oder neuer Rechtschreibreform! Mit Y werden nur Personennamen geschrieben (z. B. Sylvester Stallone oder Sylvester und Tweety).
P******eWie ist unsere Zeitrechnung entstanden?
Der 1. Januar als Tag des Jahreswechsels wurde im Jahr 46 vor Christi Geburt von dem römischen Kaiser Gaius Julius Cäsar festgelegt. Er bestimmte diesen Tag, weil in Rom jedes Jahr am 1. Januar die neuen hohen Beamten in ihr Amt gewählt wurden und ein neues Amtsjahr begann.
Julius Cäsar legte auch fest, dass das Kalenderjahr, das sich nach dem Sonnenjahr richtet, aus 365 Tagen besteht, die in Wochen von sieben Tagen auf 12 Monate verteilt sind. Als Ausgleich für die entstehenden Ungenauigkeiten zwischen Sonnenjahr und Kalenderjahr führte Cäsar alle vier Jahre ein Schaltjahr ein.
Im 6. Jahrhundert nach Christus entstand bei christlichen Gelehrten der Gedanke, den Beginn der Zeitrechnung mit der Geburt Christi zu verknüpfen. Seit dem 8. Jahrhundert dann wurde die Zeitrechnung ab Christi Geburt (Jahr 1) berechnet. Durch die Ungenauigkeit, die zwischen dem Sonnenjahr und dem römischen Kalenderjahr besteht und im Laufe der Zeit zu einem Unterschied von 12 Tagen anwuchs, musste der Kalender dann im 16. Jahrhundert noch einmal verändert werden: Papst Gregor der 13. verfügte, dass die vollen Jahrhunderte (also 1700, 1800, 1900) als Schaltjahre abgeschafft wurden, damit die Kalenderjahre wieder mit den Sonnenjahren übereinstimmten. Und weil das über die Jahrhunderte wieder nicht stimmte, fällt das Schaltjahr bei vollen Jahrhunderten aus wenn es nicht durch 400 teilbar ist. Das heißt, 1600 und 2000 waren Schaltjahre.
Es gibt aber auch noch andere Zeitrechnungen, wie die jüdische und die moslemische Zeitrechnung, die von anderen wichtigen Ereignissen aus der Geschichte der Menschen ausgehen. So wie es noch viele andere Religionen und Kulturen in der Welt gibt, gibt es auch noch viele verschiedene Zeitrechnungen. Damit sich die Menschen aber weltweit verständigen können, wird allgemein der julianisch-gregorianische Kalender zur Bestimmung des Datums verwendet.
P******eWoher kommt eigentlich das Wort "geil"?
Mann ist das "geil"! So redet die Jugend und auch schon die nicht mehr ganz so Jungen daher. Aber "geil" ist durchaus kein modernes Wort. Das gab es schon im Mittelalter und hatte die Bedeutung "üppig" – wie ein Festmahl - und "ausgelassen" - wie die Feierlaune.
Erst im frühen 19. Jahrhundert änderte sich die Bedeutung und meinte dann "auf jemanden scharf sein". Das hat sich lange so gehalten, bis es tatsächlich von der Jugend aufgegriffen wurde. War es in den 80ern noch eher "auf jemanden scharf sein" wurde es dann so oft verwendet, dass heute (fast kann man sagen "wieder") "super" heißt.
P******eWann spielt etwas "keine Rolle"?
Wenn man etwas nicht dringend zurück haben muss, sagt man oft: „Ach, das spielt keine Rolle!“.
Die Redensart stammt noch aus der Zeit, als der Text für Schauspieler im Theater auf Rollen geschrieben wurde. Daher auch der Begriff "Rolle"! Die Schauspieler rollten die Rollen bei den Proben ab und lasen so ihren Text. Stand sehr viel Text auf dem Papier, hatten sie auch sehr große Rollen. Diese Schauspieler waren wichtig und genossen großes Ansehen. Wer wenig oder sogar keine Rolle in den Händen hielt, war wenig bedeutend für das Theaterstück. Darum sagt man heute noch zu unwichtigen Dingen, dass sie keine Rolle spielen.
P******eWarum sagt man: auf großem Fuß leben?
Wenn man auf großem Fuß lebt, dann meint man, dass jemand einen aufwendigen Lebensstil hat. Und diese Redewendung hat eine nett Geschichte: die beginnt im 12. Jahrhundert. Da lebte der Graf von Anjou (Geoffrery Plantagenet) und der war mal so richtig reich und zudem noch sehr eitel. Durch sein Geld und seine Eitelkeit war der Graf zu dieser Zeit für viele ein modisches Vorbild.
Und weil er sehr eitel war, machte ihm eine Sache schwer zu schaffen: Er hatte eine dicke Geschwulst an einem Fuß und daher passten ihm die vornehmen Schuhe nicht, die damals in Mode waren.
Deshalb beauftragte er einen Schuster, ihm neue Schuhe zu fertigen. Der entwarf lange Schnabelschuhe, in denen die Verformung am Fuß nicht auffiel. Und dann passierte das, was wir auch heute noch erleben: Wenn ein modisches Vorbild etwas Neues und Besonders trägt, dann wollen es viele andere auch haben. Und so wollten viele Leute auch so große Schuhe tragen!
Weil das sich aber nur die reichen Leute leisten konnten, wurde die Größe der Schuhe ein Symbol für die Stellung in der Gesellschaft: Je größer die Schuhe, umso reicher und angesehener war man.
P******eWarum sind Autoreifen immer schwarz?
Was man nicht alles fragen kann! Da habe ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht - bis heute
Aber stimmt: egal in welcher Farbe das Auto auch ist, die Reifen sind schwarz. Warum?
Der Grund dafür liegt darin, dass allen Autoreifen Ruß beigemischt wird. Dieser verbessert die Haltbarkeit des Reifens und verbindet die Gummimischung besser. Jeder Reifen besteht zu etwa einem Drittel aus Ruß und ist deshalb schwarz. Zwar sind die Gummimischungen ein Geheimnis der Hersteller, aber das haben sie alle gemeinsam!
Ja aber warum waren sie denn früher weiß?
Stimmt ja, in den alten Filmen sieht man noch Autos mit weißen Reifen rumfahren.
Die Antwort heißt also: Weil man es noch nicht gewusst hat, dass die Reifen durch Beimischung von Ruß haltbarer werden.
Die lange Antwort: Die ersten Autogummireifen waren aus natürlichem Kautschuk hergestellt und deshalb weiß. Dann hat man die Rußbeimischung entdeckt und hat zunächst aus Kostengründen nur die Lauffläche schwarz gemacht. Das sind eigentlich die Autos in den alten Filmen. Die Reifen sind gar nicht ganz weiß, sondern haben nur eine weiße Fläche und heißen Weißwandreifen.
P******eWarum schreiben die Sternsinger heute "C M B" über die Türe?
C M B steht für den lateinischen Segenswunsch "Christus mansionem benedicat", was auf deutsch "Christus segne diese Bleibe" bedeutet. Viele deuten auf die Namen der Heiligen Drei Könige (Caspar, Melchior und Balthasar). Die Annahme ist verbreitet, dass sich die Legende von diesen Namen eben auf Grund des genannten Segenswunsches gebildet hat.
Wenn an deiner Türe 20+C+M+B+22 steht, dann heißt es auch nichts anderes. Es ist nur die Jahreszahl 2022 davor und dahinter geschrieben
P******eWelches Getränk hilft bei extremer Hitze am besten?
Die Beduinen trinken gerne den heißen Tee und der Amerikaner haut sich eine ordentliche Ladung Eis in sein Getränk. Beides ist nicht das Optimum. Heiße Getränke heizen den Körper noch zusätzlich auf und eisgekühlte Getränke aktivieren den Stoffwechsel. Mit beidem schwitzt man noch mehr.
Deshalb ist lauwarm oder zimmerwarm die richtige Wahl. Mag nicht jeder, klar. Irgendwas ist ja immer.
Lt. der Deutschen Gesellschaft für Ernährung soll man an normalen Tagen rund 1,5 Liter über den Tag verteilt trinken. Bei Hitze darf es für Gesunde ruhig das Doppelte sein.
Aber die Frage war ja, welches Getränk am besten hilft:
Lauwarmer Minztee ist DAS Getränk bei Hitze, denn Minze kühlt. Und das mit einem Trick: Wir haben im Mund Rezeptoren die Kälte melden. Diese reagieren auf das Menthol der Minze und lassen uns die Umgebung ein klein bisschen kühler erleben. Cool, nicht wahr? Im wahrsten Sinne des Wortes...
P******eHilft eine eiskalte Dusche gegen das Schwitzen?
Keine Frage, das tut es - nur halt nicht für lange.
Das Problem ist, dass das kalte Wasser unsere Haut veranlasst die oberflächlichen Blutgefäße zusammenzuziehen, denn die Sensoren bekommen "KALT" gemeldet und der Körper reagiert entsprechend. Dadurch gibt der Körper weniger Wärme nach außen ab, was wiederum dazu führt, dass uns sehr schnell wieder zu warm wird. Der Effekt wird einfach zunichte gemacht.
Wer sich kurzfristig abkühlen möchte, greift am besten zu kalten Fußbädern oder kühlenden Sprays, die die Haut befeuchten.
P******eWarum verschwinden Schmerzen im Wartezimmer?
Da kann ich mit tagelang mit Zahnschmerzen rumärgern und sobald ich dann in der Arztpraxis sitze, sind die Schmerzen weg. Na dann kann ich auch wieder heimgehen!
Ein Schmerztherapeut sagt: "In gewissem Maß ist jeder in der Lage sich Schmerzen wegzudenken". Profis darin sind die Fakire auf dem Nagelbrett.
Im Wartezimmer passiert es dann oft automatisch: Man ist abgelenkt durch neue Eindrücke und vor allem setzt die Aufregung vor der Behandlung Stoffe frei, die mit Opium verwandt sind. Der Körper produziert sozusagen sein eigenes Schmerzmittel.
P******eWoher kommt das Wort "Sabotage"?
In Frankreich warfen die Arbeiter während der indutriellen Revolution ihre Holzschuhe in die Maschinen, an denen sie zu arbeiten hatten, um sich eine Auszeit zu verschaffen oder gegen die Mechanisierung zu demonstrieren. Diese Holzschuhe heißen »Sabots«. Daher stammt das Wort »Sabotage«
P******eWarum haben Kekse und Cracker Löcher?
Das liegt an dem Wasser im Teig, denn viele Gebäckarten würden ohne Löcher aufplatzen und wären uneben. Beim Backen verdunstet es zu Wasserdampf, der entweichen möchte aber nicht kann. Dadurch würden die Luftlöcher im Teig aufbläht. Es kommt dann zu unschönen Verformungen und Blasen.
Sticht man aber vor dem Backen Löcher in den Teig kann der Wasserdampf entweichen und der Keks bleibt flach und rund.
Ergo: Bei Keksen und Crackern sind die Löcher nützlich und sie machen sie auch noch schön!
P******eWieso sind die Farben der deutschen Flagge Schwarz, Rot und Gold?
Die Geschichte der Flagge beginnt mit den Befreiungskriegen gegen Napoleon. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Deutschland ein Flickenteppich aus kleineren Staaten und einigen stärkeren Mächten, allen voran Preußen. Um sich gegen Napoleon stellen zu können musste man sich verbünden und es wurden Verbände von Freiwilligen aus vielen deutschen Ländern gegründet, die gemeinsam in der preußischen Armee für ein freies und vereintes Deutsches Reich kämpften.
Die Farben Schwarz, Rot und Gold erklären sich aus dem Mangel an einheitlichen Uniformen im Lützowschen Freikorps. Die Freiwilligencorps bekamen kein Geld, mussten sich selbst mit Nahrungsmitteln und Waffen versorgen und eigene Uniformen mitbringen. Damit diese zumindest ein wenig einheitlich aussahen, färbten die Soldaten ihre Mäntel schwarz und nähten rote Aufschläge und goldene Messingknöpfe an die Ärmel. Diese Truppen bestanden größtenteils aus Studenten, die neben der Einheit Deutschlands, mehrheitlich auch schon demokratische Ideen vertraten. Daher erschienen die Farben später wohl auch auf dem Hambacher Fest, bei dem ca. 30000 Menschen für Einigkeit und Freiheit demonstrierten.
Auch wenn im Kaiserreich die Farben wieder in Vergessenheit gerieten, wurden sie mit der Weimarer Republik wieder aktuell. Bis dann die Nazis wieder abschafften und nach der Machtergreifung mit ihrer Parteifahne ersetzten.
Nach Ende des 2. Weltkrieges wurden von Siegermächten alle Nationalflaggen in Deutschland verboten und die schwarzrotgoldene Flagge wieder als offizielle Staatsflagge der Bundesrepublik Deutschland eingesetzt.
P******eWarum haben Eisbären eine blaue Zunge?
Nein, es kommt nicht von Blaubeeren sondern hat einen interessanten Hintergrund: um für die Jagt in Eis und Schnee perfekt getarnt zu sein, hat der Eisbär ein gelblich-weißes Fell. Das ist gut um nicht entdeckt zu werden, ist aber unvorteilhaft wenn man bedenkt, dass ein dunkles Fell viel mehr Sonnenlicht in Wärmeenergie umwandeln könnte.
Deshalb haben die Eisbären einen Trick: Um perfekt getarnt zu sein und gleichzeitig auch Wärme speichern zu können, haben die Eisbären unter dem weißen Fell eine stark pigmentierte, dunkle Haut. Und da die Haut so stark pigmentiert ist, erscheint die Zunge des Eisbären blau.
P******eWarum heißt es "aus dem Stegreif sprechen"?
gemeint ist, dass man ohne Vorbereitung redet. Aber was ist ein Stegreif?
Ein Stegreif war früher die einfache Ringform des Steigbügels (vom Sattel). Königs- und Fürstenkuriere verlasen die Erlasse ihres Herrn, ohne abzusitzen, "aus dem Stegreif", um dann eiligst weiter zureiten.
P******eWoher kommt die Redewenundung "Eine Spritztour machen"?
Wenn man an heutige Radrennprofis denkt, dann könnte man Doping denken, gell?
Aber zum Glück ist es das nicht.
Nien, die Erklärung ist recht kurz und nüchtern: Das Wort 'Spritztour' besteht aus 'spritzen' und 'Tour'. Das Wort 'spritzen' wurde im 18. Jahrhundert für 'Ausflug' verwendet und damit ist schon alles gesagt. Zuerst ging man nur 'spritzen' und später kam die Kombination mit der 'Tour', was eigentlich doppeltgemoppelt ist, aber sich eben so etabliert hat.
P******eWas ist ein "Prügelknabe"?
Eines vorweg: ein Prügelknabe war eine arme Sau! Arme Kinder, die manchmal extra zu diesem Zweck gehalten wurden, mussten die Prügel auf sich nehmen, die eigentlich junge Edelleute verdient hätten. Diese jungen Edelfratzen durften nicht geschlagen werden und mussten der Prozedur nur zusehen, die von Rechts wegen ihnen galt. Eine ungerechte Welt!
P******eWoher kommt die Redensart "Man hat schon Pferde kotzen sehen"?
Pferde können nicht kotzen. Es geht einfach nicht, denn sie haben keine Muskeln, die Speisebrei rückwärts bewegen könnten. Deshalb ist das eine gute Metapher für Unwahrscheinlichkeiten!
P******eWoher stammt die Redewendung "verflixt und zugenäht"?
"Verdammt!"
Und wenn es noch schlimmer wird, dann sagen wir "verflixt und zugenäht!".
Die Redewendung stammt aus einem Studentenlied, in dem es heißt:
Ich habe eine Liebste, die ist wunderschön,
sie zeigt mir ihre Äpfelchen, da ist's um mich gescheh'n.
Doch als mir meine Liebste der Liebe Frucht gesteht,
da hab' ich meinen Hosenlatz verflucht und zugenäht.
Am Ende vom Lied wird aber alles wieder gut:
Doch als sie dann zu sehr geflennt,
hab ich ihn wieder aufgetrennt.
In einer Parodie auf ein Gedicht von Heinrich Heine findet sich die gleiche Redewendung:
Im wunderschönen Monat Mai,
als alle Knospen sprangen,
da ist in meinem Herzen auch
die Liebe aufgegangen.
Doch als mir bald mein blonder Schatz
die Folgen unsrer Lieb’ gesteht,
da hab’ ich meinen Hosenlatz
verflucht und zugenäht.
P******eGibt es lebende Fossilien?
Man bezeichnet als ein lebendes Fossil eine Art die sich über längere Zeiträume nicht verändert hat. Die Einteilung kann natürlich nur an der äußeren Erscheinung (der Morphologie) orientieren. Selten wird mehr von einer Art überliefert als Knochen oder Panzer. Doch da sich Arten im Allgemeinen weiterentwickeln und dies ihren Körperbau verändert, kann man davon ausgehen, das Arten, die sich äußerlich kaum weiterentwickelt haben auch in ihrem Verhalten, Lebensraum und ihrer Nahrung nicht wesentlich verändert haben.
Bestes Beispiel ist der Nautilus, die seit 500 Millionen Jahren unverändert durch die tropischen Meere schwimmt. Er sieht aus wie eine Schnecke, ist aber der älteste lebende Vertreter der Tintenfische. Nautiliden, auch Perlboote genannt, haben 90 Tentakel und eine perfekt symmetrische Schale, die die eine Spirale darstellt und immer im gleichen Verhältnis von Länge und Breite wächst.
Doch das weitere Überleben der Art ist vor allem durch ein unverantwortliches Sammeln der Schale gefährdet, die ein beliebtes Souvenir und Sammlerstück darstellt. Aus diesem Grund werden jährlich tausende der Perlboote gefangen und getötet. Der Mensch schafft halt alles...
P******eWoher kommt der Begriff "Alter Schwede"?
Nach dem Ende des dreißigjährigen Krieges hat der Große Kurfürst bewährte und erfahrene schwedische Soldaten für sein Heer als Ausbilder anwerben lassen. Weil sie sich besonders gut auf "fürtrefflichen Drill" verstanden, wurden sie meist als Unteroffiziere eingesetzt. In der Soldatensprache wurden diese Korporale dann kurzweg "die alten Schweden" genannt.
P******eWoher kommt die Redensart "Ins Fettnäpfchen treten"?
"Glückwunsch zur Schwangerschaft!"
"Warum? Ich bin doch gar nicht schwanger."
"Ups, ich dachte nur wegen dem Bäuchlein..."
Ein nettes Beispiel, wenn man etwas Unüberlegtes sagt und so richtig ins Fettnäpfchen tritt!
Belegt ist die Redewendung seit dem 19. Jahrhundert. In erzgebirgischen Bauernhäusern war es eine bäuerliche Sitte, auf dem Fußboden in der Nähe des Herdes einen Napf mit Stiefelfett bereitzuhalten, mit dessen Inhalt die nassen Stiefel der Heimkehrenden sogleich geschmiert wurden. Wer da durch Unachtsamkeit rein trat, der machte mächtig Sauerei auf den Dielen. Die Hausfrau war verärgert und der Verursacher konnte sich was schämen!
P******eWarum hat man "einen Frosch im Hals?"
Wenn jemand heiser ist und kaum sprechen kann, dann gibt es im Hals eine kleine Geschwulst, die medizinisch "Ranula" heißt. Wenn man heiser ist, ist manchmal auch die "Ranula" etwas dicker als sonst und entzündet.
Nun gibt es den Begriff "Ranula" aber auch im lateinischen und bedeutet übersetzt soviel wie "Fröschlein". Daraus entstand im Laufe der Zeit die berühmte Redensart, einen Frosch im Hals zu haben, was medizinisch gesehen ja auch richtig ist.
P******eWie atmet ein Delfin in der Nacht?
Ein Delfin ist kein Fisch, sondern ein Säugetier und muss wie wir alle den Sauerstoff aus der Luft nehmen. Da man zum Luft holen immer an die Wasseroberfläche muss, müssen sie das bewusst tun. Wenn sie aber wie wir schlafen würden, dann würde keine bewusste Aktion ablaufen und somit würden sie ertrinken.
Damit das nicht passiert, schläft bei Delfinen immer nur eine der beiden Gehirnhälften. Dann ruht das Tier an der Wasseroberfläche und bewegt sich kaum. Nur die Luftblasen in der Nähe des Luftlochs blubbern.
P******eWarum heißen die Flitterwochen Flitterwochen?
Wer sich in der alten Sprache auskennt, der könnte auf das Wort Flitter = Glanz kommen. Aber damit hat das nichts zu tun.
Vielmehr stammt das Wort vom althochdeutschen filtarazan („liebkosen“) und dem mittelhochdeutschen gevlitter („heimliches Lachen“) bzw. vlittern („kichern, flüstern, kosen“) ab. Also eine durchaus schöne Zeit!
P******eWoher kommt die Redewendung "Jemand etwas abknöpfen"?
Die Antwort habe ich zwar auch nicht gewusst, aber sie ist doch recht simpel: wenn man anderen etwas "abknöpft", da erleichtert man ihn unfreiwillig um Geld oder andere Wertgegenstände.
Tatsächlich konnte man früher, jemanden was "abknöpfen", denn reiche Herren trugen häufig goldene oder silberne Knöpfe, manchmal auch Münzen oder Medaillen, an ihren Röcken. Kleine Schurken schnitten unbemerkt einen oder zwei Knöpfe ab, wenn der Rock an der Garderobe hin. Oder wenn der reiche Herr überfallen wurde, so musste er den Rock wegen den Knöpfen hergeben.
Aber die Redewendung kommt auch aus einen anderen Grund: In Geberlaune schenkte der reiche Herr gelegentlich solche Knöpfe dem Untergebenen, der seinem Herrn auf diese Weise wörtlich etwas abknöpfte.
P******eGibt es überall vier Jahreszeiten?
Nein, an den Polen und am Äquator gibt es nur zwei Jahreszeiten.
Im Laufe eines Jahres ändert sich der Winkel, mit dem die Sonnenstrahlen auf die Erde treffen. Das liegt an der geneigten Erdachse. In den Polargebieten bleibt die Sonne im Sommer immer oberhalb, im Winter unterhalb des Horizontes. Dort herrschen bitterkalte Winter und neblig-trübe Sommer.
In Äquatornähe, wo die Sonne an jedem Tag mehr als 50 Grad über den Horizont steigt, treten im Jahresverlauf bei geringer Temperaturschwankung zwei Regenzeiten auf, jeweils zur Zeit des Sonnenhöchststandes im März und im September.
P******eGibt es Leben in Vulkanen?
Und ob! Milliarden winziger Bakterien überleben Temperaturen von 80 Grad Celsius und mehr. Das erste dieser so genannten Extremophile wurde in den kochenden Vulkanquellen des Yellowstone Nationalparks entdeckt: Thermus aquaticus. Sein einzigartiger Stoffwechsel macht ihn zu einem der hitzeunempfindlichsten Lebewesen der Erde.
In vier Milliarden Jahren entwickelten sich Mikroben zu absolut perfekten Wesen, die die Grenzen für Leben immer weiter stecken: Der Popejiwurm überlebt in 80 Grad heißen vulkanischen Quellen der Tiefsee, das Bakterium "Strain 121" hält sogar 130 Grad Hitze aus. Wer so zäh ist, könnte auch beim Überleben helfen: Forscher experimentieren mit Extremophilen, um neue Krebsmedikamente zu entwickeln.
P******eLächelt die "Mona Lisa" wirklich?
Na klar lächelt das Girl, oder? Der Leonardo da Vinci wird ihr schon was ins Ohr geflüstert haben, damit sie lächelt.
Aber ganz im Ernst: das Fräulein lächelt nicht! Dieser Eindruck entsteht durch Schatten, die der Maler um ihre Mundwinkel malte. Vielleicht war sein Humor doch nicht so gut
Im Experiment veränderten Forscher den Grauschleier auf dem Gesicht der "Mona Lisa" (gemalt 1503): mal schienen ihre Mundwinkel nach oben zu zeigen - sie lächelte. Doch die kleinste Veränderung machte diesen Eindruck wieder zunichte. Je länger man das Bild fixiert, desto öfter ändert sich unser Urteil über den Gesichtsausdruck der jungen Frau.
Menschen können auf anderen Bildern mit 90-prozentiger Treffsicherheit sagen, was der Abgebildete empfindet. Jedoch bei der "Mona Lisa" ist das nicht so. Je länger man sie anschaut, desto weniger lächelt sie.
P******eWoher kommt der Begriff "einen Kater haben"?
Wer säuft, der hat am nächsten Tag Kopfweh und es geht einem allgemein schlecht. Wer so die Folgen eines starken Rausches spürt, der jammert gerne. Der "Kater" ist hier die Verkürzung von "Katzenjammer", was eigentlich "Kotzenjammer" hieß und die Nachwirkung durchzechter Nächte besser charakterisierte.
In einer anderen Theorie kommt der Begriff Kater von Katarrh. Dies bezeichnet in der Medizin eine Entzündung der Schleimhäute und Atemwege, von griechisch katarrhein = runterfließen.
P******eWer verrät mir, wie alt ein Fisch ist?
Fische bekommen weder Falten noch graue Schuppen - ihr genaues Alter erkennt man nur am Ohr.
Im Innenohr der Fische befinden sich die sogenannten Ohrsteine. Ähnlich wie Bäume Jahresringe, besitzen diese Kalkteilchen Wachstumsrillen. Mit jedem Tag im Leben eines Fisches bilder sich dort eine weitere Lakschicht und vergrößert den Stein. Kennt man das Todesdatum eines Fisches, kann man die täglichen Kalkablagerungen vom letzten bis zu jenem Tag zählen, an dem der Fisch geschlüpft ist. Übrigens: Der größte Fisch der Welt gehört auch zu den ältesten - Walhaie haben eine Lebenserwartung von ca. 100 Jahren.